[REZENSION] "Zorn - Wie sie töten" (Band 4)

Cover

[REZENSION]

Quelle: Fischer

Der Autor
Stephan Ludwig, arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze. Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle.
*Produktinformation*
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2 (20. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596198615
ISBN-13: 978-3596198610
Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 3,5 x 19 cm
Leseprobe
Quelle: fischerverlage.de *lies mich*

Alle, die diese Serie noch lesen möchten und die Vorgängerbände nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!
Die Geschichte... Der dicke Schröder hat vor ungefähr 2 Monaten den Polizeidienst quittiert hat, um seinen Vater zu pflegen. Inzwischen ist Schröders Vater jedoch verstorben, seine Mutter lebt im Altenheim und Schröder selbst hat einen Imbiss eröffnet, der allerdings nicht besonders gut läuft. Hauptkommissar Zorn, dem sein ungemein Partner fehlt, ist noch unausstehlicher als vorher und will Schröder dazu überreden, wieder in den Polizeidienst zurückzukehren. Doch Schröder will von der Ermittlungsarbeit nichts mehr wissen und kocht lieber. Als ein Toter auf Bahngleisen gefunden wird, geht die Polizei von Selbstmord aus und kümmert sich nicht weiter darum. Doch weder Zorn noch Schröder ahnen, dass dies der Beginn einer Mordserie ist...
Meine Meinung:
Der 4. Teil der Zorn/Schröder-Krimireihe, der sich in 3 Teile gliedert und an den Vorgängerband "Zorn - Wo kein Licht" anknüpft, trägt den Titel "Zorn - Wie sie töten".  Der Handlungsschauplatz wurde erneut in die deutsche Stadt Halle verlegt und wartet erneut mit Lokalkolorit aufobwohl der Namen der Stadt im Roman nie erwähnt wird.

Hauptkommissar Claudius Zorn ist eigensinnig, eigenbrötlerisch und arbeitet bereits seit 23 Jahren bei der Polizei. Für seine 43 Jahre sieht er noch ganz gut aus, doch das Alter fordert sein Tribut, denn der launische Polizist hat das Rauchen aufgegeben und etwas zugenommen.  Der 41-jährige Schröder wird wegen seines gedrungenen Aussehens oft unterschätzt und besucht seine Mutter, die in einem Seniorenstift lebt, täglich. Seit seinem Ausscheiden bei der Polizei hat er zuerst seinen Vater gepflegt und nun einen Gourmet-Laden namens "Chez Schröder" eröffnet. Zorn vermisst seinen ehemaligen Partner und besucht ihn fast täglich in seinem kleinen Geschäft.

Die gegensätzlichen Hauptpersonen Zorn & Schröder sind äußerst interessante und facettenreiche Charaktere mit vielen Macken, Ecken & Kanten. Man erfährt sehr viel über die Protagonisten, die eine beachtliche Weiterentwicklung gemacht haben. Auch die Nebenfiguren wie z.B. Zorns hübsche Freundin Malina, die für ein kroatisches Reisebüro arbeitet, Staatsanwältin Frieda Borck (die Chefin von Zorn und Schröder) und Schröders Mutter sind reizvolle Persönlichkeiten, die sich wunderbar in die Handlung einfügen.

In "Zorn - Wie sie töten" muss Zorn allein ermitteln, während Schröder sich dem Kochen in seinem Laden widmet und ich muss sagen, dass die Romanidee ansprechend umgesetzt wurde. Neben den Haupterzählern Zorn & Schröder werden die rasanten Geschehnisse zwischendurch von einigen Nebenfiguren (alle in der 3. Person) geschildert, zwischendurch enthält die Geschichte Dialoge (in kursiver Schrift).

"Zorn - Wie sie töten" ist für mich der emotionalste Band dieser Buchreihe und enthält unterschiedliche Erzählperspektiven, miteinander verknüpfende Handlungsstränge sowie unerwartete -manchmal leicht dramatische- Wendungen und Irrwege. Allerdings wird für meinen Geschmack zu früh verraten, wer der Täter ist, was der Geschichte ein klein wenig an Spannung nimmt. Für mich sind die Bücher dieser Buchreihe allerdings mehr Krimi als Thriller.

Stephan Ludwig hat eine Vorliebe für detaillierte Schilderungen, was das Lesevergnügen allerdings nicht schmälert - im Gegenteil: "Zorn - Wie sie töten" ist so packend, dass man nicht aufhören kann, bis man am Ende angelangt ist (hat bei mir nicht mal 4 Stunden gedauert). Obwohl das Ende abgeschlossen ist, bleibt Platz für eine weitere Fortsetzung.  Der Autor verwendet einen ganz speziellen Schreibstil, den man sofort erkennt und den ich -ebenso wie den trockenen Humor- gern mag. Die Wortgefechte zwischen Zorn und Schröder sehr amüsant und sind das Tüpfelchen auf dem i.


FAZIT: "Zorn - Wie sie töten" präsentiert dem Leser eine spannungsgeladene Geschichte mit einigen Wirrungen und Überraschungen, eigenwillige Charaktere und eine mitreißende, humorvolle Schreibweise. Trotz winziger Kleinigkeiten hat mich der 4. Band dieser Krimiserie wunderbar unterhalten und erhält deshalb von mir bescheidene 5 (von 5) Punkte.
[REZENSION]
 

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