Rezension – Richard Schwartz: Das Erste Horn – Das Geheimnis von Askir 1

Rezension – Richard Schwartz: Das Erste Horn – Das Geheimnis von Askir 1

Leseprobe, Reihe

Inhalt:

Dass der Eissturm, der den Gasthof “Zum Hammerkopf” seit Tagen von der Außenwelt abschneidet, keiner natürlichen Ursache entspringt, wird Halvald schnell klar. Dass aber auch die Gesellschaft, mit der er zusammen eingeschlossen ist, alles andere als zufällig vor Ort ist, erkennt er erst allmählich. Denn neben der Magierin Leandra befinden sich unter den eingeschlossenen auch die Dunkelfee Zokora und der Banditenanführer Janos Dunkelhand. Und so nimmt nicht nur die Kälte immer weiter zu, sondern auch die Gefahr, die von den Banditen, aber auch von anderen Kreaturen ausgeht, die sich im Gasthof versteckt halten.

So machen sich Havald und Leandra auf die Suche nach der Ursache des Übels und finden unter dem Keller des Gasthofes einen geheimen Schacht, der sie zu einer längst vergessenen Welt führt. Aber schnell müssen die beiden feststellen, dass sie nicht die einzigen Gäste sind, die um dieses Geheimnis wissen …

Bewertung:

Je häufiger ich Fantasyliteratur aus Deutschland lese, desto begeisterter bin ich. Auch Richard Schwartz hat mich in seinen Bann gezogen. Der Rollenspielliebhaber hat hier seine Leidenschaft zu Papier gebracht. Als Szenario hat er einen einsamen Gasthof gewählt, in der sich die gesamte Geschichte abspielt. Stück für Stück werden durch Havald und Leandra die einzelnen Puzzleteile der Mission zusammengefügt, bis sie ein großes Ganzes ergeben. Ich persönliche finde diese Herangehensweise interessant und sehr gelungen.

Es gehört schon eine ganze Menge Geschick dazu, eine komplette Geschichte an einem einzigen Ort stattfinden zu lassen, ohne das so etwas wie Langeweile aufkommt. Schwartz ist dies zum einen durch die stetige Enthüllung neuer Geheimnisse des Gasthofes gelungen, aber auch, weil es ihm gelingt, starke und interessante Charaktere zu erschaffen, die dem Gasthof in Sachen Geheimniskrämerei in nichts nachstehen.

Besonders stechen für mich zwei Figuren heraus: Havald, aus dessen Perspektive der Leser die Abenteuer erlebt, und die Dunkelelfe Zokora. Havald, der sich zu Beginn des Abenteuers als gebrechlicher und kluger alter Mann zeigt, nimmt im Laufe der Ereignisse die Führungsposition ein. Seiner vermeindlichen Härte und Rationalität steht bald die Zuneigung zu Leandra im Weg, die der Leser hautnah miterleben darf.

Skurril und auch abscheulich stellt sich hingegen Zokora dar. Die Dunkelelfe hat so manche Leidenschaft, die dem Leser schaudern lässt. Zudem versprüht sie eine nicht zu geringe Dosis Zynismus, die dem Roman eine eigentümliche Würze verleiht. So huscht dem Leser so manches Mal ein Lächeln über die Lippen, wenn Zokora ihre Sicht der Dinge schildert.

Richard Schwartz ist mit “Das Erste Horn” ein gelungener Einstieg in eine hoffentlich weiterhin spannende Geschichte gelungen, die eigentlich alles beinhaltet, was zu einem Fantasyroman gehört. Hier tummeln sich Wesen wie Magier, Werwölfe, Elfen und Zwerge, hier gibt es sagenumwogene Legenden von untergegangenen Reichen und es gibt jede Menge spannende Abenteuer, die von tapferen Helden bestritten werden.

Fazit:

Ein Roman gestaltet wie ein Szenario eines Spiels, spannend und geschickt erzählt, mit interessanten Charakteren und genügend offenen Fragen, sodass genug Neugierde und Stoff für den zweiten Teil bleibt.

Daten:Rezension – Richard Schwartz: Das Erste Horn – Das Geheimnis von Askir 1

Richard Schwartz: Das Erste Horn. Das Geheimnis von Askir 1
Verlag: Piper Verlag
ISBN: 978-3492268172
Seitenzahl: 392Erscheinungsdatum: 01.06.2011
Originaltitel

Bewertung:

Rezension – Richard Schwartz: Das Erste Horn – Das Geheimnis von Askir 1____________________________________________________________

Zusatzinformation

Autor:

Richard Schwartz Richard Schwartz, geboren 1958 in Frankfurt, hat eine Ausbildung als Flugzeugmechaniker und ein Studium der Elektrotechnik und Informatik absolviert. Er arbeitete als Tankwart, Postfahrer und Systemprogrammierer und restauriert Autos und Motorräder. Am liebsten widmet er sich jedoch phantastischen Welten, die er in der Nacht zu Papier bringt – mit großem Erfolg: Seine Reihe um »Das Geheimnis von Askir« wurde mehrfach für den Deutschen Phantastik Preis nominiert.

Weitere Informationen zum Autor finden sich hier.



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