Rezension | Spooky Little Girl

Rezension | Spooky Little GirlDaten:
  • Seiten: 352
  • Autor: Laurie Notaro
  • Verlag: Blanvalet Verlag (25. Juli 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764503858
  • Preis: Ca. 12,99€

Inhalt:Von allen guten Geistern verlassen?
Lucy hat nach der geplatzten Hochzeit mit ihrem Verlobten Martin wirklich eine Pechsträhne: Sie läuft vor einen Bus – und erwacht im näheren Jenseits. Und zwar in einer Geisterschule, wo unglücklich Verstorbene lernen, was es heißt, etwas spooky zu sein. Wie wird man eine erfolgreiche Seele und erfüllt seine letzte Mission? Lucy gibt sich alle Mühe, ein guter Geist zu sein, denn ansonsten müsste sie die Ewigkeit in ihrem alten Zuhause verbringen. Wo ihr (Ex-)Verlobter offensichtlich bereits nach einem Ersatz für sie sucht. Himmel, was ist eigentlich mit ihrem Leben passiert? Und warum, zum Teufel, scheint sie trotz ihres tragischen Unfalls eigentlich niemand zu vermissen?
Ein Himmelfahrtsroman zum Lachen, Weinen und Verlieben! (Quelle)

Meinung:
Zuerst möchte ich euch den witzigen Trailer zu diesem Buch präsentieren:

Mich hatte der Klappentext sofort angefixt und ich war sehr überrascht, dass diesem Buch nicht mehr Aufmerksamkeit zuteil wurde, da es schon ein Weilchen auf dem Markt ist, ich aber auf Lovelybooks und Co Nichts darüber gefunden hatte. Jetzt aber zum Buch:
Spooky Little Girl beginnt wie ein waschechter Roman aus der Sparte Komödien für Frauen, was mich zuerst ein wenig irritiert hatte. Sehr schnell wird der Leser in das Leben der Protagonistin Lucy eingeführt, lernt Freunde und Feinde kennen und ist plötzlich mittendrin.
Ungeduldig wie ich bin, konnte ich mir eine Lesepause erst genehmigen, als der (meiner Meinung nach) beste Teil des Buches begann: Lucys Tod. Dieser geschieht so plötzlich, als würde ein Pflaster abgezogen. Wie im echten Leben manchmal eben auch.
Die Sprache ist keine unauffällige, um Klarheit bemühte. Aber das ist egal. Laurie Notaro weiß sich im Dschungel der Stilelemente zurecht zu finden. Metaphern, blumige Vergleiche und intelligente, schöne Sätze stecken zuhauf hinter dem knalligen Neoncover. Starken Wert legt Frau Notaro anscheinend auf den Einsatz von Humor. Jeder muss selbst entscheiden, wie viel Humor zu viel Humor ist. Ich finde, die goldene Mitte wurde gefunden.
Irritierend sind gegen Ende des Buches plötzlich eingeführte Sichtwechsel deren Notwendigkeit ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Außerdem wirkt Lucy an manchen Stellen sehr naiv und sieht das offensichtliche nicht (Stellt es euch vor wie damals bei Sailor Moon: Sie verwandelt sich und sieht genau gleich aus, aber trotzdem erkennt sie keiner). Wenn ich gerade beim Meckern bin, möchte ich noch erwähnen dass die Geschichte sich gerne noch viele Seiten länger bei der Geisterschule aufhalten hätte dürfen und diese viel zu abrupt endet.
Das Ende ist dann aber wieder im gewohnten Stil und lässt den Leser mit gemischten Gefühlen zurück. Spooky little girl ist eine witzige Geschichte über ein ernstes Thema mit versteckter Tiefe. Sehr unterschiedlich lassen sich die Geschehnisse interpretieren, was ich euch natürlich nicht vorwegnehme. 
Schwächen
-Plötzliche Wechsel zur Sicht Anderer
Protagonisten gegen Ende, die den Lesefluss stören
-unrealistische Reaktionen der Figuren auf ernste Geschehnisse 
-Recht vorhersehbare Handlung
Stärken
-Sympathische Hauptperson, die so gar nicht perfekt ist.

-Einfallsreichtum bei der Beschreibung des Lebens nach dem Tod
-Aufwändiger und schöner Schreibstil
Fazit:
Spooky little girl ist leichte Erwachsenenliteratur und liest sich bis auf kleine Aussetzer sehr flüssig. Mir hat die Mischung aus Komödie, Frauenroman und Fantasy sehr gut gefallen und ich vergebe dem skurrilen Mix 4 Hugos. Übrigens beruht die Geschichte teilweise auf wahren Begebenheiten - den Rest hat Autorin Laurie Notaro köstlich ausgeschmückt. Keine tiefgreifende Weltliteratur, aber großartige Unterhaltung.

Bewertung:
Rezension | Spooky Little GirlRezension | Spooky Little GirlEin herzliches Dankeschön geht an den Blanvalet Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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