Rezension: Zeitrausch – Spiel der Gegenwart von Kim Kestner (Die Zeitrausch-Trilogie #3)

Von Sheerisan @Sheerisan85

Spiel der Gegenwart


by Kim Kestner
Reihe: Die Zeitrausch-Trilogie #3
Verlag: Impress
Erscheinungstermin: December 4th 2014
Genres: Fiction, Future, Young Adult, Zeitreise
Seitenanzahl: 371
Format: eBook
Quelle: Rezensionsexemplar
Verlag
Goodreads

Durch die Zeiten geschickt, vor Millionen von Zuschauern bloßgestellt und von ihrer großen Liebe Kay getrennt: Top the Realities, die erfolgreichste Fernsehshow aller Zeiten, hat Alisons Leben bis in die Grundfesten erschüttert. Doch sie hat einen Plan, um der Show zu entkommen, und ihr Plan gelingt. Zusammen mit Kay kehrt sie nach langer Zeit in ihre Gegenwart zurück, in ihr Elternhaus mit dem Apfelbaum im Garten und dem nach Sägespännen duftenden Tischlerschuppen ihres Vaters. Endlich sind Kay und sie nicht nur zusammen, sondern auch in Sicherheit. Bis etwas Schreckliches passiert und Alison begreift, dass sie keine Wahl hat. Sie wird sich der Show stellen und sie für immer beenden müssen…


Warum wollte ich dieses Buch lesen?  

Nachdem der zweite Band für mein Gefühl besser wurde, konnte ich es kaum noch erwarten das große Ganze zu lesen. Ich wollte wissen wie die Geschichte endete. Kann es denn ein gutes Ende geben? Und wie werden sie es schaffen. Wenn die Zukunft schon bekannt und vorgeschrieben ist, wie kann es dann ein Happy Ende geben. Werden sie es schaffen Zeitreisen und Top The Realities zu verhindern? Es standen wirklich viele Fragen im Raum, die ich beantwortet wissen wollte. 

  Meine Gedanken zum Buch  

Die Zeitrausch-Trilogie und ich mussten sich wirklich erst einmal kennen lernen. Als ich damals mit dem ersten Band im März diesen Jahres anfing, haben mich ein paar Dinge gestört, die ihr gerne in der Rezension zum ersten Band nach lesen könnt. Im zweiten Band wurde es schon besser. Ich verstand die Geschichte besser, was nicht bedeutet, dass meine Probleme mit Alysson besser wurden. Ganz und gar nicht. wir beiden werde bis heute keine Freunde, aber Zeitrausch – Spiel der Gegenwart hat es geschafft mich am Ende doch noch sehr sehr positiv zu überraschen. Dabei lag es nicht daran, dass ich auf einmal meine Abneigung gegen Alysson verloren habe, ganz und gar nicht. Sie ist für mich immer noch der größte Störfaktor in dieser Geschichte, aber vielleicht kann ich sie auch nicht verstehen, weil ich nicht das erlebt habe was sie erleben musste. Manchmal fehlt einem vielleicht der Bezug dazu. Wie dem auch sei. Spiel der Gegenwart konnte mich auf Grund seiner Handlung begeistern. 

Die Handlung ist nämlich wirklich gemein zu uns. Immer wieder gab es Momente, an denen ich geglaubt habe: Ja, jajaja, jetzt haben sie es geschafft, jetzt gibt es das ersehnte Happy Ende. Das Problem dabei war nur, dass ich gerade einmal bei 30% des Buches war, als ich dieses Gefühl das erste Mal verspürte. Was sollte da jetzt noch kommen? Und dann kam der große Knall und alles wurde wieder durch einander gewirbelt. Ein kleiner Moment und Alyssons und meine Hoffnung auf Frieden und eine gemeinsame Zukunft mit Kay waren dahin. 

Das erging mir wirklich dreimal so, dass ich mich gefreut habe es würde nun alles wieder gut gehen und dann lies sich Kim Kestner immer wieder etwas neues einfallen, was mich schockiert hat. Auch wenn ich Alysson nicht mochte, so habe ich dennoch mitfiebern können und hatte an einigen Stellen wirklich Angst um sie und Kay. Ich möchte euch hier natürlich nicht die Spannung weg nehmen und euch zu viel verraten, aber wie das Thema Parrallelwelten und unterschiedliche Realitäten eingebaut wurde war schon genial und am Ende wissen wir auch, warum manche Dinge im zweiten Band so geschehen sind, wie sie geschehen sind. 

Sie brauchten nur zu warten und dann an ihren Knöpfen drehen. Blitz an, zielen, Donner, Falle zu, Maus tot … Aber noch bin ich es nicht. Noch lebe ich … Position 1738-40

An einigen Stellen musste ich mich zwar sammeln und etwas nachdenken, aber ich glaube das sollte in Buch auch einmal von uns verlangen. Ein bisschen Denksport. Was daher die Handlung an geht kann ich nur ein großes Lob aussprechen. 

Was allerdings die Charaktere anbelangt, so wird sich meine Meinung auch nicht ändern. Ich und Alysson werden keine Freundinnen und ich finde es eher schade, wenn sich Autoren mit ihren Charaktere Mühe geben, mit ihnen Leben und sie als richtige Person in der Schaffenszeit ansehen und dann kommt eine Leserin wie ich vorbei und kann sie nicht leiden. Ich denke das ist dann normaler Autorenalltag, aber wünschen tut sich das keiner. Leider blieb mir Kay in diesem Band auch etwas gleichgültig, da er für mich nicht mehr so viel an wichtigen Momenten hatte, denn Alysson ist jetzt die Starke, die die schon einiges mitgemacht hat und nach und nach den Sinn ihrer Handlungen versteht. Oft muss Kay nur bei ihr bleiben und den Sinn ihrer Taten verstehen. Dennoch wünscht sich jeder Frau einen Gentlemen als Mann ♥. 

Der Schreibstil war wie immer wirklich gut. Flüssig zu lesen und durch die vielen Wendungen sehr rasant. Was Kim Kestner hier sehr gut geschafft hat ist, dass ihre Protagonisten mehr Handeln, als dass sie uns Dinge beschreibt. Dadurch wird die Geschichte sehr lebendig und bleibt immer auf einem sehr hohen Aktionlevel. Das hat mir hier sehr gut gefallen und passte hervorragend zu dem dritten Band, der niemals ins Stocken geriet. 

Am Ende wollte ich zwar noch ein bisschen auf den Weltenaufbau eingehen, aber es ist schwer diesen zu erklären ohne in die Handlung einzugreifen und euch möglicherweise zu spoilern. Daher lasse ich diesen Punkt dieses Mal weg und kann euch nur sagen, dass es wirklich spannend wird und ich gespannt wird, wie ihr die Zeitparadoxen sehen werdet. Was wird euch am meisten begeistern. Vielleicht schreibt der eine oder andere mir ja nach dem Lesen wie es ihm mit der Zeitreise erging. 

  Abschliessend ist zu sagen, dass …  

Rasant, fulminant und vor allem aufregend und überraschend spannend. So präsentiert sich der letzte Band der Zeitrausch-Trilogie und zeigt mir, dass man manche Bücher wirklich als großes Ganzes sehen muss. Sicherlich bin ich immer noch nicht mit allem einverstanden, so bleibt mein einziger persönlicher Schwachpunkt nur noch Alysson, die ich immer noch nicht leiden kann und am liebsten mehr mals die F… poliert hätte solche Aggressionen hatte ich ihr gegenüber. Zum Glück kann man nicht in Bücher springen. Ansonsten bleibt mir nichts anderes übrig, als den Kritikern der ersten beiden Bände zu sagen: Gebt nicht auf. Lest auch noch den dritten Band und entscheidet dann wie es euch gefallen hat. Von mir erhält der dritte Band aus diesem Grund 4,5 Sterne. 

 

Die Reihe

  1. Zeitrausch – Spiel der Vergangeheit
  2. Zeitrausch – Spiel der Zukunft
  3. Zeitrausch – Spiel der Gegenwart 

Rating Report

Handlung

Charaktere

Schreibstil

Spannung

Genre

Overall: 4.5