Rezension – Schatten des Dschungels

Von Bettina @shortie48

 

 

“Ich kann nicht mehr, es ist alles zuviel”

 

 

Cat ist engagiert und mutig, und genau deswegen setzt sie sich für die bedrohte Umwelt ein. Auf einer Demonstration lernt Cat Falk kennen, beide verlieben sich auf  Anhieb ineinander. Cat bekommt die einzigartige Chance, in Guyana ein Projekt mitzugestalten.

Die Geschichte, die die Autoren uns hier erzählen ist nicht etwas fiktiv – nein, es spielt sich genau so in jedem Atemzug auf der Welt ab. Man liest des öfteren, daß neue unbekannte Lebensräume oder Tierarten entdeckt werden. Ungefragt nimmt sich der Mensch das Recht alles zu erforschen und zu vermarkten. Über diese Unvernunft kann ich nur sprachlos und hilflos den Kopf schütteln. Man sollte doch diesen einzigartigen Lebensraum so belassen, ohne das wir uns überall einmischen.

Die Story ist wahrlich nicht langweilig, sondern brisant. Es raubte mir meine Ruhe, und schimpfte beim lesen vor mich hin. Aber genau so gehen wir Menschen mir der uns anvertrauten Umwelt um. Wir sind doch nicht die alleinigen Mitbewohner des Globus – es sind noch andere Geschöpfe um uns, und genau diese übergehen wir…in unsere Arroganz!

Cat ist ein liebenswerter und ehrlicher Charakter, ihre Aktionen hatten mein vollstes Verständnis. Obwohl sie mir auch etwas zu naiv und leichtgläubig erscheint, tut es ihrem natürlichen Charme keinen Abbruch. Falk hingegen ist mir als Charakter zu glatt, hier hätte ihm mehr Tiefe noch einige Symphatiepunkte von meiner Seite eingebracht.

Der Erzählstil ist berührend und aufwühlend, es hat mich als Leser in einen Sog mitgerissen. Die Thematik ist brennend aktuell, und wurde überaus gut  von den beiden Autoren recheriert. Sogar ich als Laie konnte alle Hintergründe bestens verstehen, legte deshalb das Buch nur zu  seltenen Pausen aus den Händen.

Das Buch mit seinen packenden Fakten bekommt von mir 5 Sterne, dazu ist auch das Buchcover treffend gewählt. Der Hingucker darauf war für mich der blaue Frosch…Da mich der Frosch brennend interessiert hat, habe mich im Internet nach seinem Namen erkundigt.

Das ist ein Dendrobates tinctorius “Azureus” – passend zu seiner leuchtenden Farbe!

Fazit: Spannende und beklemmende  Geschichte, die einen packt, einsaugt in ihrer Bedeutsamkeit.

Das Buch bekam ich durch Blogg dein Buch. Erschienen ist es im Beltz Verlag, hier gibt es noch Infos zum Buch.