Rezension: Stargazer

Rezension: StargazerAutorin: Claudia GrayTitel: Stargazer. An Evernight Novel.Verlag: Harper TeenISBN: 978 0 06 1284465Rezension zum ersten Band: Evernight.Leseprobe
Im zweiten Band der Reihe um Bianca und Lucas nimmt Bianca große Gefahren auf sich, um ihn wiedersehen zu können. Sie hintergeht ihre Lehrer und ihre Eltern, um das Gelände der Academy unbemerkt verlassen zu können und bekommt dabei Hilfe von dem Vampir Balthasar. Während Bianca Pläne schmiedet, wann sie Lucas wiedertreffen kann wird ihre Schule von unheimlichen Geistern heimgesucht. Außerdem versucht sie herauszufinden, wieso die Schulleitung plötzlich Menschen aufnimmt. Als die Gefahr, die von den Geistern ausgeht, ins Unermessliche steigt, entdeckt Bianca ein unglaubliches Geheimnis aus ihrer Vergangenheit. Ihr Vertrauen in ihr gewohntes Umfeld wird dauerhaft erschüttert. Sie zweifelt an ihrem Schicksal als Vampirin. Während einem schrecklichen Kampf in der Evernight Academy muss sie sich für eine Seite entscheiden.
In "Stargazer" ist die Figur der Bianca um einiges unabhängiger und selbstsicherer geworden. Außerdem kommt ihre vampirische Seite immer öfter zum Vorschein. Der Vampir Balthazar nimmt nicht mehr nur eine Nebenrolle ein. Er ist aufopferungsvoll und hilft Bianca (wenn auch nicht immer ganz selbstlos) wo er kann. Aber natürlich ist er kein Ersatz für den leidenschaftlichen Lucas. Man fiebert regelrecht mit, wenn Bianca auf ein erneutes geheimes Treffen wartet. Auch wenn diese Treffen nie eine unbeschwerte Stimmung aufkommen lassen, hofft man doch, dass Bianca und Lucas wieder zueinander finden.
Die Figur der Charity ist sehr interessant und bringt Abwechslung mit einer Prise abgrundtiefer Bösartigkeit in die Geschichte ein.
Das Auftauchen einer neuen Spezies kommt recht unerwartet und man weiß diese Geister nicht so recht in die Handlung einzuordnen. Genauso ist es mit den Gründen für das Aufnehmen von Menschen. Die Verwirrung macht die ganze Sache sehr spannend und auch die Action kommt nicht zu kurz.
Das Ende erfolgt etwas abrupt und lässt viele Fragen offen. Das Bianca plötzlich tagelang ohne Blut auskommt, nachdem sie vorher Schwierigkeiten hatte, ihren Durst vor ihrer menschlichen Mitbewohnerin zu verstecken, erscheint mir etwas unlogisch.
Ein spannendes, kurzweiliges Buch über eine junge Vampiranwärterin, die noch gar nicht weiß, ob sie überhaupt eine Vampirin werden will.

♥♥♥♥

4 von 5 Punkten