[Rezension] Was geschah mit Mara Dyer? von Michelle Hodkin

[Rezension] Was geschah mit Mara Dyer? von Michelle HodkinInformationen zum Buch
Verlag:dtv
Erstausgabe (D): 2013Seitenzahl: 480Ausgabe: BroschiertOriginaltitel:The Unbecoming of Mara DyerOriginalausgabe: 2012ISBN-10: 3423715367
ISBN-13: 978-3423715362
Autor: Michelle HodkinÜbersetzer: Bettina MünchKaufen: | Amazon | Thalia | dtv |

Erster Satz: Ich heiße nicht wirklich Mara Dyer, aber meine Anwältin meinte, ich müsse mir einen Namen zulegen, ein Pseudonym.

KlappentextAls Mara aus einem mehrtägigen Koma erwacht, erfährt sie, dass über ihr ein altes verlassenes Haus zusammengestürzt ist. Ihre beiden Freundinnen konnten nur tot geborgen werden, die Leiche ihres Freundes Jude wurde nicht gefunden. Mara hat keine Erinnerung an jene Nacht und begreift nicht, warum sie die Katastrophe als Einzige überlebt hat. Seit dem Unglück hat sie Albträume und Visionen – immer wieder sieht sie ihre toten Freunde, bis sie nicht mehr weiß, was Realität ist und was Einbildung. Als sich die mysteriösen Todesfälle in ihrer unmittelbaren Nähe mehren, sucht sie Hilfe bei ihrem Mitschüler Noah. Doch der hat ein eigenes dunkles Geheimnis...


Habt ihr euch schon einmal auf den ersten Blick verliebt? Gut, zugegeben: Bei Büchern passiert mir das oft, aber bei Mara Dyer war es anders. Ich habe das Buch in den Händen gehalten, das Cover betrachtet, den Klappentext gelesen und sofort war es um mich geschehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich kein anders Ziel mehr vor Augen, als mich von der Geschichte gefangen nehmen zu lassen. Leider hielt diese Liebe nur kurz an.Wo sind die guten Urban-Fantasy-Romane geblieben? Angepriesen wurde der Inhalt mit: So packend wie Blair Witch Project und ich habe mich auf eine wirklich gute, paranormale Horrorgeschichte eingestellt. Nurhatte dieses Buch nicht mal annähernd Ähnlichkeiten mit dem packenden Gruselschocker. Oft habe ich mich gefragt: Wie kommt man bitte -verdammt noch mal- auf diesen Vergleich? Es gibt keinerlei Parallelen. Es war einfach nur ein Buch unter vielen. Lockt es anfangs noch mit einigen Gruselelementen, so wird es nach und nach zu einer gewöhnlichen, leicht abgedrehten Teenie-High-School-Story. Eine weitere Frage brannte sich im Verlauf des Buches in mein Hirn: Wo sind all die Bad Boys hin, die dir den Atem rauben,  dich alles andere vergessen lassen, mit denen man durchbrennen und das alte Leben hinter sich lassen will? Diejenigen, die nicht lächerlich und unglaubwürdig rüberkommen. Als Noah auf der Bildfläche erschienen ist,  war ich zunächst total verwirrt, denn ich bin nicht von einer Liebesgeschichte ausgegangen. Zu Anfang war ich noch positiv überrascht, doch das änderte sich schnell,  nachdem Noah zum Mittelpunkt der Handlung wurde. Gut, über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, aber seit wann sind schlaksige, magere und sexistische Männer zu einem Schönheitsideal geworden? Macht die weibliche Jugend wirklich den Eindruck, von so einem Kerl benutzt werden zu wollen? "Noahgehtnicht mit Mädchen. Er fickt sie [...]" (S. 127)Ich war wirklich geschockt und habe diesen Satz mehr als einmal lesen müssen. Vielleicht wäre alles noch zu verzeihen gewesen, wenn die Entwicklung der Liebesgeschichte noch interessant gewesen wäre. Leider war diese ebenso wenig packend wie der Rest des Buches. Da ich im Vorfeld bereits einige Rezensionen gelesen habe, habe ich natürlich auf das grandiose und alles-wieder-gutmachende Ende gewartet. Der Spannungsmoment kam und war genauso schnell wieder  vorbei. Ich habe mir tatsächlich gedacht: Darauf hast du jetzt das ganze Buch gewartet?Es war ernüchternd. Furchtbar ernüchternd. Statt einer  alles veränderten oder schockierenden Auflösung scheinen alle Parteien das Schicksal das ihnen zuteilwurde, hinzunehmen. Ich habe das Buch beendet und noch lange darüber nachgedacht, wie man so viel Potenzial verschenken konnte. Haben sich nicht viele darüber aufgeregt, dass die Fortsetzung nicht ins Deutsche übersetzt wurde? Ich kann dies nun voll und ganz nachvollziehen.Fazit:Ein Buch mit einer interessanten Geschichte aber schlechter Umsetzung. Einzig die wenigen Gruselmomente haben das Buch an manchen Stellen retten können, welches von den Rückblenden aus Maras Vergangenheit lebt. Wären diese nicht vorhanden, wüsste ich nicht einmal, ob ich das Buch bis zum Ende gelesen hätte. Leider konnten mich die Charaktere ebenso wenig überzeugen. Sie blieben unglaubwürdig und wirkten stellenweise sogar lächerlich.

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