[Rezension] Mein Winter mit Grace – Richard Paul Evans

Richard Paul Evans
224 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Nov. 2010)
Genre: Gegenwartsliteratur
Originaltitel: Grace
Reihe: -

[Rezension] Mein Winter mit Grace – Richard Paul Evans

Die Story:
In dem Buch geht es um Eric und Grace und es spielt in den 60er Jahren in Amerika. An einem kalten Herbsttag findet Eric seine Mitschülerin Grace, als diese in einem Müllcontainer nach Lebensmitteln suchte. Er erfährt, dass Grace von zu Hause weggelaufen ist und er gewährt ihr Unterschlupf in seiner Gartenhütte. Es entwickelt sich eine besondere Freundschaft zwischen den Jugendlichen, die ganz langsam zu Liebe wird. Doch Grace hat ein Geheimnis, dass diese Liebe bedroht.

Meine Meinung:
Das Buch oder besser gesagt, das Büchlein, hat nur 224 Seiten und ist viel zu schnell weggelesen. Trotzdem bleibt das Ende der Story, länger als ein paar Stunden im Gedächtnis.

Das was mit Grace passiert, ist grausam und es ist keine Geschichte, die man lesen sollte, um sich die Adventszeit zu versüßen. Wer hier nämliche eine Liebesgeschichte alla Sparks erwartet oder gar ein Happy End, der ist schief gewickelt.
Als ich das Buch zum ersten Mal sah, hatte ich auf Grund seines Titel und seines Covers, eine wundervolle Liebesgeschichte mit zwei ältere Protagonisten erwartet. Das liegt vielleicht an der Bank, die auf dem Cover abgebildet ist und die ich irgendwie mit älteren Menschen assoziiere. Aber Eric und Grace sind noch Schüler. Ihre Liebe zueinander ist trotzdem realistisch beschrieben, nicht übertrieben und nicht kitschig.

Da das Buch aus Erics Sicht geschrieben ist, kann man sich sehr gut in den Jugendlichen hineinversetzen. Am Anfang eines jeden Kapitels findet der Leser außerdem einen kleinen Auszug aus Graces Tagebuch, so dass auch ihre Sicht sehr schön dargestellt wird.

S. 167 “Ich habe das Herz meines besten Freundes gebrochen, nur um zu erfahren, dass es wirklich mir gehört hat.”

Das eigentlich schlimme Ereignis im Buch hat mich zwar geschockt, aber nicht wirklich zu Tränen gerührt. Das was Eric aus dieser schrecklichen Erfahrung gemacht hat, dass fand ich schön und dafür lohnt es sich meiner Meinung nach diese Geschichte zu lesen. Auch wenn die Figuren und die Story erfunden sind, so steckt doch viel “Echtes” in dem Buch. Und der Autor hat auf Grund dieser wahren Situation, eine Aktion ins Leben gerufen, die Kinder wie die Grace im richtigen Leben unterstützt.
Manche Leser behaupten, dass Buch wäre nur eine große Marketingaktion für diese Organisation, aber selbst wenn das so ist, dann finde ich es nicht schlimm. Denn es handelt sich bei diesem Hilfsprojekt, soweit ich das beurteilen kann, um eine gute Sache und wenn man ein Buch schreibt um sie bekannt zu machen, warum nicht?

Fazit:

Ein bewegendes, heftiges und rührendes Buch. Nichts für kuschelige Abende in denen man “Happy-Ever-After” Romane lesen möchte, aber für Leser, die trotz der manchmal sehr grausamen Realität an das Gute auf dieser Welt glauben wollen.

[Rezension] Mein Winter mit Grace – Richard Paul Evans

Zum Hilfsprojekt


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