Rezi: Oona Crate - Das Rätsel des schwarzen Turms

Rezi: Oona Crate - Das Rätsel des schwarzen TurmsAutorIn: Shawn T. Odyssey
Titel: Oona Crate
Band: Einzelband
Verlag: Thienemann
Genre: Kinderbuch, Fantasy
ISBN: 978-3-522-18325-3
Erscheinungsjahr: Juli 2012
Seitenanzahl: 314
Altersempehlung: ab 10/11 Jahren
Kaufpreis: 12,95€
Krümelanzahl: 5
Erster Satz:
Montag, 14. Mai 1877
"Magie ist eine unbeständige Sache", sagte die zwölfjährige Oona Crate. "Ich ziehe Dinge vor, die funktionieren."
Inhalt:
In der Darkstreet, mitten in New York, geht es nicht mit rechten Dingen zu. Hier flimmert die Luft nur so vor lauter Magie und Hexerei. Oona hat daran aber kein Interesse. Sie möchte ihre Aufgaben und Pflichten als Magierin abgeben und  viel lieber Dieben, Betrügern und anderen Schurken hinterher schnüffeln. Bevor sie sich versieht, landet sie auch schon mitten in einem Verbrechen. Denn auf einmal wird ihr Onkel, der Zaubermeister, von einem magischen Dolch attackiert und er verschwindet. Gemeinsam mit ihrem sprechenden Raben Deacon macht sie sich auf die Suche nach dem Täter und natürlich ihrem verschwundenen Onkel. Die Spuren führen sie in den schwarzen Turm auf dem sagenumwobenen Freidhof .. ob sie es schaffen, das Rätsel zu lösen?
Meine Meinung:
Das Glück eines Buchhändlers ist es, Bücher nicht unbedingt kaufen zu müssen und sie trotzdem lesen zu können. So erging es mir mit diesem wunderschönen Kinderbuch. Mystisch und geheimnisvoll wirken die knorrigen Äste, hinter denen das selbstbewusste Mädchen Oona zum Vorschein kommt. Mit ihrer wilden Lockenmähne passt sie perfekt in die Szenerie rein und lächelt uns vom Mond beschienen wissend entgegen. Die Farbgebung spricht überwiegend Mädchen an und für genau die wurde dieses Buch auch geschrieben.
Dennoch ist es weder ein Märchen über Feen und Elfen, noch springen Einhörner und verzauberte Kaninchen durch die Gegend. Die Heldin dieser Geschichte möchte das komplette Gegenteil. Oona mag kein liebes, braves Mädchen sein. Mit ihrem Dickkopf stößt sie überall gegen und schafft es dabei, den Leser um ihren kleinen Finger zu wickeln. Tollpatschig und gleichzeitig charmant, süß und dabei verwegen und wild - so braust Oona daher. Aber man merkt schnell, dass sie das Herz am rechten Fleck trägt und so geht einem ihre Geschichte um den vermissten Onkel auch sehr nahe. Dabei werden Hintergründe aufgedeckt, die Oonas Persönlichkeit noch näher beleuchten und die Geschichte offener gestalten. Sie ist kein typisches Mädchen, und das macht sie so interessant.
Ein bezauberndes und ermutigendes Abenteuer ohne viel Glitzer.
Unsere Heldin ist nicht die einzige Figur mit viel Verstand und Authentizität. Die befremdliche Gestalt Samuligan spielt auch eine wichtige Rolle, er ist ein unsterbliches Feenwesen und wartet somit mit vielen wertvollen Informationen aus der Vergangenheit auf. Auch der Rabe Deacon zeigt sich beim Knacken des Falles hilfreich. Weil ihn der Zaubermeister eines Tages verhext hatte, kann sich der Vogel den Inhalt mehrerer Lexika im Kopf abspeichern .. er kennt die persönlichen Daten eines jeden Bewohners der Dark Street. Mit diesen beiden Kreaturen wurden Oona Mittel an die Seite gestellt, um der Lösung immer näher zu kommen. Die Idee ist unverbraucht und bringt belustigende Szenen in die Geschichte mit ein - sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.Nicht nur der Humor spricht dafür, dass auch große Leser an diesem Kinderbuch viel Spaß haben können. Die Autorin benutzt eine leichte Sprache, die aber oft Gedanken und Anspielungen enthält, die einen Erwachsenen noch eher schmunzeln lassen als Kinder. So ähnlich sind auch die alten Disney Filme gestaltet. Durch die Cartoons und netten Geschichten sind diese super spannend  für die Kleinen. Erst mit dem Alter fällt auf, dass man viele versteckte Witze vorher gar nicht bemerkt hatte, nun aber darüber lachen kann. Das Prinzip ist das gleiche. Daher bin ich der Meinung, dass dieser Roman auch perfekt als Vorlesegeschichte funktioniert!Für Vielleser hält Oonas Geschichte leider nur wenige Überraschungen bereit. Indem wir die Worte lesen und in uns aufnehmen, werden wir Teil einer Story. Bei einem detektivischen Fall wollen wir auch weiterhin anwesend sein. Gemeinsam mit dem Hauptprotagonisten wollen wir Informationen sammeln und sie wie Puzzlestücke aneinanderfügen bis sie passen. Dann kommt das Leuchten in den Augen und der Aha-Effekt. Der bleibt hier aus. Oona weiß die Rätsel zwar zu lösen, allerdings auf eine Art und Weise bei der kein Leser hinterher kommen kann. Sie grübelt ein wenig und schwupps, ohne große Erläuterungen, wie ihr der Geistesblitz in Sinn kam, hat sie die Antwort parat. Das ist ein unbefriedigendes, aber wichtiges Detail. Es verringert den Spaßfaktor ungemein .. wobei ich erwähnen möchte, dass es wenigstens nicht auf Kosten des Spannungsbogen geht - der bleibt weiterhin erhalten. Und das ist auch notwendig, damit man als Leser am Ball bleiben möchte.
>> Isadora schaute sich um und blinzelte gespielt unschuldig, als wäre sie sich nicht sicher, wo sie sich befand und wie sie dorthin gekommen war. "Oh, es sieht so aus, als hätte ich mich auf dem Weh zurück zur Haustür verlaufen." <<
Mein Fazit:
Ein düsteres Abenteuer aus einer anderen Welt, zum Vorlesen sowie Selberlesen ~ 4 Krümel ~
Jimmy

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