[Rezension] Totenmädchen von Mary Hooper

totenmädchen mary hooper

Mary Hooper: Totenmädchen

Cbj, April 2011

Taschenbuch

320 Seiten

ISBN: 3570400727

Preis: 7,99€

 

 

 

Klappentext:

Oxford, im Jahre 1650: Namhafte Mediziner und junge Studenten versammeln sich im Haus des Apothekers Clarke, um der Sezierung einer Leiche beizuwohnen. Die Tote ist die sechzehnjährige Anne Green, die wegen Kindstötung zum Tod am Strang verurteilt und gehängt worden ist. In Wahrheit wurde Anne Green vom Neffen ihres Dienstherren verführt und dann sitzengelassen – doch die Wahrheit hatte vor Gericht niemand hören wollen. Stunden nach Annes Tod ist der junge Student Robert der erste, der es wahrnimmt: Anne Greens Augenlider flattern. Sollte das Mädchen, das noch auf dem Schafott seine Unschuld beteuert hatte, den Strang überlebt haben?


Meinung:

Ohne großes Vorgeplänkel versetzt die Autorin den Leser zurück ins Jahr 1650 und schafft von Anfang an die richtige Atmosphäre für die folgende Geschichte. Ihr Schreibstil ist sehr einfach und leicht, was mir gut gefallen hat. Schnell zogen zu den Beschreibungen der Autorin die passenden Bilder an meinem inneren Auge vorbei. Somit habe ich recht schnell ein Gefühl für das Geschehen bekommen.

In Rückblenden berichtet Anne aus ihrem Leben und erzählt, wie es dazu gekommen ist dass sie zum Tod am Strang verurteilt worden ist. Dieser Part lässt sich nett und leicht lesen, baut jedoch nicht wirklich Spannung auf. Dies liegt daran, dass ich nach wenigen Seiten wusste, was geschehen ist. So eine Geschichte hat man einfach schon zu häufig gehört.
Unterbrochen werden die Rückblenden von Erzählungen des Studenten Robert, welcher der Sezierung beiwohnt. Gemeinsam mit ihm wird man Zeuge des ersten flattern von Annes Augenliedern und es ist interessant, das weitere Geschehen zu beobachten. Sehr gut gefallen haben mir auch die Einblicke in die damaligen Grenzen und Möglichkeiten der Medizin.

Die Charaktere sind recht stereotyp, was nicht gerade zur Spannung beiträgt. Aber dennoch sind sie gut gestaltet und gehen in die Tiefe. Besonders Robert war mir sympathisch und ich habe seine Parts sehr gerne gelesen.

Sehr gespannt war ich auf das Ende der Geschichte. Und obwohl es genauso vorhersehbar war wie der Rest der Geschichte hat es mir gut gefallen. Dies lag sicherlich auch daran, dass mir die Protagonisten so gut gefallen haben, dass ich einfach wollte dass die Geschichte so endet, wie sie endet.

Sehr interessant fand ich das Nachwort der Autorin. Es empfiehlt sich, dieses auch wirklich zum Schluss zu lesen, denn sie verrät davon so viel von der Geschichte, dass man diese sonst schon gar nicht mehr zu lesen braucht.

Fazit:

Totenmädchen von Mary Hooper ist eine nette historische Geschichte, welche zwar sehr vorhersehbar und ohne große Spannung verläuft, sich dennoch angenehm lesen lässt. Wer sich für die Geschichte, welche übrigens auf realen Geschehnissen beruht, interessiert, wird mit dem Buch schöne Lesemomente verbringen können. Auch für Einsteiger in das Genre der historischen Romane kann ich mir das Buch gut vorstellen.

3tapsen

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