[Rezension] Light & Darkness

Light & Darkness

German Cover


‘Light & Darkness’
by
Laura Kneidl

[Rezension] Light & Darkness

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Inhaltsangabe:
Die Existenz von Vampiren, Feen und anderen Paranormalen ist längst kein Geheimnis mehr. Doch ist es ihnen verboten, sich ohne die Begleitung des ihnen zugeteilten Delegierten in der Öffentlichkeit zu bewegen. Ausgerechnet bei der warmherzigen Light versagt jedoch das raffinierte Auswahlsystem: Ihr erster Paranormaler ist der rebellische und entgegen aller Regeln männliche Dämon Dante. Und schon bald muss sie sich fragen, ob sie ihn vor der Menschheit oder sich selbst vor ihm schützen muss … (Source: Goodreads.com)

Meine Gedanken zum Buch:
Ich habe mich sehr auf die Leserunde zu dem Buch gefreut und auch der Anfang war genau nach meinem Geschmack, sodass man sofort schnell weiterlesen wollte. Zu einem liegt es daran, dass ich Kneidls Schreibstil wirklich schön poetisch fand, aber nicht zu überladen, sondern trotzdem noch locker und gut und flott zu lesen.
Außerdem haben mir auch generell und Großteils die Figuren sehr gut gefallen. Allen voran die Hauptprotagonistin Light, die als Delegierte ihr erstes Wesen bekommt und mit allen Mitteln die Regeln befolgen und sich um ihr Wesen kümmern möchte. Das dumme daran ist nur, dass ihr Wesen keine nette, kleine Fee oder dergleichen ist, mit gutem Charakter wie Light, sondern sie bekommt einen Dämon namens Dante zugeteilt. Und dieser hat ganz andere Dinge im Sinn, als brav nach den Regeln zu spielen und strapaziert mit seinen Taten ganz gehörig die liebe Light.

Hier haben mir am Anfang ihre ganzen Streitereien sehr gut gefallen und ich fand sie süß. Besonders die Sache mit dem Bett oder andere Dinge, die Dante eingefallen sind, um Light zu ärgern. Doch sie hat sich nie unterkriegen lassen und ist stur ihren Weg gegangen, immer mit der Absicht Gutes zu tun und die Dinge selbst zu regeln, ohne sich von jemand anderen Hilfe zu holen. Light hat mir generell im ganzen Buch am besten gefallen und das ging mir durchwegs so. Meist kommt bei weiblichen Hauptcharas ja oft ein Punkt, an denen sie zu nerven beginnen, aber das war hier nicht der Fall. Sicher, sie hat Dante auch nachgeschwärmt und an ihn gedacht, auch wenn er ein Arsch war… aber nicht so penetrant und nervig, wie andere Figuren. ^^

Dante war für mich ein okay–Charakter, aber leider auch nicht viel mehr. Er hat ehrlich gesagt keinen wirklich prägenden Eindruck auf mich hinterlassen. Eigentlich sollte er ein Dämon sein, aber er war davon eher eine Light-light Version dessen. Bei einem Dämon stellte ich mir etwas ganz anderes vor und mehr düstere Begebenheiten.
Auch die anderen Figuren waren mir manchmal etwas zu blass beschrieben. Kane soll eigentlich der eifersüchtige Vampir sein, aber auch hier war nicht wirklich eine große Tragik in der Geschichte zu lesen. Er bekommt einen Korb, sie entschuldigt sich und es ist alles wieder gut – die perfekte Familie. Das gleiche mit ihrem Bruder – er macht Dinge, die sie eigentlich enttäuschen sollten (am Ende), aber wie sie darauf reagiert, wird nicht beleuchtet – alles zu viel eitel Wonne für meinen Geschmack.

Wo wir auch beim nächsten Punkt wären, dass ich mir nach der Inhaltsangabe des Buches einfach etwas ganz anderes vorgestellt habe. Eine Flucht, einen Kampf, mehr Action und ein viel düstereres Buch… aber es war doch alles sehr jugendlich, eine nette kleine Welt, die mir zu lieb erschienen ist. Eine süße Familie, in die eben ein Dämon hineingesteckt wird, der eigentlich gar nicht so böse ist. Weihnachten ist ein zentrales Thema, sodass sie auf Märkte gehen und einen Weihnachtsbaum kaufen – das alles, diese Idylle, hat für mich nicht zum Rest gepasst, tut mir leid.
Ich weiß, viele lieben das Buch, aber für mich war diese Mischung aus Fantasy und Dystopie anfänglich reizender, als es sich dann im Endeffekt präsentiert und gezeigt hat. Was aber auch daran liegen kann, dass es für jüngeres Publikum gedacht ist. Daher kann ich es für Leser die jüngere Jugendbücher mögen empfehlen, aber anderen dürfte es wohl zu lieb und nett finden.

Was mir aber dennoch gut gefallen hat, waren die Artikel aus dem Buch der Delegation. Zu einem haben sie zwar zu Beginn ein wenig gespoilert, aber danach wurde es besser und ich finde, sie haben einen guten Einblick in die Welt gegeben, in der die paranormalen Bürger und die normalen Menschen zusammen leben. Außerdem wurde durch das Ende und den Ausblick, auch eine gute Message in Buch mitgetragen, im dem Gleichberechtigung und vollkommene Integration angesprochen werden und sehr wichtig sind.


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