Rezension: Wir beide, irgendwann

Rezension: Wir beide, irgendwann
“Wir beide, irgendwann” bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später. Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, bislang alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang…
Dafür lässt man Facebook gerne Facebook sein!
Mit „Wir beide, irgendwann“ haben die Autoren ein Buch geschaffen, was nicht nur der facebookbegeisterten Gesellschaft von heute ein Begriff sein sollte.
Es bringt den Leser vielmehr dazu, darüber nachzudenken, was man täte, wenn man Kenntnisse über die eigene Zukunft besäße.
Würde man wie verrückt versuchen, alle Ereignisse zu ändern? Würde man in das Leben anderer Menschen eingreifen wollen? Oder würde man den Dingen einfach ihren Lauf lassen?
Dass das Buch in einer Zeit spielt, wo die beliebte Plattform noch nicht mal erfunden war, macht die ganze Sache nur umso interessanter.
Besonders lustig fand ich Gedankengänge in der Art wie: Wer hat denn über 400 Freunde? Oder: Warum teilt man mit dem Rest der Welt seinen Mittagstisch, oder die eben ergatterte Parklücke?
Das regt natürlich zum Nachdenken an.
Aber können wir noch ohne diese kleinen Belanglosigkeiten?
Emma und Josh wechseln sich mit der Sicht auf die Dinge ab. Hier ist es natürlich einerseits reizvoll, abwechselnd in die Gedankenwelten eines Jungen und eines Mädchens abzusteigen. Andererseits bekommt man so eine vielfältigere Sicht auf die Dinge.
Es ist beruhigend, dass sich die Gefühle und Gedanken genauso authentisch in 2012 wie auch in 1996 einfügen. Ob mit oder ohne Facebook. Jugendliche Hormonschwankungen bleiben immer gleich…
Was wäre, wenn… Interessante Gedankengänge, die man vielleicht auch mal verfolgen sollte. Wer weiß, eventuell verändert sich durch eine klitzekleine Entscheidung schon unsere gesamte Zukunft…?!
In wenigen Stunden habe ich „Wir beide, irgendwann“ sehr liebgewonnen und war traurig, als es sich schließlich dem Ende näherte. Ich empfehle es wärmstens weiter – an Jugendliche und auch Erwachsene!
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