[Rezi] Neuerscheinung - Michael Gantenberg

Michael Gantenberg – Neuerscheinung

[Rezi] Neuerscheinung - Michael Gantenberg

Scherz Verlag, 2009
Taschenbuch, 283 Seiten
ISBN: 9783502110576
Preis: 13,95 Euro

Klappentext:

Paul Elmar Litten lebt in einer sehr überschaubaren Kreisstadt: 50.000 Einwohner, die Hälfte katholisch, die andere das Gegenteil. Paul ist verheiratet, arbeitet als Lokalredakteur beim Westfälischen Heimatboten und will endlich mal zeigen, welches Talent wirklich in ihm schlummert. Er macht einen geheimen Deal mit dem Herausgeber und veröffentlicht als Bella Gabor einen spektakulären Fortsetzungsroman auf Seite 1 des Heimatboten: Die Messias , die Geschichte von Jesu Zwillingsschwester Hannah, die nach zweitausend Jahren Unsterblich- und Enthaltsamkeit endlich das wahre Leben leben will: Sie möchte Liebe finden, Sex haben und vielleicht auch ein paar Kilo abnehmen, möglicherweise sogar gleichzeitig. Das Ganze schlägt ein wie eine Bombe im idyllisch sortierten Westfalen, und auch Pauls Frau ist begeistert nur ahnt sie nicht, wer Bella Gabor wirklich ist ...

Erster Satz:

„Mein Leben bestand aus reiner Routine: keinerlei Aufregungen, keinerlei Herausforderungen, keinerlei Überraschungen.“


Meine Meinung:

Bevor ich das Buch auf einem Wühltisch aufgegriffen habe, habe ich noch nie von Michael Gantenbergs Buch „Neuerscheinung“ gehört. Der Klappentext konnte mich überzeugen und so nahm ich das Buch mit. Im Nachhinein betrachtet hätte ich mir die 3,50 auch sparen und das Buch im Laden lassen können. Ihr ahnt es sicher schon, mich konnte das Buch leider nicht überzeugen.

Den Plot des Buches finde ich wirklich witzig und interessant. Leider ist der Plot aber auch schon das Beste am Buch, denn gut umgesetzt wurde er nicht. Während dem Lesen habe ich nach einem Sinn gesucht, ihn jedoch nicht gefunden. Sollte das Buch einfach nur Lustig sein? Soll es kirchenkritisch sein? Soll es die Emanzipation verschaukeln? Soll es einfach nur unterhalten? Mir scheint es als wären all diese Fäden verfolgt worden, jedoch wurde keiner konsequent verfolgt. Auch die Handlung selbst ging immer wieder in verschiedene Richtungen und hatte dabei für mich teilweise nur sehr wenig Logik.

Stellenweise war das Buch wirklich witzig und ich musste herzlich lachen. Aber größtenteils fand ich es übertrieben und einfach krampfhaft lustig. So als hätte der Autor versucht, auf jeden Fall jeden Satz witzig klingen zu lassen. Das war jedoch zu viel des Guten und das Buch hat dadurch an Glaubwürdigkeit aber vor allem auch an wirklichem Witz verloren.

Die Charaktere sind stereotyp und recht nichtssagend. Sie haben nichts besonderes, weil sie schon zig mal da gewesen sind. Besonders den Hauptprotagonisten, Paul Elmar, fand ich mehr nervig als sympathisch. Zudem fand ich ihn unheimlich feige. In seiner Fantasiewelt ist er ein toller Hecht, aber tatsächlich einfach nur feige. Das hat genervt.

Der Handlungsverlauf ist recht vorhersehbar. Es passiert nichts wirklich Überraschendes und so plätschert die Story recht eintönig und oftmals sehr langatmig vor sich hin, bis sie dann zu einem sehr schlechten Happyend führt. Dieses Ende hätte nun wirklich nicht sein müssen, da es genauso krampfhaft war wie der Übertriebene Humor.

Schade, denn ich hatte mir mehr von dem Buch versprochen.

Von mir gibt es ein Sternchen für dieses Buch.


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