{Rezension} Maggie Stiefvater: Ruht das Licht


{Rezension} Maggie Stiefvater: Ruht das Licht
Autor: Maggie Stiefvater
Titel: Ruht das Licht
Originaltitel: linger
Teil einer Reihe?: Ja, zweiter Teil (The Wolves of Mercy Falls)
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: Script 5
ISBN: 978-3-8390-0118-9
Preis: 18,90€ [Hardcover]
Genre: Young Adult, (Urban) Fantasy, Romance,
Veröffentlichung: September 2011
Altersempfehlung: ab 16
Leseprobe
Ruht das Licht (The Wolves of Mercy Falls, #2)

Inhalt:

Obwohl alles dagegen gesprochen hat, ist Sam zu Grace zurückgekehrt und hat den Wolf in sich besiegt. Doch jetzt ist es Grace' Zukunft, die ungewiss scheint. Die Wölfe rufen jetzt nach ihr. Doch Grace kämpft mit aller Macht dagegen an.Cole hingegen ist froh, ein Wolf zu sein. Denn dann kann er den quälenden Gedanken seines menschlichen Bewusstsein entfliehen und sich einfach nur seinen Instinkten als Wolf hingeben. Doch dann holt Coles Vergangenheit ihn doch ein, wobei er den Blick der Öffentlichkeit auf die Wölfe lenkt.Sam muss nahezu hilflos dabei zuschauen, wie er alles verliert, was er liebt: Grace und seine Familie, die Wölfe.

Aufmachung:

Das Cover ist einfach wunderschön. Es wirkt so leicht und zart durch die hellen Farben, irgendwie süß wegen dem Herz und passt zur Geschichte wegen dem Wolf, dem Mädchen, das ein Herz in der Hand hält, und den Zweigen.
Das Buch hat übrigens ein blaues Lesebändchen.
Die Idee, einen fortlaufenden Titel für eine Buchreihe zu wählen, finde ich einfach großartig: „Nach dem Sommer ruht das Licht in deinen Augen“. Das ist einzigartig und macht die deutsche Ausgabe irgendwie noch einmal besonderer.

Aufbau, Schreibstil und Perspektiven:

Das Buch ist aufgeteilt in einen Prolog und 54 relativ kurze Kapitel. Der Prolog am Anfang ist für mich erst einmal etwas verwirrend gewesen, da er eben nicht aus der Sicht von Grace oder Sam erzählt wird und auch in einer ganz anderen Umgebung spielt. Im Nachhinein ergibt er zwar Sinn, allerdings finde ich, dass er den Einstieg in das Buch eher erschwert, als erleichtert.
Mir gefällt der Schreibstil der Autorin richtig gut, bloß leider nicht in der Übersetzung. Irgendwie verliert er dann seine Leichtigkeit und wird eher ermüdend. Er hat nicht mehr das Besondere, das einem am Lesen hält und das, ist wirklich schade.
In dem Buch gibt es natürlich noch die zwei Perspektiven von Grace und Sam, die man ja schon von dem ersten Band kennt. Allerdings kommen noch zwei neue hinzu: die von Cole und die von Isabel, eine Freundin von Grace, die man ja auch bereits aus dem ersten Band kennt.Alle Perspektiven sind in der Ich-Form geschrieben.Wenn eine neue Perspektive beginnt – oder auch am Anfang eines neuen Kapitel –, steht dann der Name des jeweiligen Protagonisten da, aus dessen Sicht nun erzählt wird. Das ist auch notwendig, denn sonst könnte man leicht mit den verschiedenen Perspektiven durcheinander kommen.

Meine Meinung:

Ich hätte die Fortsetzung definitiv nicht auf Deutsch lesen sollen. Ich wäre besser beraten gewesen, wenn ich beim englischen Original geblieben wäre, da ich ja auch den ersten Band auf Englisch gelesen habe. Natürlich hängen nicht alle Kritikpunkte davon ab, aber doch ist es einfach ein ganz anderes Lesegefühl, wenn man die beiden Ausgaben miteinander vergleicht. Und damit meine ich jetzt nicht die Sprache. Ich finde, in der Übersetzung geht so viel verloren, besonders das Leichte, das mir beim ersten Teil nur so unterbewusst aufgefallen ist und ich in meiner Rezension damals deshalb auch gar nicht erwähnt habe, fehlt. Und das hat das Lesen teilweise wirklich schwer gemacht.
Denn die Spannung hat in diesem Buch irgendwie gefehlt. Ich wusste schon, wie das Buch ausgeht, noch bevor ich die erste Seite aufgeschlagen habe. Denn in der Richtung wurde schon eine Andeutung am Ende des ersten Buches gemacht. Und genau so ist das Buch dann auch ausgegangen. Das ganze ist so schrecklich vorhersehbar, dass selbst ich, die so was ja eigentlich nie kapiert, es bemerkt hat.Das einzig interessante an der Handlung, ist der neue Protagonist Cole und seine Geschichte. Auch habe ich Isabels Perspektive sehr gerne gelesen. Doch die eigentlichen Hauptprotagonisten, Sam und Grace, sind ein bisschen untergegangen, ihr Geschichte ist plötzlich nicht mehr so interessant. Nur am Ende einmal kurz tritt Grace in den Mittelpunkt, aber das war es dann auch schon.
Dazu kommt noch, dass Sam und Grace einem nicht mehr ganz so nahe stehen, wie vielleicht im ersten Teil. Im Verlauf des Buches fiel es mir zunehmend schwerer, ihre Handlungen nachzuvollziehen.Im Kontrast dazu stehen Isabel und Cole, die die beiden Hauptprotagonisten aus dem ersten Teil meiner Meinung nach beinahe ersetzen. Isabel ist einem nun mit ihrer gar nicht so perfekten Art richtig sympathisch. Besonders die nicht immer ganz so netten Kommentare, die sie so loslässt, passen einfach zu ihr und bringen den Leser zum Schmunzeln.
„Isabel schaffte es, ein ausgewogenes Verhältnis von Verachtung und Unglauben in ihre Stimme zu legen. »Im Wald. Na klar. Dass ich da nicht selber draufgekommen bin. Was macht man schließlich sonst, wenn man krank ist? Ich selbst würde ja einen gepflegten, therapeutisch wertvollen Ausflug in in den Einzelhandel vorziehen, aber der Wald ist sicherlich auch eine durchaus lohnende und sozial anerkannte Alternative. Macht ja quasi jeder heutzutage. Soll ich vielleicht Skier mitbringen? Oder ein Zelt?«“ - S.211

Zum Schluss werden viele Frage in den Raum geworfen, weshalb es um so ärgerlich ist, dass das Buch mit einem Cliffhanger endet.

Mein Fazit:

„Ruht das Licht“ konnte mich definitiv nicht überzeugen, was wirklich sehr schade ist. Die Spannung fehlt und der Leser kann auch keine wirkliche Beziehung mehr zu Grace und Sam aufbauen, wodurch man sich immer weiter von ihnen entfremdet. Zudem geht durch die Übersetzung meines Erachtens enorm viel von dem Schreibstil der Autorin verloren, besonders aber auch von der Leichtigkeit, wie Maggie Stiefvater im Original den Leser durch ihre Geschichte führt. Wer allerdings den ersten Band der Reihe gelesen hat, sollte auf jeden Fall auch die Fortsetzung lesen. Ich würde bloß raten – soweit möglich – das Buch im Original zu lesen. Auch ich werden den dritten Teil definitiv wieder in Englisch lesen.
{Rezension} Maggie Stiefvater: Ruht das Licht

Mein Bild im Kopf:

Ich hörte das Heulen der Wölfe immer noch durch das Kissen, das ich mir auf die Ohren presste. Es zerriss etwas in mir. Wunden, die gerade so wieder verheilt waren, fingen wieder an zu bluten. Ich wollte die Wölfe aus meinem Leben aussperren, doch waren sie mittlerweile ein unausweichlicher Teil von mir geworden. Ich konnte sie nicht einfach so von mir wegstoßen und doch wollte ich es so sehr, dass es schmerzte.

Die Autorin:

{Rezension} Maggie Stiefvater: Ruht das Licht

© Robert Severi

Maggie Stiefvater, geboren 1981, hatte glücklicherweise immer Schwierigkeiten, ihren Hang zu Tagträumereien und Selbstgesprächen mit ihren Jobs zu vereinbaren. Anstatt also als Kellnerin, Kalligraphielehrerin oder technische Redakteurin zu arbeiten, versuchte sie es mit der Kunst. Heute lebt die New York Times-Bestsellerautorin in den Bergen Virginias, ist verheiratet, hütet zwei kleine Kinder sowie zwei neurotische Hunde und hofiert eine verrückte Katze. [Quelle: script5]



Die Reihe:

{Rezension} Maggie Stiefvater: Ruht das Licht{Rezension} Maggie Stiefvater: Ruht das Licht{Rezension} Maggie Stiefvater: Ruht das LichtHIER meine Rezension zu der englischen Ausgabe von "Nach dem Sommer": "shiver"

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