Rezension: "Reckless"

Von Kielfeder

“Reckless: Steinernes Fleisch” bei amazon.de

Kurzbeschreibung:
Es waren einmal
Hinter dem Spiegel
In einer Welt voller Zauber und Gefahren
Zwei Brüder,
von denen der eine auszog,
den anderen zu retten.

Beeil dich, Jacob Reckless,
der Stein wächst schnell.


Ein enttäuschender Auftakt einer neuen Reihe!
Vor einiger Zeit entdeckte Jacob Reckless die Welt hinter dem Spiegel. Eine magische Welt, in der die Grimm´schen Märchen Wirklichkeit sind und es Gut und Böse gibt.
Einmal folgte ihm sein Bruder und wurde sofort Opfer eines unaufhaltsamen Fluchs. Er lässt Will vergessen und ihn in die gegnerischen Reihen überlaufen.
Er lässt Will an einem Kampf teilnehmen, von dem er vorher noch keine Ahnung hatte.
Und Jacob muss sich beeilen, wenn er Will noch retten möchte.
Dazu braucht er aber mächtige Hilfe…
Doch ob er die bekommen wird?
Nachdem ich noch die wunderbaren Geschichten der Tintenwelt im Hinterkopf hatte, ging ich mit einer großen Erwartung an den neuesten Roman von Cornelia Funke heran – und wurde enttäuscht.
Gleich zu Beginn ist das Tempo rasant und dem Leser wird keine Zeit gegeben, sich mit der neuen Welt vertraut zu machen. Die Kapitel sind sehr kurz und immer wieder werden Zeit- und Ortswechsel gemacht.
Ich war schon versucht, das Buch vollkommen verwirrt und frustriert zur Seite zu legen.
Doch ich habe es nicht getan, weil ich Cornelia Funke noch eine Chance geben wollte.
In der Mitte wurde es vom Verständnis her dann besser.
Man hat sich langsam an das Tempo gewöhnt und sich auch ganz langsam in die Welt eingelebt.
Was mir aber auch nicht gefallen hat, ist die Einführung von Parallelen zu den Grimm´schen Märchen. Die magischen Gegenstände werden in lieblosen Aufzählungen aneinandergereiht, was den Zauber schnell vertrieben hat.
Außerdem haben mir das Beschreiben und das Spiel mit den Worten gefehlt. Die Welt ist sehr grau und farblos und hat einfach keinen Zauber!
Außerdem hat sie das Wort Fleisch immer und immer wieder benutzt. Das war zeitweise etwas störend, aber hat nur mein Gefühl von einer abgehackten und unvollständigen Sprache untermauert.
Mich hat Cornelia Funke mit diesem Buch leider nicht überzeugt, ich bin enttäuscht!