[Rezi] Oksa Pollock - die Unverhoffte - Anne Plichota und Cendrine Wolf

=== Buchdaten ===

Cendrine Wolf und Anne Plichota: Oksa Pollock - die Unverhoffte

[Rezi] Oksa Pollock - die Unverhoffte - Anne Plichota und Cendrine Wolf

Oetinger, März 2011
Hardcover, 592 Seiten
ISBN: 3789145025
Preis: 19,95 Euro

=== über die Autorinnen ===

Cendrine Wolf wurde 1969 in Colmar im Elsass geboren. Sie absolvierte eine Sportlehrerausbildung und arbeitete einige Jahre mit Kindern, bevor sie Bibliothekarin an der Stadtbücherei von Straßburg wurde. Heute widmet sie sich als freie Autorin ganz ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Schreiben.
Anne Plichota, 1968 im französischen Dijon geboren, studierte Chinesisch und Kulturwissenschaften und verbrachte einige Jahre in Asien, bevor auch sie Bibliothekarin an der Stadtbücherei von Straßburg wurde, wo sie heute noch lebt und arbeitet.

(Quelle: Infotext im Buch)

=== Inhalt ===

Die dreizehnjährige Oksa Pollock zieht mit ihrer Familie sowie der Familie ihres besten Freundes Gus von Frankreich nach London. Dort angekommen muss sie sich nicht nur in der neuen Umgebung zu recht finden, sondern auch mit ihrem neuen Klassenlehrer McGraw sowie einem fiesem Neuntklässler rumärgern. Und als wäre das alles nicht schon genug Aufregung, entdeckt Oksa dass sie besondere Fähigkeiten hat. Da gelingt es ihr doch tatsächlich, Feuerbälle von ihrer Hand zu schießen und Dinge durch Gedankenkraft zu bewegen. Als dann auch noch ein rätselhaftes Mal auf ihrem Bauch erscheint, wendet sie sich an ihre Großmutter, Dragomira. Diese erzählt ihr daraufhin von dem geheimen Land Edefia, dessen Rettung nun scheinbar in Oksas Händen liegt…

=== meine Meinung ===

Die sprachliche Darstellung des Buches ist sehr kindgerecht und demnach ist das Buch entsprechend einfach zu lesen. Die Autorinnen verwenden klare und einfache Sätze, ohne unnötige Verschachtelungen oder sonstige Komplikationen. Bei mir ist so sehr schnell ein Lesefluss entstanden und ich konnte das Buch schnell lesen.

In Oksa Pollock wird eine völlig neue Fantasiewelt dargestellt. Hier müssen nicht altgediente Vampire, Zwerge und Feen herhalten sondern Oksa sowie der Leser bekommen es mit Plemplems, Kapiernixen und Sensybillen zu tun. Die Ideen für diese Fantasiewesen sind neu und innovativ. Dies fand ich erfrischend anders und es hat mir gut gefallen. Das einfinden in diese neue Fantasiewelt wird dem Leser durch die sehr bildhafte Sprache enorm erleichtert. Dadurch hatte ich oftmals das Gefühl, direkt dabei zu sein oder aber auch kein Buch zu lesen, sondern einen Film zu sehen. Cendrine Wolf und Anne Plichota gelingt es, die Fantasie des Lesers anzuregen so dass er ganz eigene Bilder entwickelt.

Die Darstellung der Charaktere sowie der Fantasiewesen ist sehr detailliert und liebevoll. Es entstand sofort ein Bild vor meinem inneren Auge und die Figuren wurden für mich sehr lebendig. Besonders die schrullige Dragomira hat es mir angetan. Oksa hingegen fand ich manchmal etwas anstrengend, in einzelnen Passagen sogar nervig. Zudem war sie mir zu perfekt. Sie hat alles locker und leicht hingenommen und konnte nach wenigen Minuten Training die tollsten Tricks – das war einfach unrealistisch und wirkte teilweise gefühlskalt.

Die Umsetzung des Plots ist aus meiner Sicht nicht ganz so gut gelungen. Ich hatte beim Lesen stets das Gefühl, dass ein richtig durchgehender roter Faden fehlt. Es war teilweise mehr eine Aneinanderreihung von Ereignissen ohne wirkliche Verbindung. Zudem wirkt es oft so, als erhalte man nur einen sehr Oberflächlichen Blick auf die Geschehnisse. Oksas Gefühlskälte trägt dazu bei. Ein wirklicher Spannungsbogen ist dabei nicht entstanden. Und Stellen, an denen Spannung hätte entstehen können, haben die Autorinnen oftmals selbst kaputt geschrieben, indem sie viel zu viel erklärt haben. Ich kam mir dabei teilweise schon als von den Autorinnen als doof abgestempelt vor. Auch wenn dies ein Jugendbuch ist, hätten die Autorinnen den Lesern ruhig etwas mehr Denkvermögen zutrauen können.

Soweit meine Meinung aus Sicht der Erwachsenen, denn aus Sicht des Kindes in mir fällt die Bewertung des Buches ganz anders aus. Das Kind in mir hat die meisten der vorweg genannten Kritikpunkte nicht so gestört, denn es war einfach nur begeistert. Begeistert von der bunten und schönen Fantasiewelt. Begeistert von all den tollen Wesen. Begeistert von Oksas Fähigkeiten – manche der Dinge würde ich auch nur zuuuu gerne können! Und ich glaube diese kindliche Begeisterung hat auch dazu geführt, dass ich das Buch recht schnell gelesen habe und das Interesse daran nicht verloren habe.

=== mein Fazit ===

Das Buch hat einige Hänger und Kritikpunkte und schafft es trotzdem mich auf eine völlig eigene Art zu begeistern. Erwachsenen Lesern empfehle ich das Buch weiter, wenn sie sich mit den o.g. Kritikpunkten arrangieren können. Jüngeren Lesern empfehle ich das Buch aber sehr gerne weiter.

Von mir gibt es insgesamt 4 von 5 Sternchen für Oksa Pollock – die Unverhoffte.

Ich bedanke mich bei Oetinger für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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