*Rezension* - Sechs Richtige und eine Falsche von Birgit Hasselbusch

Von Buecherwelt


Jule ist verliebt, allerdings nicht in einen Mann sondern in die Stiefel aus dem Schaufenster gegenüber von ihrer Wohnung. Blöd nur, dass sie nicht genug Geld hat um diese zu kaufen. Wer aber genug Geld hat, das sind die Lottogewinner, die Jule für ihren Job im Radio interviewen soll. Bald schon scheinen alle zu glauben, dass Jule selbst zu den Gewinnern gehört, denn es erfüllen sich die Wünsche all ihrer Freunde. 
Ich habe das Buch bei einer Blogger-Aktion des dtv gewonnen und mich sehr darüber gefreut, denn die Geschichte klang nach etwas, das ich gerade richtig gut gebrauchen konnte. Etwas Spaß und Liebe, ein klein wenig Geheimnis und dazu noch nette Figuren. Besonders schön fand ich die Zitate zu Beginn der jeweiligen Kapitel. Jule selbst kam mir nicht nur ein wenig naiv sondern teilweise auch einfach wirklich sehr oberflächlich vor. Das hat die Geschichte mit Ulf noch einmal unterstrichen und ab diesem Moment konnte ich sie irgendwie gar nicht mehr so richtig sympathisch finden. 
Ich mochte den Schreibstil der Autorin, sie schreibt frei von der Leber weg und sorgt für einen sehr guten Lesefluss. Die Geschichte selbst konnte mich aber irgendwie dennoch nicht so packen. Ich kann gar nicht richtig sagen, woran es lag, aber mir hat irgendwie das Herz gefehlt. Alles kam mir so konstruiert vor, die Charaktere hätten durchaus noch mehr Linien vertragen können. Schön fand ich allerdings die Auflösung der ganzen Geschichte, damit habe ich nicht gerechnet und ich mag es, wenn ich mit einem Ende nicht rechne. 
Ich kann das Buch durchaus jedem empfehlen, der eine leichte Lektüre für die kommenden Winterabende sucht, hier und da den einen oder anderen Schmunzler vertragen kann und Lust hat, sich ein wenig berieseln zu lassen. Wer jedoch dagegen auf der Suche nach aufregenden und vielseitigen Charakteren ist, der wird wohl eher nicht glücklich werden. Drei von fünf Kleeblättern.