Rückkehr der Goldsucher im Bayerischen Wald

Rückkehr der Goldsucher im Bayerischen Wald
Tausende von Hobby-Goldwäschern erobern jedes Jahr im Sommer die Bachläufe in Ostbayern
St. Oswald/Lalling (obx - internet-zeitung) – Im Mittelalter zählten die Goldvorkommen in Ostbayern und im benachbarten Böhmen zu den ergiebigsten in Europa. Jetzt sind die Goldsucher wieder da. Hunderte von Kilogramm Gold schlummern nach Schätzung von Geologen noch immer in den Gesteinsformationen und Wasserläufen des Bayerischen und Oberpfälzer Waldes. Ein Kapital, das jetzt allerdings keine Minengesellschaften, sondern zunehmend die Touristikmanager ausgraben: In zahlreichen Orten wurden alte Goldgruben reaktiviert und in vielen Bächen neue Goldwaschplätze eingerichtet. Mittlerweile lassen bereits Tausende von Urlaubern vor allem im Sommer an den alten Fundstätten die Goldpfannen kreisen.
Gold bewegt die Menschen. Martin Biebl, Tourismusleiter in St. Oswald-Riedlhütte (Kreis Freyung-Grafenau), sieht es mit Freude. Bewaffnet mit Spitzhacke und Waschschüsseln machen sich jedes Jahr ab Anfang Mai bis zu 2000 Freizeit-Goldgräber unter sachkundiger Führung auf die Jagd nach den Bayerwald-Nuggets. „Wir haben hier bis zu ein Gramm in einer Tonne Geröll“, sagt Biebl. Mit etwas Glück und Geschick können dann tatsächlich auch einige kleine goldene Erinnerungsstücke mit nach Hause genommen werden.
„Die Idee mit dem Goldsuchen hat bei uns wie eine Bombe eingeschlagen“, sagt Biebl. „Die Besucherzahlen steigen von Jahr zu Jahr stetig an.“ Die Hobby-Goldwäscher kommen aus dem In- und Ausland mit Goldglanz in den Augen. Auch wenn keiner dabei reich wird: Spaß an der Suche nach dem mattgelben Metall haben die „Abenteurer“ allemal“, meint Kaiser. Goldgräber-Werkzeuge gibt es in St. Oswald, fast so wie damals beim Goldrausch in Kalifornien oder auch im „goldenen Mittelalter“, an fast jeder Ecke zu kaufen.
Damals suchten im Bayerischen Wald, angezogen von Berichten über Goldfunde, viele nach Glück und Reichtum – Glücksritter und Scharlatane, Finanziers und Verzweifelte. Die Ausbeute der Goldsucher freilich war meist spärlich: Die Minen waren zu wenig ergiebig, die Goldsplitter im Flusssand zu winzig, um in den Sieben hängen zu bleiben. Der Goldrausch ebbte ab - bis er von den ostbayerischen Touristik-Managern neu belebt wurde.
2002 entstand in der Gemeinde St. Oswald-Riedlhütte, gefördert von der Europäischen Union, die erste historische Goldwaschanlage Bayerns. Hier drängeln sich heute die meisten Hobby-Goldwäscher. Mit leeren Händen geht keiner nach Hause. Auch wenn der Goldfund ausbleibt: ein Goldwäscherdiplom gibt es allemal.
Unter dem Motto „Steinreich im Bayerischen Wald“ kann man auch in den zahlreichen Bächen im Goldwaschtal bei Perlesreuth oder in der Fürstenzeche bei Lam sein Glück versuchen. Eine weitere Goldgräber-Hochburg ist Lalling (Kreis Deggendorf). Zum 18. Mal wird dort im August das Goldgräberfest gefeiert, zu dem Besucher nicht nur aus Deutschland anreisen. „Zum letzten Fest ist eine 80-jährige Dame aus Wien über eine Woche zu uns geritten“, erzählt Bürgermeister Andreas Schröck. Außerdem sorgte eine tschechische Tanzgruppe aus Südböhmen für Unterhaltung. Vor einigen Jahren war sogar eine Gruppe Indianer vom Stamm der Cree aus Kanada zu Gast.
In Lalling wird im Herzen des Bayerischen Waldes drei Tage lang ein Stück „Wilder Westen“ lebendig – Indianer und Cowboys, Goldgräber und Fallensteller inklusive. Der Bürgermeister persönlich sorgt als Sheriff für Recht und Ordnung. 2013 will Lalling seinen Ruf als ostbayerisches „El Dorado“ endgültig zementieren: Die Gemeinde plant die Reaktivierung des seit 1890 stillgelegten Goldbergwerks für die Besucher.


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