Rezension: Wen küss ich und wenn ja, wie viele?

 


Maya Andeck – Wen küss ich und wenn ja, wie viele?


Rezension: Wen küss ich und wenn ja, wie viele?
“Wen küss ich und wenn ja, wie viele?” bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Lilia hat es satt! Die Jungs in ihrer Klasse nehmen sie überhaupt nicht wahr. Das muss sich ändern, beschließt sie an ihrem 16. Geburtstag. »Das Balzverhalten im Tierreich« – so lautet das Thema ihres Bio-Referats. Und weil der Mensch auch nur ein haarloses Tier ist, wendet Lilia ihr neues Wissen einfach auf die Gattung Homo sapiens an. Was folgt, ist ein wahres Liebeschaos…
Genauso turbulent und verspielt, wie das Cover verspricht!
Dieses Büchlein ist mit seiner geringen Seitenstärke die perfekte Begleitung für einen einsamen Nachmittag. Ich habe selbst leider nur wenig Zeit mit Lilia verbracht, weil die Schrift einfach zu groß ist… Ich war schon ein wenig traurig, als das Ende so überraschend kam und in gewissem Sinne hat Mara Andeck einen guten Übergang für geplanten Folgebücher geschaffen, denn sie war so klug, ihre letzten Karten nicht auszuspielen.
Die Geschichte ist in Tagebuchform verfasst, unterbrochen von dem Briefwechsel zweier Jungs. Das ist interessant gemacht, weil man so einen Einblick in weibliche und männliche Gefühlswelten gleichermaßen bekommt. Das, was man sich als Mädchen in dem Alter vielleicht selber wünscht, ist hier quasi Realität, sodass man sich selbst so seine Gedanken machen kann.
Der Stil von Mara Andeck liest sich flüssig und ist ganz dem Charakter eines Tagebuches treu geblieben. Wenige, ausgeschmückte Details und der Hauptfokus liegt auf den Gefühlen. Manchmal fehlte mir da ein bisschen mehr, aber es eignet sich natürlich wunderbar, um mit Lilia gemeinsam zu schwärmen.
Sehr chaotisch und sehr authentisch, hat mich Mara Andecks Debüt überzeugt, auch weil ich oft herzhaft lachen musste. Lilias Gedankengänge waren einfach unglaublich unterhaltsam.
Der locker-leichte Einblick in die Gedanken des jungen Mädchens ist mit lustigen und passenden Zeichnungen am Rand immer wieder ausgeschmückt und humorvoll verstärkt.
Etwas gestört hat mich teilweise die extreme Lautmalerei. Also es ist genauso aufgeschrieben, wie man es spricht. Wobei es in einem Tagebuch zu erwarten und akzeptabel ist.
Ich vergebe 4,5 Punkte für diesen unterhaltsamen Einstieg in das Leben von Lilia und bin schon auf die Fortsetzung gespannt.
Das Alter der Zielgruppe (13 – 16 Jahre) finde ich unbedingt empfehlenswert. Ältere LeserInnen müssen sich eventuell erst mit dem Stil anfreunden – das muss aber jeder für sich selbst entscheiden.
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