¡Rezension!: Spiegelriss

Cover
Titel: Spiegelriss
Autor/in: Alina BronskyVerlag: ArenaOriginaltitel: -
Seitenzahl: 264
Preis: 14,99 € (D)
ISBN:
978-3-401-06799-5

Klappentext:
Sie nennen sich das Rudel und keiner traut dem anderen. Doch Juli ist froh, dass die abgerissenen Gestalten, die am Rand der Normalität leben, sie überhaupt aufgenommen haben. Nachdem ihr der Zugang zur Welt der Pheen verwehrt wird, hat sie keine Heimat mehr. Schlimmer noch, innerhalb der Normalität wird sie als letzte lebende Phee und gefährliche Mörderin gejagt. Verzweifelt versucht Juli, die Brücken zu ihrem früheren Leben wiederherzustellen. Doch bald muss sie erkennen, dass die Freunde von einst zu Feinden geworden sind und Verrat in der neuen Welt an der Tagesordnung ist.
¡Rezension!: Spiegelriss
Ich war bereits vom ersten Teil Spiegelkind recht begeistert und hoffte bei dessen Nachfolger noch auf eine Verbesserung.
¡Rezension!: Spiegelriss
 !!! Hey, du, Stopp, warte mal! Hast du Spiegelkind eigentlich schon gelesen? Nicht, na dann mach dich darauf gefasst, dass diese Rezension einige Spoiler für dich beinhalten wird. !!!
Schon in Spiegelkind hatte mich Frau Bronsky bereits für ihre irre Mischung aus Dystopie und Fantasy für sich gewonnen, was sie in ihrem zweiten Teil sogar noch steigern sollte. Was hier vielleicht so besonders und anders gegenüber anderen Dystopien ist, ist nicht nur die Pheenthematik, sondern auch die Gesellschaft, welche Parallelen zu unserer heutigen Zeit ziehen lässt. Sie ist nicht dermaßen überspitzt und fremd, wie wir es aus Panem und Die Auswahl kennen und wirkt deshalb viel realistischer und wahrscheinlicher für unsere eigene Zukunft. Alles Außergewöhnliche erweckt Angst und wird so gut wie es eben geht eliminiert bis nur noch ein Haufen normaler Menschen übrig bleibt, der normale und anständige Dinge tut. Schon bei diesem Gedanken läuft es mir kalt den Rücken runter.
Es ist aber auch die Protagonistin Juli, die so glaubwürdig handelt, dass man auf keiner Seite ihre Entscheidungen anzweifelt oder mit skeptischen Blicken mustern muss. Sie ist nie übermäßig mutig, oder unglaublich stark, sondern ein einfaches, von der Vergangenheit noch recht verwöhntes Mädchen, was sich durch diese grausame Welt zu schlagen versucht.
Auch wenn durch ihr Schicksal kaum Platz für viele Nebenfiguren bleibt und wir nur selten ein paar der bekannten Gesichter wiedersehen, so bleibt sie doch stets eine Heldin mit der man leben und zurechtkommen kann.
Wenn neben dieser außergewöhnlichen Story und der angenehmen Protagonistin dann auch noch der wunderbare Schreibstil der Autorin dazukommt, verbinden sich diese drei Zutaten zu einem weichen, köstlichen Teig, der sich vor den Augen des Lesers immer wieder neu formt und so für Überraschungen sorgt. Ja wirklich, dieser Roman beinhaltet nur sehr wenige Stellen, die vorhersehbar sind, denn meist kann die Geschichte dermaßen überraschen, dass sie von einem Moment zum anderen in eine ganz andere Richtung verläuft. Besonders das Tempo ist dabei ein hilfreicher Faktor und sorgt dafür, dass es niemals auch nur ansatzweise langweilig wird.
Spannung, plötzliche Wendungen, grausame Szenarien und all das - man wird es kaum glauben - ohne eine allumgreifende Liebesgeschichte. Dieses Buch kommt ohne sehnsüchtiges Verlangen und wilde Knutschereien aus, höchstwahrscheinlich, weil Frau Bronsky das einfach nicht nötig hat.   
¡Rezension!: Spiegelriss
Falls meine bisherige Meinung noch nicht ganz deutlich war: ich bin begeistert. Die Autorin hat sich mit diesem zweiten Teil noch übertreffen können und entführt uns in eine Welt voller dystopischer Ideen, aber auch einem Hang zur Fantasy. Ich liebe diese Mischung und freue mich nun schon wahnsinnig auf den dritten Band, der hoffentlich einige Geheimnisse noch aufklären wird.
¡Rezension!: Spiegelriss
Während auf dem Cover von Spiegelkind noch alles recht harmonisch und schön aussah, fängt nun das Glas an zu splittern. Eine Ranke schlängelt sich von oben hinab ins Bild und macht uns auf einen wichtigen Teil des Buches aufmerksam. Es ist jetzt nicht das tollste Cover, was ich je gesehen habe, aber bei diesem Inhalt muss es das auch nicht sein.
¡Rezension!: Spiegelriss
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Die Autorin:
Alina Bronsky, geboren 1978 in Jekaterinburg/Russland, verbrachte ihre Kindheit auf der asiatischen Seite des Ural-Gebirges und ihre Jugend in Marburg und Darmstadt. Nach abgebrochenem Medizinstudium arbeitete sie als Werbetexterin und als Redakteurin bei einer Tageszeitung. Sie lebt bei Frankfurt.Ihr Debütroman »Scherbenpark« erhielt großes Kritikerlob und wurde zum Bestseller, Alina Bronsky zur »aufregendsten Newcomerin der Saison« (Der Spiegel). »Scherbenpark« ist inzwischen beliebte Lektüre im Deutschunterricht und wird gerade fürs Kino verfilmt. Die Rechte an Alina Bronskys Romanen wurden in 15 Länder verkauft.

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