[Rezension] Silber - Das erste Buch der Träume von Kerstin Gier

[Rezension] Silber - Das erste Buch der Träume von Kerstin Gier
Die Handlung:

Kaum ist Liv Silber an ihrer neuen Schule angekommen, steht sie auch schon vor einigen neuen Rätseln, die allesamt mit den 4 beliebtesten Jungen aus ihrer Schule zu tun haben. Auch scheinen ihre Träume der Schlüssel zum ganzen zu sein, die immer lebendiger werden und in denen Grayson, Henry, Arthur und Jasper immer wieder auftauchen und in der Realität Dinge über sie wissen, die sie nur in ihren Träumen offenbart hat. Da Liv Rätsel über alles liebt, kann sie auch diesem nur schwer widerstehen und stürzt in ein Abenteuer, aus dem sie nicht wieder herauskommen kann.


Meine Meinung:

Gier hat es wieder einmal drauf! Bei dem Riesenerfolg, den die Edelsteintrilogie mit sich gebracht hat, hatte ich erste Zweifel, was diese Traum-Trilogie betrifft.

Eine Trilogie, deren 16-jährige Protagonistin vor einem Rätsel/Geheimnis steht, das sie zu lösen hat und düstere magische Rituale der Schlüssel dazu sind? Dieses Déjà-vu machte mich sekptisch. Und wenn mich ein Buch skeptisch macht, dann wird irgendwann auch meine Neugier geweckt. Und wenn meine Neugier geweckt wird, dann... wird gelesen.
Und jetzt kann ich sagen: Ich bin froh, dass ich es getan habe!

Die Protagonistin ist Liv, die neu an eine englische Schule wechselt. Sie liebt Rätsel und ist auch sonst ein sehr skeptischer und rationaler Charakter, deren Hinterfragen der Dinge sie auch so besonders für mich macht. Sie glaubt nicht alles, was ihr andere erzählen und wie soll ich es anders sagen... schaltet einfach mal ihr Hirn ein, im Gegensatz zu vielen ihrer Jugendbuchkolleginnen, die bei Angst einfach die Augen schließen. Nein, Liv macht sie da erst recht auf! So ist sie ein abenteuerlustiger Mensch, der nicht aufhört neugierig zu sein, und genau die richtige Person, mit der man dieses Abenteuer in die Träume starten kann. 

Da Kerstin Gier die Autorin ist, war mir klar, dass dieses Buch für seinen Leser viel Humor bereithalten würde, aber ich hätte nicht gedacht, dass Frau Gier es wieder einmal schaffen könnte, mich so oft zum Lachen zu bringen. Wie immer hat sie ihre Protagonistin mit einer guten Portion Sarkasmus ausgestattet und sorgt so für jede Menge gute Laune beim Lesen.

Lest das Buch also auf keinen Fall in der Öffentlichkeit, denn euer Lachlrampf könnte eventuell argwöhnische Blicke auf sich ziehen :D

Der Schreibstil ist, wie auch schon bei der Edelsteintrilogie, so locker wie bei keiner anderen Autorin. Als eine sehr langsame Leserin hatte ich die 408 Seiten in 4 Tagen durch (ich weiß, viele von euch werden jetzt sicher lachen, aber für mich ist das eine Leistung, ok :D), daran könnt ihr also schon sehen, wie locker das wirklich geschrieben ist und wie schnell es sich liest.

Etwas enttäuscht war ich jedoch, dass der eigentliche Bösewicht nie richtig auftaucht, sondern nur eine bedrohliche Atmosphäre schafft.

An der Spannung ist aber nichts zu meckern. Immer präsent, flaut es nur gelegentlich ein bisschen ab, was allerdings höchstens ein paar Seiten anhält. Dann wartet Frau Gier mit einer neuen überraschenden Wendung auf den Leser und lässt einen zu guter Letzt mit einem neugierig machenden Ende zurück.

Ich bin gespannt, was sich in den nächsten zwei Bänden alles ereignen wird, denn es bleiben noch einige Fragen offen. Sonst hätte man das Buch nämlich auch zu einem Einzelband machen können, das aus 200 Seiten mehr besteht, aber anscheinend hat die Autorin noch einiges mit unserer Protagonistin Liv vor...

Fazit:

Ein Auftakt zu einer spannenden und humorvollen neuen Trilogie aus der Gierschen Feder, dessen erster Band mit seinem lockeren Schreibstil und seiner sympatischen Protagonistin glänzen konnte und Lust auf mehr macht.

[Rezension] Silber - Das erste Buch der Träume von Kerstin Gier

5/5 Daumen hoch