♡ Rezension: Von wegen Liebe von Kody Keplinger ♡

Von Marciafliegt @Marciafliegt




Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: cbt (11. Februar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570308391
  • ISBN-13: 978-3570308394
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
  • Originaltitel: The Duff


Das hat Bianca gerade noch gefehlt. Der eingebildete Wesley, dem alle Mädchen an ihrer Schule zu Füßen liegen, spricht sie an. Und hat die Stirn, ihr rundheraus zu sagen, dass er das nur tut, um an ihre hübsche Freundin ranzukommen. Schneller, als er denken kann, hat er ihre Cola im Gesicht. Auf so jemand fällt Bianca nicht rein. Aber als zu Hause alles schief geht, lässt sie sich doch mit ihm ein. Heimlich und völlig unverbindlich, versteht sich. Mit Liebe hat das nichts zu tun. Oder?
Es war echt immer dasselbe.

Das Buch habe ich schon so lange im Auge gehabt. Als ich es das erste mal in der Vorschau gesehen habe, wusste ich gleich, dass ich das Buch einfach lesen muss. Vor allem, weil es die gleiche Aufmachung hat, wie die Bücher von Simone Elkeles und ich die ja wirklich total genial finde. Ich bin so glücklich, dass mir der cbt Verlag das Buch zur Verfügung gestellt hat. Deswegen habe ich es dann auch gleich angefangen zu lesen, als es bei mir eingetroffen ist... Die Geschichte hat mir ja schon von Anfang an zu gesagt. Ich fand, dass sich die Idee hinter der Geschichte nicht wirklich originell, aber total schön und romantisch angehört hat. Eben eine richtige Geschichte zum Träumen. In der Geschichte geht es um Bianca. Bianca lebt mir ihrem Vater alleine, weil ihre Mutter durchs Land reißt. Ihre besten Freundinnen Casey und Jess sind echte Schönheiten im Gegensatz zu ihr, aber das ist ihr noch nie so aufgefallen bis der "Schulplayboy" Wesley sie probiert anzuflirten, ihr aber gleich darauf klar macht, dass er nur nett zu ihr ist, um an eine ihrer beiden "sexy" Freundinnen ranzukommen und er in ihren Augen nur eine "DUFF" ist, das ist die Abkürzung für "Die unattraktive fette Freundin". Danach merkt sie eben, dass das der Wahrheit entsprechen könnte, aber natürlich lässt sie Wesley trotzdem nicht so davonkommen und schwupps hat er ihre Cherry Coke im Gesicht. Aber als sich die Lage in Biancas Familie zuspitzt und sie echte Probleme zu Hause hat, lässt sie sich auf Wesley ein und das natürlich nur um sich von dem Stress zu Hause abzulenken und nicht etwa, weil das Liebe ist, oder ? Ich war von der Geschichte vom ersten Augenblick an überzeugt, weil sie zwar klischeemäßig, aber dann auch irgendwie besonders war. Ich habe mir von Anfang an schon gedacht, wie die Geschichte ausgeht, aber dazwischen sind so viele "ablenkende" Dinge passiert, dass ich echt nicht mehr wusste wie sie enden würde. Ich war so gefesselt und wollte einfach unbedingt wissen, wie es mit Bianca und Wesley weitergeht. Die Geschichte ist definitiv nicht so romantisch, wie ich mir anfangs gedacht habe, aber man merkt, dass sich da eine zarte Liebe entwickelt, die aber irgendwie sehr zerbrechlich wirkt. Diese Geschichte ist definitiv nicht eine typische Liebesgeschichte, aber das macht diese Geschichte gerade aus. Ich habe zwischendurch die Geschichte echt mit den Büchern von Sarah Dessen verglichen und da kann dieses Buch wirklich mithalten. Die Geschichte ist nämlich schön, aber auch an einigen Stellen traurig, dramatisch, aber auch genauso romantisch. Vor allem aber ist sie spannend und das nicht, weil da so viel passiert sondern weil so viel Unerwartetes passiert und, weil man einfach wissen muss wie es weitergeht. Ich konnte das Buch wirklich nicht aus den Händen legen, weil mich die Geschichte einfach nicht losgelassen hat. Ich hatte jedes Mal das Gefühl, als ich das Buch weggelegt habe, dass genau auf den nächsten Seiten etwas ganz grandioses passiert und ich das ja unbedingt noch weiterlesen muss. Das Buch hat mir echt eine schlaflose Nacht bereitet, weil ich unbedingt weiterlesen wollte es aber nicht gemacht habe, weil ich am nächsten Tag so früh aufstehen musste. Die Geschichte kann ich wirklich nur allen Fans von den Simone Elkeles Büchern und Sarah Dessen Büchern ans Herz legen und auch allen Mädchen (Jungs wird die Geschichte höchstwahrscheinlich nicht wirklich zu sagen), die gerne etwas andere Liebesgeschichten lesen. Liebesgeschichten, die sie zum Lachen und zum Weinen bringen und wo man jeden Moment erwartet, dass etwas ganz besonderes oder grandioses passiert.  Die Charaktere haben mir von Anfang an zugesagt und das hier ist wirklich mal wieder seit langer Zeit das erste Buch, von dem ich behaupten kann, dass mir wirklich alle Charaktere gefallen haben. Sonst gab es immer irgendwelche Charaktere mit denen ich nicht wirklich warm geworden sind oder die mir einfach von Anfang an total unsympathisch waren. Bianca ist die Protagonistin der Geschichte. Sie ist nicht unbedingt das typische Mädchen, denn sie hält gar nichts von High School Beziehungen oder Ähnlichem. Sie ist halt einfach der Meinung, dass die meisten Teenager das Wort "Liebe" viel zu früh in den Mund nehmen. Sie hat zu Hause wirklich viele Probleme, da ihre Mutter quer durchs Land reißt damit sie ihrem Vater aus dem Weg gehen kann und die Ehe der beiden wirklich kaputt ist, auch wenn sich das beide nicht eingestehen wollen. Ihr Vater ist außerdem trockener Alkoholiker. Da kann man sich vorstellen, dass ihr Leben nicht ganz so rosig ist. Außerdem hat sie öfter Komplexe was ihr Aussehen angeht, da sie sich zu dick und zu häßlich findet. Ich mochte sie wirklich von Anfang an, weil ich mich sofort mit ihr identifizieren kann. Ich denke, dass sich so ziemlich jedes "normale" Mädchen mir ihr identifizieren kann, denn wenn wir mal ehrlich sind, haben wir doch alle unsere großen oder kleinen Komplexe. An Bianca hat mir besonders gut gefallen, dass sie nicht perfekt ist und, dass sie sich auch nicht für "Mrs Universe" hält und jeder Typ auf sie steht und sie sich praktisch nur einen aussuchen muss, da es meistens im echten Leben nicht so läuft und es sie viel sympathischer macht, dass sie eben nicht perfekt ist, denn "nobody is perfect". Sie ist einfach liebenswert und das eben gerade, weil sie nicht perfekt ist und auch irgendwie ein bisschen anders ist. Sie ist in der "Dreier-Freundschaft" eher so die Außenseiterin, so sieht sie es auf jeden Fall. Ich fand es teilweise echt verblüffend wie authentisch sie auf die Probleme in der Familie reagiert hat, denn es ist nämlich eher unrealistisch, dass dann die betroffenden Leute gleich zur nächstbesten Person rennen und der ihr Leid klagen.Ich mochte einfach Biancas Art, da sie manchmal echt ein bisschen zynisch sein kann, aber man sofort gemerkt hat, dass sie eigentlich so lieb und nett ist. Sie passt einfach perfekt zu der Geschichte und ich habe sie echt in mein Herz geschlossen, weil ich mich eben so sehr mit ihr identifizieren konnte. Wesley ist der "Schul Playboy". Man hat das Gefühl, dass er mit jedem Mädchen in die Kiste springt, das nicht bei drei auf den Bäumen ist und mit dieser Tour ist er natürlich auch noch erfolgreich und fühlt sich wie der Obermacker. Dem nach ist er auch ziemlich von sich selbst überzeugt und anfangs hätte ich ihn manchmal echt in die Tonne kloppen können, weil er mich einfach mit seiner eingebildeten Art echt genervt hat, aber nach und nach habe ich gemerkt, dass hinter dem Jungen, der sich für den "Ge*ilsten" hält, auch nur ein Junge steckt, der viele Probleme hat. Irgendwann war mir Wesley so sympathisch, dass ich am liebsten an jede Hauswand "Wesley" gesprüht hätte. Auch wenn er erst nicht so wirkt, aber er ist total sensibel und einfühlsam und ist für die Menschen da, die er liebt. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich die ganze Zeit über irgendwie gar nicht glauben können, dass er wirklich so ein Playboy sein soll, denn er war für mich fast immer so "der Ritter in der silbernen Rüstung". Casey ist Biancas beste Freundin und sie muss echt hammermäßig aussehen. Sie ist immer für Bianca da und möchte immer, dass Bianca ihr immer erzählt, wie es ihr gerade geht. Leider ist sie manchmal auch ziemlich eifersüchtig. Sie und Bianca sind schon Freundinnen seit dem Kindergarten. Casey mochte ich vom ersten Augenblick an, weil sie eine so gute Freundin ist, auch wenn sie manchmal ganz schön eifersüchtig sein kann. Sie ist immer aufrichtig und würde für Bianca alles tun. Sie ist total sympathisch und liebenswert und gar nicht eingebildet, wie man anfangs vielleicht denken könnte. Jess ist Biancas andere Freundin. Sie wurde von Bianca und Casey "gerettet" und ist seit dem mit dem beiden immer zusammen. Ich finde, dass man im Laufe der Geschichte eher weniger von ihr kennenlernt, was ich ehrlich gesagt ziemlich schade finde. Ich weiß eigentlich nur, dass sie einen großen Bruder hat und, dass sie früher auch mal eine "DUFF" war. Trotzdem war sie mir wirklich sympathisch und ich mochte sie wirklich gerne. 
Der Schreibstil passt wirklich sehr gut zu der Geschichte und zu Bianca selbst. Das Buch ist aus der Sicht von Bianca geschrieben, also aus der personellen Ich-Erzähler Sicht. So hat man Bianca von Anfang an besser kennengelernt und konnte ihre Handlungen viel besser nachvollziehen, weil man eben ihre Beweggründe über ihre Gedanken und Gefühle erfahren hat. Ich finde, dass das Buch wirklich sehr schön geschrieben ist. Irgendwie romantisch, aber auch sehr sensibel. Ich weiß gar nicht so genau, wie ich das erklären soll. Ich fand einfach, dass der Schreibstil sehr gut zu der Geschichte gepasst hat und vor allem auch sehr gut zu Bianca selbst gepasst hat, da ich wirklich das Gefühl hatte, dass Bianca so denken/sprechen würde. 
Der Titel passt wirklich sehr gut, auch wenn mir der Originaltitel "The Duff" auch sehr gut gefällt. Ich kann euch gar nicht sagen welcher Titel mir besser gefällt, da der Originaltitel perfekt zu dem Inhalt des Buches passt, aber überhaupt nicht auf eine Liebesgeschichte schließen lässt und der deutsche Titel einen, eine Liebesgeschichte erwarten lässt, aber nicht wirklich viel vom Inhalt preisgibt. Ich hätte, glaube gerne einen Mix aus beiden Titeln. Trotzdem finde ich den deutschen Titel wirklich sehr gelungen, denn er passt auch sehr gut zur Geschichte, da Bianca ja meint, dass das zwischen ihr und Wesley auf gar keinen Fall Liebe sein kann. Ich finde den Titel einfach sehr, sehr schön gewählt und will jetzt auch gar nicht mehr weiter rummeckern oder vergleichen, weil er einfach passt.
Das Cover finde ich wirklich wunderschön, auch wenn es auf eine super schnulzige Liebesgeschichte schließen lässt und ziemlich "oberflächlich" ist, finde ich es einfach nur total gelungen. Ich glaube, ich muss mal erklären was ich mit "oberflächlich" meine. Also das Cover sagt nicht wirklich was vom Inhalt aus, es ist halt einfach universell auf verschiedene Liebesgeschichten anwendbar, da kein Gegenstand das speziell in dem Buch vorkommt, darauf abgebildet ist. Trotzdem passt es irgendwie zu der Geschichte. Ich habe mir schon ausgemalt, was diese Wand dahinter darstellen könnte. Vielleicht soll das die Wand in der Schule sein. Auf jeden Fall finde ich es sehr gut, dass die Gesichter der beiden Personen im Schatten liegen und einem so noch Fantasie bleibt, um sich die beiden vorzustellen. Ich finde, dass das Cover einfach sehr gut passt, auch wenn es nichts besonderes ist. Interessant finde ich auch, dass das Buch im Stil der Bücher von Simone Elkeles designed wurde, da ich das Buch wirklich selbst auch mit den Büchern von ihr verglichen habe. 

"Von wegen Liebe" von Kody Keplinger konnte mich vom ersten Moment an überzeugen, weil die Geschichte nicht das ist, was man erst denkt, aber dann doch viel mehr ist, als man erwartet hat. Ich kann überhaupt nichts schlechtes über das Buch sagen, weil es mich vollkommen begeistert hat, ob es jetzt die Geschichte, die Charaktere, der Schreibstil, der Titel oder das Cover ist. Ich kann das Buch wirklich nur wärmstens weiterempfehlen.

Vielen herzlichen Dank an den cbt Verlag für die Bereitstellung von diesem wundervollen Buch.