Auf dieses Buch bin ich erst durch seine Fortsetzung aufmerksam geworden. So musste ich natürlich sofort den ersten Teil lesen und wurde von Callie und der Body Bank nur so zwischen die Buchdeckel gesogen.
Originaltitel: Inferno
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Die Body Bank, ein mysteriöses wissenschaftliches Institut, bietet Callie eine einzigartige Möglichkeit, an Geld zu kommen: Sie lässt ihr Bewusstsein ausschalten, während eine reiche Mieterin die Kontrolle über ihren Körper übernimmt. Aber Callie erwacht früher als geplant, in einem fremden Leben. Sie bewohnt plötzlich eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Doch bald findet sie heraus, dass ihr Körper nur zu einem Zweck gemietet wurde - um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss ...
Die Handlung des Buches ist durch den Kurzinhalt wirklich treffend zusammengefasst. Man hat einen guten Eindruck, was einen erwartet und worauf man sich einstellen kann. Hiermit also ein Lob an den Texter!"Starters" wird aus der Sicht der jungen Callie erzählt, die sich nach dem Krieg und dem Verlust der Eltern mit ihrem kleinen Bruder auf der Straße durchkämpfen muss. Um an Geld für den Aufbau eines neuen Lebens zu kommen, gerät Callie eben an jene Body Bank. Die Idee, seinen Körper an sogenannte Mieter zu verleihen, hat mir schon beim ersten Lesen einen Schauer über den Rücken gejagt. Jemand Fremdes steckt im eigenen Körper und das eigene Ich liegt währenddessen wie ausgeschaltet zur Wiederabholung bereit. Callie ist definitiv eine mutige Figur, die diesen Schritt wagt. Jedoch stellt sie schnell fest, dass etwas nicht so läuft, wie es sollte.
Im Laufe der Handlung trifft Callie auf den charmanten Blake, der anscheinend um jeden Preis eine enge Beziehung zu ihr aufbauen will. Zwar kommen sich die beiden auch näher, allerdings muss ich sagen, dass mir jegliche Tiefe in den Passagen der jungen Liebesgeschichte zwischen den beiden gefehlt hat. Auch sind Callie und Blake von jetzt auf gleich sehr eng miteinander; aufgrund der fehlenden Schilderung der Emotionen der beiden wollte sich für mich nicht wirklich eine Glaubwürdigkeit einstellen. Die Annäherung der beiden Figuren hätte vielleicht behutsamer umgesetzt werden können.
Das Erzähltempo ist verhältnismäßig schnell und so hat es zeitweise den Eindruck gemacht, dass Lissa Price den Fokus handlungsorientiert gesetzt hat. Daran mag es vielleicht auch liegen, dass stellenweise die Liebe zum Detail ein wenig fehlt.Ansonsten ist der Stil eher schnörkellos und lässt sich leicht und flüssig lesen. Ich hatte das Gefühl, dass ich nur so durch die Geschichte fliege, auch weil die Autorin es versteht, Cliffhanger gezielt einzubauen und somit die Spannung zu halten. Man MUSS einfach weiterlesen, um zu erfahren, ob Callie den Kampf gegen die Body Bank gewinnt. Denn darauf läuft es schließlich hinaus. Jedoch soll an dieser Stelle nicht zu viel verraten werden. Nur, dass man niemandem trauen sollte. Am wenigsten sich selbst. Was auch immer das bedeuten mag?! Ihr werdet es herausfinden...
Meiner Meinung nach hätte an einigen Stellen eine detaillierte Schilderung oder einfach die Tiefe in Sachen Emotionen ein wenig ausgeprägter sein können. Nichts desto trotz hat mich "Starters" überaus gut gefallen und erhält demnach 4 von 5 Lesezeichen von mir.
Lissa Price
Quelle: Paul Gregory Photography
Interview mit Lissa Price zu Starters
Leseprobe zu Starters
Homepage von Lissa Price