Rezension: Wenn ich tot bin - Karen Sander

Rezension: Wenn ich tot bin - Karen Sander

© Rowohlt

Wenn ich tot bin| Karen Sander |

Verlag: Rowohlt Verlag 2019

Seiten: 288 ISBN: 9783499291593

MEINE BEWERTUNG 

-Raffiniert, packend und fundiertVor zehn Jahren wurde die neunjährige Madelin entführt. Und plötzlich steht sie vor der Tür. Ihre Mutter kann es nicht glauben, dass sie die mittlerweile junge Frau in ihren Armen hält. Doch wenige Stunden später ist Madelin erneut abgängig, weil ihr ihr Entführer auf den Fersen ist.
"Wenn ich tot bin" ist ein herausragender Thriller, der viele Aspekte des Genres hochspannend vereint: Polizeiliche Ermittlungen, familiäre Bedrängnis, dunkle Geheimnisse, und eine Handlung, bei der man den Atem anhält.

Der Thriller beginnt rasant, denn sofort steht Madelin vor der Tür. Mutter Susan ist fassungslos, weil sie mit ihrer Rückkehr tatsächlich nicht mehr gerechnet hat. Vor zehn Jahren ist das neunjährige Mädchen verschwunden und jeder hat an ihren Tod geglaubt. Rasch wird die Polizei gerufen, Madelin ins Wohnzimmer gesetzt, die neue Schwester stellt man ihr vor - und schon ist das Wunder vorbei. Sie verschwindet erneut von der Bildfläche, und diesmal wird sie von ihrem Peiniger gejagt.

Den temporeichen Einstieg in die Story fand ich brillant. Ganz am Anfang fürchtete ich, dass es ein etwas typischer, vielleicht zu eintöniger, Thriller ist. Auf einmal ist Madelin daheim, die Polizei ist alarmiert und die Mutter in einen traumähnlichen Glückszustand versetzt. In dem Moment dachte ich, dass schon jetzt die Luft raus sei, bis es kurz darauf zur ersten Überraschung von vielen kam.

Von einem Augenblick auf den anderen ist Madelin wieder weg. Das Rätselraten nimmt seinen Anfang, das Blut klebt in der Küche, und Mutter Susan sieht dem Nervenzusammenbruch ins Gesicht. Diese erste Überraschung ist maßgeblich für den weiteren Verlauf, weil die Autorin etliche verblüffende Wenden aus den Ärmeln zieht. 

Dazu nimmt der Leser verschiedene Perspektiven ein. Sei es das Entführungsopfer selbst, dessen Mutter oder Ermittler der Polizei, die unterschiedlichen Blickwinkel führen zu einem fesselnden Wirrspiel, das durchgehend die Spannung hält.

Denn es weiß keiner der Beteiligten - egal ob ich als Leser, Madelins Familie, sie selbst oder die Polizei - woran man jetzt ist. Die Unterscheidung zwischen Freund und Feind ist nicht möglich. Die Rekonstruktion der Ereignisse von damals oder heute undurchführbar. Die Autorin bedient sich zahlreicher Finten, erzählerischer Winkel und einer unabsehbaren Herangehensweise, die die gesamte Handlung eindrucksvoll in Szene setzt. 

Bemerkenswert ist überhaupt, dass Karen Sander zielsicher die Mitte trifft. Es ist an keiner Stelle zu üppig oder zu wenig. Trotz der spektakulären Konstruktion wirkt es nicht eine Sekunde lang überkonstruiert, und im Schlussteil setzt die Autorin souverän zur Landung an, ohne dabei an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Meiner Meinung nach kann ein Buch dieses Genres kaum besser eingefädelt sein. Die Handlung dargestellt durch Sanders erzählerischer Raffinesse macht aus „Wenn ich tot bin“ einen erstaunlich packenden und fundierten Thriller, der garantiert viele Leser begeistern wird.

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