[Rezension] Paige Toon – Chasing Daisy

Von Steflite @steflite

::: Deutscher Titel: Einmal rund ums Glück ::: Genre: Liebesroman ::: Verlag: Pocket Books :::
::: Erschienen: August 2009 ::: 430 Seiten ::: Amazon | Goodreads :::

Inhalt

Daisy Rogers ist Hostess eines Formel 1-Teams und reist zusammen mit ihrer Freundin Holly von Rennen zu Rennen um die Ranze Welt. Zuständig für das Catering, steht sie jeden Morgen hinter der Theke und wartet darauf endlich Will begrüßen zu dürfen, einen der beiden Rennfahrer des Teams. Zu blöd, dass er bereits seit Jahren eine Freundin hat. Doch wäre er wirklich so ungeheuer nett zu ihr, wenn diese Gefühle nicht auch auf Beidseitigkeit beruhten? Und was ist eigentlich mit Luis? Kann das Zufall sein, dass er ausgerechnet immer dann mürrisch wird, wenn er die beiden zusammen sieht?

Beurteilung

Paige Toon scheint die Konstellation einer Dreiecksbeziehung ungeheuer zu mögen. Bisher habe ich vier ihrer Werke lesen dürfen und in dreien davon stand eine Frau immer zwischen zwei Stühlen in Sachen Männerwelt. Umso mehr hat es mich daher überrascht, dass hier die Geschehnisse ziemlich schnell in eine eindeutige Richtung gingen. Daisy ist vollkommen verrückt nach Will, und auch er scheint ihr nicht ganz abgeneigt zu sein. Doch Toon wäre nicht Toon, wenn hinter diesem Tächtelmächtel nicht auch eine gehörige Portion Drama stecken würde. Und das kommt auch, wenn auch in einer Art und Weise, die ich so nicht erwarten würde. Spannend war es auf alle Fälle und da Daisy – entgegen ihrem schrecklichen Namen – eine vollkommen sympathische und liebenswürdige Person ist, hat es Spaß gemacht in ihre Gefühlswelt einzusteigen.

Die Dreiecksgeschichte war hier allerdings nicht das einzige, dass mich überrascht hat. Irgendwie hatte ich bei diesem Buch das Gefühl als wäre im Nachgang eine Menge an Zwischensequenzen rausgeschnitten worden oder die Autorin musste ganz dringend und schnell das Buch zu Ende schreiben. Man wurde von Szene zu Szene geworfen, manche Gefühlsausbrüche konnte ich gar nicht nachvollziehen und spannende Action während den Rennen gingen eigentlich vollkommen am Leser vorbei. Hier geschah alles zack auf zack und teilweise musste ich allein deshalb schon eine Pause einlegen, um noch mal einzusortieren, was hier eigentlich nun genau los ist. Das kenne ich von Paige Toon überhaupt nicht, daher war ich ziemlich baff über die vielen lieblosen oder gar fehlenden Übergänge. Manchmal vergehen von der einen Zeile zur nächsten ganze Tage und der Leser muss sich damit begnügen, dass die angekündigte Formel 1-Pause von zwei Wochen im Buch mit einem läppischen Halbsatz abgewürgt wurde. Im Rahmen der Leserunde mit Silke habe ich auch schnell herausgefunden, dass ich mit dieser Ansicht nicht allein dastehe. Das hektische Gefühl beim Lesen konnte sie mir ebenfalls bestätigen.

Nichtsdestotrotz hatte ich auch mit diesem Buch meinen Spaß. Daisy hatte ich schnell ins Herz geschlossen und Will erst recht. Dass Luis, der zweite Fahrer im Rennteam, später allerdings eine wichtige Rolle zugeteilt werden sollte, ging an mir auch nicht vorbei. Mich auf ihn einlassen zu können viel mir aber bedeutend schwerer, da er mich teilweise zu sehr an Johnny aus dem Vorgängerband Johnny Be Good (Du bist mein Stern) erinnerte. An solcher Art Typen habe ich mich mittlerweile satt gelesen. Da in Daisys Welt eine Menge passiert und die Formel 1-Umgebung eine nette Abwechslung war (ja, ich schaue jedes Rennen mit Begeisterung! :D), viel es mir teilweise richtig schwer das Buch wieder wegzulegen. Ganz besonders ab der Hälfte des Buches, ab dem die Geschichte eine ziemliche Wendung nimmt. Sich davon loszureißen kann da schon mal zur Herausforderung werden.

Fazit

Chasing Daisy gehört für mich nicht zu ihren stärksten Büchern, ist aber dennoch durchaus unterhaltsam und brachte mir ein paar spannende Lesestunden. Die Romantik kommt hier absolut nicht zu kurz und die männlichen Protas halten den Witz im Buch kontinuierlich aufrecht. Der rasante Erzählstil hat hier für mich jedoch viel an Einfühlungsvermögen gekostet und so konnte mich selbst so manch herzzerreißende Situation gar nicht wirklich mitreißen. Vieles passiert zu schnell und wird einfach zu abgehackt dargestellt. Trotzdem ein schöner Liebesroman.

Weitere Meinungen

::: Leseträume 4,5/5 ::: Café Uranus 5/5 :::