Rezi: Von der Nacht verzaubert

Rezi: Von der Nacht verzaubert

AutorIn: Amy Plum Titel: Von der Nacht verzaubert

Band: Einzelband
Verlag: Löwe
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-7855-7042-5
Erscheinungsjahr: April  2012
Seitenanzahl: 397
Altersempehlung: 16 Jahre
Kaufpreis: 18,95€
Krümelanzahl: 5
Erster Satz:
Als ich die Statue im Brunnen das erste Mal gesehen hatte, wusste ich noch nicht wer - oder besser was - Vincent war.

 
Inhalt:
Von New York nach Paris. Von elterlicher Fürsorge zu großmütterlichem Beileid.Von der vertrauten Welt in eine völlig neue, verzauberte. So ergeht es Kate, als sie mit ihrer Schwester Georgia nach dem tödlichen Autounfall ihrer Eltern nach Frankreich ziehen. Doch für Kate ist es viel eher ein Umzug in ein Loch aus Schwärze. Ihre Trauer ummäntelt sie eisenfest, nichts kann ihr mehr ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Bis sie auf Vincent trifft. Der Zufall will, dass sie sich immer wieder an den unmöglichsten Stellen in Paris begegnen. Irgendwann spricht der attraktive junge Mann Kate an, die es gar nicht fassen kann, wirklich Interesse in ihm geweckt zu haben. Aber so einfach und traumhaft, wie die beiden sich das Leben zuzweit in der Stadt der Liebe wünschen, soll es leider nicht für sie werden. Denn Vincent und seine Verwandten birgen ein untotes Geheimnis. Für Vincent ist dies Alltag, für Kate ist es eine Umstellung, mit der sie nicht leben will. Oder gibt es noch eine andere Möglichkeit?

Meine Meinung:
Vor der Lektüre dachte ich: Schönes Cover, aber steckt da auch mehr hinter? Nun, nachdem ich restlos überzeugt bin, dass mehr dahinter und auch dadrin steckt, kann ich dieses herzlich phantastische Geschichte nur jedem Fantasy- und Jugendbuch-Fan wärmstens ans Herz legen. Ich muss zugeben, dass ich mich im Nachhinein beim Grübeln doch etwas an Twilight erinnert fühlte. Aber nicht negativ. Twilight kann ich leider auf den Tod nicht ausstehen und das stütze ich nicht auf Aussagen anderer Menschen, sondern auf meine Leseeindrücke aus Band I und II. Die Grundidee ist ähnlich, das stimmt.

Hübsche Jugendliche verliebt sich augenblicklich in den geheimnisvollen äußerst attraktiven jungen Mann, der ein dunkles Geheimnis hütet, das ihn dann und wann zur Bestie macht. Jedoch schafft Amy Plum es meiner Meinung nach, eine ungeheuer schöne Atmosphäre aufzubauen. Das französische Flair hat mich sehr angesprochen und Plum beschreibt die Handlungsorte zwar detailreich, jedoch nicht zu übersättigt. Ihr gesamter Schreibstil ist so einfach, aber sicher nicht schlicht. Sie weiß, Gefühle und Gedanken in Szene zu setzen. Hier kommt natürlich auch eine Menge Kitsch auf, aber es ist schöner Liebeskitsch! Seit langem konnte ich mich mal wieder so richtig in eine herzerwärmende Schnulze fallen lassen.

Denn auch wenn man meint, die Abläufe solch typischer Geschichten zu können, empfand ich "Von der Nacht verzaubert" keineswegs als vorhersehbar oder schlecht durchdacht. Die Idee zum Beispiel, den Tod Kates Eltern als wichtige hintergründige Emotionen einzubauen, fand ich sehr gelungen. Mann muss bedenken, dass Kate in Bezug auf Vincent plötzlich erstaunlich oft mit dem Sterben zu tun hat. Besonders in der finalen Endszene habe ich auf dem Sofa gekauert und fieberhaft überlegt, was denn nun die rettende Lösung sei. Ich war froh, als nicht einfach nur plump Kates Freunde ihr zur Hilfe eilten und somit das Geschehen 0815mäßig auflösten. Plums Lösung hätte man erahnen können, da die Idee, die der Rettung zugrunde lag, bereits in der Geschichte erwähnt wurde. Daher erschien die Aktion auch nicht wie die bekannte Szene: Im letzten Moment findet der unschuldige Junge ganz plötzlich den rettenden goldenen Schlüssel. Keiner weiß woher, aber ist ja auch egal, weil die Geschichte nun ein Happy End hat. So einfach darf es uns Lesern bitte keiner machen wollen und inzwischen scheinen einige Jugendbuch-Autoren das auch verstanden zu haben. Danke dafür.

An einigen Stellen kamen von Kate Fragen über Vincent und seine Verwandten auf, die ich mir markiert habe, um sie nicht zu vergessen. Aber nach Beenden des Buches fiel mir leider auf, dass die Fragen nicht beantwortet wurden. Entweder also war sich Frau Plum dessen bewusst, dass es logische Fehler bezüglich ihrer Fabelwesen gab, und wollte durch die Erwähnung von Kates Fragen alles abtun (indem sie Vincent behaupten ließ, er würde es Kate später erklären) oder die gute Plum hat es schlicht weg vergessen. Beides zeugt nicht von trickreicher Rafinesse und dennoch ist dieser Roman so unerklärlich schön und berauschend, dass ich gar nicht anders kann, als es zu lieben.

Mein Fazit: Ein altbekanntes, neu aufgezogenes Märchen, dem ich ~ 5 Krümel ~ gebe!
Vielen Dank an den Löwe-Verlagf ür die Bereitstellung dieses verzaubernden Rezensionsexemplars!
Jimmy


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