[Rezi] Thomas Thiemeyer – Das verlorene Eden I: David und Juna

[Rezi] Thomas Thiemeyer – Das verlorene Eden I: David und Juna

Titel: Das verbotene Eden. David und Juna

Autor: Thiemeyer, Thomas

Verlag: PAN Verlag

Erschienen: 22. August 2011

ISBN-10: 3426283603

ISBN-13: 9783426283608

Seitenzahl: 460

Einband: Hardcover

Serie: Das verbotene Eden I

Preis: 16,99 €

Empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

© PAN Verlag

Inhalt:

Männer und Frauen.
Feuer und Wasser.
David und Juna.

Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen.

Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer … Doemer Knaur Verlag

Meine Meinung:

Hass und Liebe.
Vergeltung und Vergebung.
Vergangenheit, Gegenwart und eine vage Zukunft …

Nachdem ein Virus die Geschlechter zu Feinden gemacht hat und durch viele Kämpfe und Schlachten die Elektronik und alles Strombetriebene zerstört wurde, leben alle wieder in einfachen Verhältnissen.
Während die Frauen mit der Zeit gelernt haben, sich mit der Natur zu verbinden und alles zu nutzen, was die Pflanzenwelt zu bieten hat, haben die Männer alle Benzinvorräte, mechanischen Waffen und die fahrbaren Untersätze an sich genommen.
In dieser neu geschaffenen Ordnung zwischen Mann und Frau wachsen Juna und David auf. Sie kennen das Leben nicht anders als in Feindschaft zueinander und wenn ältere Personen von der Zeit vor dem Virus erzählen, können sie damit nichts anfangen.

David wächst in einem Kloster auf, lernt lesen und schreiben und vertreibt sich die Zeit mit der Arbeit mit Büchern aus vergangener Zeit. Der junge Mönch steht dem Vergangenen etwas offener gegenüber als es Juna auf der anderen Seite tut.
Das Mädchen wächst als Tochter einer wichtigen Figur in ihrer Gesellschaft auf, wird eine gute Jägerin und tritt den Kriegerinnen bei.
Juna kann sich ein Leben an der Seite eines Mannes niemals vorstellen und würde am liebsten heute als morgen gegen die Männerwelt in den Krieg ziehen.
Aber plötzlich wird ihre Weltsicht auf den Kopf gestellt und sie weiß nicht mehr, was richtig und was falsch ist.
Und auch David weiß nach einer Expedition nicht mehr, wem er trauen kann und wo ihn sein Weg hinführt …

Ich konnte die Feindschaft zwischen den beiden Geschlechtern förmlich spüren.
Was die Oberhäupter beider Seiten angeht, so war ihre Auffassung der Vereinbarung zwischen ihnen äußerst unterschiedlich.
Während die Hohepriesterin der Frauen ein friedliches Nebeneinander möchte und die Frauen bereitwillig von ihrem Überschuss an Lebensmitteln und dergleichen hergeben würden, dürstet der Inquisitor nach Macht und seine Männer üben immer öfter gewaltsame Übergriffe aus.
Das Verhältnis zwischen beiden Fronten spitzt sich dadurch immer mehr zu. Ein großer Krieg steht kurz bevor. Ob Juna und David gemeinsam eine Veränderung der aktuellen Lage schaffen können?

Es dauerte meiner Meinung nach etwas zu lange, bis sich die Protagonisten das erste Mal begegnen.
Eine Vorgeschichte muss sein, um alles Aktuelle besser verstehen zu können, aber trotzdem war mir der Vorspann zu weit ausgeholt und es gab anfangs häufige Wiederholungen, was die Geschlechter voneinander hielten. Das bremste zuerst meinen Lesefluss, weshalb ich erst mit der Zeit in die Geschichte fand.

Doch ab dem Zeitpunkt, an dem David und Juna sich begegneten, wurde es schlagartig spannend. Plötzlich entwickelte das Buch einen derartigen Sog, der mich nur so vorantrieb und mich in kurzer Zeit durch den restlichen Roman zog. Auch konnte ich von Beginn ihres ersten Zusammentreffens an regelrecht spüren, wie sie aufeinander reagierten.

Der Autor beschrieb jede Szene so hervorragend, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre selbst an diesem Ort, in dieser Situation und würde gerade das sehen, erleben und spüren, was die Protagonisten gerade empfinden.
Schön fand ich auch die kleinen Nebenrollen von Tieren, die mir während des Lesens sehr ans Herz gewachsen sind.

Nachdem die Spannung zunahm, konnte ich mir auch immer besser Juna und David vorstellen, ihre Reaktionen und Handlungen nachempfinden.
Zwar war das Meiste eher vorhersehbar, dennoch fuhren meine Emotionen Achterbahn bei dem, was die beiden Protagonisten durchmachten.
Da auch der Blickwinkel von anderen Figuren in die Geschichte der beiden eingeflochten wurde, entstanden kleine Cliffhanger und ich hatte einen guten Überblick auf das gesamte Geschehen.
Durch weitere Figuren nahm die Spannung zu und so gab es zum Ende hin immer häufiger dramatische Szenen, bei denen ich fast den Atem anhielt.

Der phänomenale Schluss tröstete mich auch fast über den schleppenden Anfang hinweg, weswegen ich diesem Roman nur eine Kleinigkeit abziehe.
Nun bin ich schon sehr gespannt, wie es weitergeht in der gespaltenen Welt der Frauen und Männer und hoffe, nicht allzu lange darauf warten zu müssen.

Bewertung: 4_5 Sterne

Das verlorene Eden:

1. David und Juna
2. noch nicht bekannt

Autorenportrait:

Thomas Thiemeyer, geboren 1963, lebt in Stuttgart und arbeitete zunächst als Illustrator. Nach fünf rasanten mystischen Wissenschaftsthrillern – zuletzt “Korona” –, entdeckte er mit den “Chroniken der Weltensucher” höchst erfolgreich das Jugendbuch für sich. Mit “Das verbotene Eden – David und Juna” beginnt ein neuer großer Zyklus, der in einer bedrohlichen Zukunft spielt. Doemer Knaur Verlag


wallpaper-1019588
A Clan Called Wu – Enter The Marauders (Wu vocals over ATCQ beats) [Mixtape]
wallpaper-1019588
Für kleine Ingenieure: Eichhorn Constructor PISTENRAUPE & VERLOSUNG
wallpaper-1019588
Manga von 13-Jähriger wird veröffentlicht
wallpaper-1019588
Sword Art Online: Hollow Realization erscheint noch dieses Jahr für die Switch
wallpaper-1019588
Le Butcherettes: Nur nicht verstecken
wallpaper-1019588
Rosalía: Zum Jubiläum
wallpaper-1019588
YouTube schließt unwirtschaftliche Kanäle
wallpaper-1019588
Der “nicht alltägliche Wahnsinn” auf Mallorca