[Rezension] Saeculum

[Rezension] Saeculum
Einband: BroschiertSeiten: 496Verlag: Loewe VerlagVeröffentlicht: 2. November 2011ISBN-10: 3785570287  Preis: € 14,95(D)

Klappentext:


Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter ohne Strom, ohne Handy , normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.
Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.
Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?

Über den Autor


Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universitäten und landete schließlich als Redakteurin bei einem medizinischen Fachverlag. Nach dem fulminanten Erfolg ihres Jugendromans "Erebos" widmet sie sich dem Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.  

Cover:


Das Buch in broschierter Form und in der 1. Auflage ist ein richtiger Eyecatcher. Genau wie bei seinem "Vorgänger" Erebos ist auch dieses Buch mit einem Softtouch Cover  ausgestattet. Es fühlt sich angenehm an und hat leichte Erhebungen.Die 1. Auflage hat noch eine kleine aber feine Besonderheit: einen schwarzen Buchschnitt!! Passend zum rest des Buches, welches ebenfalls in schwarz/weiss gehalten ist.

Meinung:


Der Medizinstudent Bastian, eher ein Langweiler als ein Klassenclown, ist unsterblich verliebt in Sandra. Doch Sandra hat ein eher ungewöhnliches Hobby. Sie nimmt an mittelalterlichen Rollenspielen teil.Um ihr zu imponieren nimmt Bastian eine erhaltene Einladung an und wird bei genau solch einer Convention mit dabei sein. Der Ort: geheim!Doch was eigentlich als Ausflug in das Mittelalter gedacht war, gerät zusehends ausser Kontrolle. Sogar von einem Fluch der auf dem Waldgebiet liegen soll ist plötzlich die Rede. Als dann auch noch Mitspieler spurlos verschwinden, kommt die Frage auf: Ist das wirklich noch Teil des Spiels?
Saeculum war mein erstes Buch welches ich von Ursula Poznanski gelesen habe. Obwohl ich sogar eher eine Abneigung zu Rollenspielen auf der einen und zu dem Mittelalter auf der anderen Seite habe, bin ich von dem Buch begeistert.Sowohl der Plot als auch die Spannung ist ungewöhnlich gut.Die Idee ein paar Jugendliche in einem Wald zu schicken, wo plötzlich merkwürdige Dinge passieren, mag vielleicht nicht neu oder besonders innovativ zu sein, aber Saeculum ist weit mehr als das. Die Spannung im Buch lässt nicht erst seitenlang auf sich warten, sondern ist von Anfang da. Der Gedanke wissen zu wollen, was passiert und vorallem das warum, lässt einen nicht mehr los.Eine Verschnaufspause wird dem Leser kaum gegönnt. Es herrscht die ganze Zeit eine gewissen Anspannung und man fragt sich was wohl als nächstes passiert.
Ich finde, dass die Charaktere nicht ganz so perfekt wie in Erebos ausgearbeitet wurden, aber denoch ungewöhnlich gut und unterschiedlich, was sowohl den Charakteren, als auch dem ganzen Buch etwas wahnsinnig authentisches verleiht.
Das Buch steckt voller überraschender Wendungen. Genau wie Bastian habe ich mich ständig gefragt was eigentlich los ist. Man tappte wortwörtlich zusammen mit ihm im Dunkeln.
Lediglich das Ende hätte für mich knackiger sein können. Zwar hat mir die Idee ansich super gut gefallen, aber leider wurde es sehr in die Länge gezogen, wodurch es für mich irgendwie den gewünschten "Achsooooooooooooo"-Effekt verloren hat. Hier hätte man sich besser ein paar Seiten sparen können, und dem ganzen ein würdigeres Ende bereiten sollen.

Fazit:


Auch für nicht Rollenspiel- und Mittelalter-Fans ein wirklich spannender Jugendthriller, der durch überraschende Wendungen punktet und einem das Gefühl gibt, selber an der Convention teilzunehmen. Das Ende allerdings ist ihm durch die Länge leider nicht ganz würdig. Knackiger wäre hier sicher besser gewesen.


 

Bewertung:

[Rezension] Saeculum