[Rezension] Liebe ist was für Idioten. Wie mich. von Sabine Schoder

Von Katja87


Verlag: Fischer KJB
Original-Titel: Liebe ist was für Idioten. Wie mich.
Seitenanzahl: 352 (Broschiert) 
Preis: 12,99€ (Broschiert) 
           19,95€ (Hörbuch) 
           9,99€ (eBook) 
ISBN-13: 978-3733501518
Erscheinungsdatum: 23. Juli 2015
Altersempfehlung: ab 14 Jahre
kaufen? Amazon
Erhältlich auch in deiner Buchhandlung vor Ort!



Klappentext:Eine Liebesgeschichte, so echt, dass sie weh tut – und so berauschend, dass sie süchtig macht
Optimistisch gesehen ist Vikis Leben eine Vollkatastrophe. Da kann man schon mal aus Frust ein paar Tüten zu viel rauchen. Da kann es auch passieren, dass man nach einem Konzert mit dem Sänger der Band im Bett landet, obwohl man den eigentlich total bescheuert findet.
Wirklich.
Kein großes Ding.
So was passiert.
Aber ausgerechnet ihr?
Nein!
Ganz.
Sicher.
Nicht.
Oder vielleicht doch?

Quelle: Fischer KJB

Viki hat es absolut nicht leicht im Leben. Zu ihrem Vater hat sie eine wirklich schwierige Beziehung und das Leben der beiden miteinander ist alles andere als harmonisch. Hinzu kommt, dass sie ohne Mutter aufwachsen muss. Die Zeit, die sie mit ihren Freunden verbringt, ist ihr einziger Lichtblick.Dann passiert ihr ein Fehltritt, sie lässt sich auf einen One-Night-Stand mit Jay ein, dem Schul-Schwarm schlechthin, aber wenn man komplett zugedröhnt ist, kann einem solch ein Fehler schon mal unterlaufen. Blöd nur wenn man dann noch so einen schlechten Abgang hinlegt, dass besagter Junge mächtig Ärger an der Backe hat. Vielleicht kann sie das aber auch wieder grade biegen.
Schreibstil: Der Schreibstil von Sabine Schoder ist einfach gehalten, hat mir gut gefallen und das Buch lies sich sehr gut lesen und vor allem ziemlich schnell.

Geschrieben ist es aus Sicht von Viki.Meinung: Der Einstieg hat es mir zuerst ein wenig schwer gemacht, ich wusste nicht was ich von dem Buch halten soll. Es war zu Beginn ziemlich düster und zog mich fast schon mit in das schwarze Loch, worin die Protagonistin versinkt. Ich konnte es daher erst nicht glauben, wie schnell ich dann doch mit der Geschichte und den Charakteren warm wurde.
Viki ist ein Charakter der mich anfangs etwas zwiegespalten hat. Ich mochte zwar ihren Humor und ihre Schlagfertigkeit, konnte mich aber nur schlecht mit ihrem düsteren Verhalten anfreunden. Ich entwickel schnell Vorurteile gegen Leuten die Drogen nehmen und genau das geschah auch hier. Jedoch macht Viki im Laufe des Buches eine tolle Entwicklung, die meine anfängliche Meinung von ihr komplett revidieren konnte.
Jay, ich muss sagen, der Kerl ist auch eine Nummer für sich. Ich war bei ihm erst recht skeptisch, dachte er wäre so ein kleiner Bad Boy der mal eben von Bett zu Bett hüpft und so ziemlich alles mitnimmt was er kriegen kann. Durch sein abweisendes Verhalten gegenüber seinen ehemaligen Freunden hat er mich ziemlich rätseln lassen, bis sich meine Gedanken in eine Richtung bewegt haben, die mir absolut nicht gefiel. Zwar hab ich bei Jay etwas Zeit gebraucht um ihn zu mögen, aber dann hat er mich nicht mehr losgelassen.
Die Nebencharaktere haben mir gut gefallen. Besonders Vikis beste Freundin Mel, hat mich hier überzeugen können. Nicht jeder Charakter bekommt einen großen Auftritt, viele halten sich eher im Hintergrund, denn Vikis und Jays Beziehung ist hier einfach das Zentrale Thema, somit nehmen sie auch den meisten Teil des Buches ein. Aber auch Jays Eltern haben mir gut gefallen und waren sehr sympatisch und verständnisvoll. Vikis Vater jedoch ... der Platz für das größte lebenden A******** geht eindeutig an ihn und da brauch es in dem Buch nicht mehr Antagonisten, er reicht völlig.
Ich konnte es schwer glauben, dass dieses Buch ein Debüt ist. Es ist sehr gut geschrieben, hat in mir so viele Emotionen hervorgebracht. Ich habe mit den Charakteren gelacht, ich habe geheult ... sehr viel ... und mich mitreißen lassen von dieser tollen Geschichte. Einiges ist zwar vorhersehbar, bringt aber keinen Abbruch des Leseerlebnisses mit sich.
Dennoch gab es einen kurzen Moment, wo ich das Buch am liebsten gegen die nächste Wand geschmissen hätte. Es gibt einfach Autoren, die ihren Charakteren so unglaublich viel abverlangen und das macht Sabine Schoder hier auch mit ihrer Protagonistin. Ich habe zum Ende wirklich gedacht, dass ich zusammenbreche unter der Last, die Viki hier tragen muss. Aber das ist meckern auf hohem Niveau. ;) Wer ein emotionsgeladendes Jugendbuch sucht, der sollte unbedingt zu diesem hier greifen!Fazit: Dieses Debüt ist mitreißend, eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle, hat authentische Charaktere ... es ist einfach gelungen.


Dieses Buch habe ich gemeinsam mit der lieben Sunny gelesen. Für eine weitere Meinung KLICKT HIER. :)