[Rezension] Kinder des Nebels

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‘Kinder des Nebels’

von Brandon Sanderson

Mistborn #1

[Rezension] Kinder des Nebels

Vom Untergang eines magischen Reiches.
Seit über eintausend Jahren ist die Welt von Asche bedeckt. Seit über eintausend Jahren herrscht der unsterbliche Lord Ruler und versklavt das Volk der Skaa. Die Hoffnung scheint längst verloren, bis eines Tages ein junger Mann mächtige Fähigkeiten entwickelt und eine Schar von Rebellen versammelt. Sein Plan: Er will sie ebenfalls die Kontrolle über die magischen Kräfte lehren – und den allmächtigen Lord Ruler stürzen …
(Source: Goodreads.com)
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[Rezension] Kinder des Nebels

Nachdem ich von „Steelheart“ aus Sandersons Feder so begeistert war, musste bald darauf natürlich ein weiteres Buch von ihm folgen. Dieses Mal habe ich mich an High Fantasy ran gewagt, und obwohl ich skeptisch war, habe ich es nicht bereit.

In dieser Geschichte entführt Sanderson uns in eine Diktatur, in eine trostlose Welt, die besonders für die Skaa, eine Gruppe, die wie Sklaven behandelt wird, ohne jegliche Hoffnung hingenommen wird. Aber es wäre kein Sanderson Buch, gebe es neben den traurigen Facetten – durch diese zerstörte Welt, ohne richtige Blumen, in der tagtäglich Asche vom Himmel rieselt – nicht auch Fantastisches, einen Hoffnungsschimmer in der Dunkelheit.
Gerade Magie und Metalle spielen in dieser Fantasyidee eine tragende Rolle, da einige Menschen Metalle schlucken und in ihrem Magen ‚quasi‘ verbrennen können, um durch sie kurzzeitig gewisse Kräfte erhalten. So können sie Eisen heranziehen, oder sich davon abstoßen, wodurch sie Münzen werfen oder über große Hindernisse springen können. Oder sie können durch andere Metalle besser sehen, hören, sich versteckt halten und einiges mehr. Es ist zugegeben am Anfang etwas viel und schwierig zu verstehen, aber Stück für Stück kommt man besser mit den Eigenschaften der Metalle, wie auch der Gesamthandlung besser klar. Zum Glück ist das Buch ja ziemlich lange und man hat genügend Zeit sich auf alles einzustellen und zu verstehen. ;)

Aber nicht nur die Welt und der Plot ist grandios, voller Wendungen und einzigartiger Ideen, die mir bislang nicht bekannt waren und komplett neu sind – sondern auch die Charaktere. Wir bekommen die Geschichte abwechselnd von Vin und Kelsier erzählt. Kelsier oder kurz Kell, ist ein humorvoller Gauner, der eine Diebesband anführt, aber der sehr bald auch ernste Seiten zeigt und einen größeren Plan erreichen möchte, nicht nur für sich, sondern für alle Skaa. Vin ist auf der anderen Seite ein junges Mädchen, die mit ihm und seiner Bande zusammenstoßt und nichts von den Kräften in der Welt weiß und vieles erst herausfinden und erlernen muss. Und genau das zusammen macht sie mit uns als Leser und somit ist es später auch immer leicht das ganze komplexe System zu verstehen.

Aber nicht nur die beiden waren mir sympathisch, nein – auch die anderen aus der Band, die alle sehr unterschiedlich sind und jeder seine Stärke besitzt. Eines haben sie alle gemein – und das sind ihre Loyalität und der Glaube an ihren Plan. Genauer möchte ich darauf nicht eingehen, um nicht zu spoilern, und ich hoffe, ich habe noch nicht zu viel gesagt, damit jeder dieses Geheimnis und die Welt selbst für sich entdecken kann.

Wäre der Plot, die Charaktere und die erfrischende neue Idee noch nicht genug, um ein umwerfenden Buch zu zaubern, brilliert Sanderson natürlich auch mit seinem Schreibstil, der einfach unglaublich toll und schön zu lesen ist. Hier ist ein Meister am Werk und wir Jungschreibern können uns nur vor ihm verbeugen. Wirklich bewundernswert. <3"><3"><3 Hach, ich glaube, ich habe gerade mein Fangirl rausgelassen. :D

Tja, und nun fragt ihr euch bestimmt, warum ich dann nur 4,5 Punkte vergebe, wenn ich so hin und weg bin? Das liegt daran, dass zwar eine kleine Romanze in dem Buch vorkommt, aber diese wirklich sehr, sehr gering ist und nur am Rande erwähnt wird. Wer mich kennt, der weiß, dass mir das leider viel zu wenig war.^^

Und der zweite Grund dafür war das Ende, bzw. die Wendung kurz vor dem Schluss des ersten Teils. Es gab da eine überraschende Kehrtwendung, die alles in den Schatten gestellt hat, mit dem ich gerechnet habe. Aber nicht nur dass, ich war auch total unglücklich deswegen, aber ich kann hier nicht genau darauf eingehen, ohne zu spoilern. Doch ich war und bin noch immer sehr traurig über die Entwicklung gegen Ende und das ist auch der Grund für mich, warum ich jetzt eine Pause vor dem zweiten Teil einlegen werde. Aber weiterlesen werde ich bestimmt.. nur müssen zuerst die Wunden heilen. ./

[Rezension] Kinder des Nebels

Ich muss gestehen, ich liebe das Cover vom englischen Taschenbuch, aber das Deutsche kommt bei weitem nicht an das heran. Mit ist es etwas zu einfarbig und auch nichtssagend. Schade, dabei ist es so ein Epos!

[Rezension] Kinder des Nebels

Ein weiteres wundervolles Buch/ Reihe von Sanderson, das ich jedem High Fantasy Fan wärmstens empfehlen kann, aber auch jene, die etwas kritischer mit dem Genre umgehen. Es ist nicht zu viel High Fantasy und durch die tollen Charaktere und genialen Idee fallen einem der Einstieg und das Lesen dieses Eposes leichter, als bei anderen. Top Empfehlung von meiner Seite! :)

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4,5 of 5 points – (soo awesome!)

[Rezension] Kinder des Nebels

[Rezension] Kinder des Nebels(© Sanderson)

Sie dürfen dich nicht als Mädchen ansehen, warnte Reens Stimme in ihr. Doch zum ersten Mal verspürte sie den Wunsch, diese Stimme nicht weiter zu beachten.
“Vielleicht können wir dich ja doch in eine Dame verwandeln”, meinte Kelsier lachend, was ihm einen bösen Blick von Vin einbrachte.
“Zuerst müssen wir sie dazu bringen, nicht so oft die Stirn zu runzeln, Meister Kelsier”, merkte Sazed an.
“Das wird schwierig”, sagte Kelsier. “Sie schneidet so gern Grimassen.”
(Vin)

Vin spürte, wie ihr das Blut ins Gesicht schoss. Vermutlich hat er Recht, sagte sie entschieden zu sich selbst. Dennoch war sie leise verärgert über die drei Männer – vor allem über Kelsier und seine leichtfertige, abwertende Haltung.
“Ja”, sagte Kelsier, “es ist wahrscheinlich das Beste, wenn du Wager aus dem Weg gehst. Versuch ihn zu beleidigen oder so etwas. Schenk ihm einen deiner berühmten bösen Blicke.
Vin sah Kelsier grimmig an.
“Genau so!”, meinte er und lachte
(Vin)

“Das war kein Sieg, Mennis”, flüsterte Kelsier. “Ich werde dir noch zeigen, was ein Sieg ist.”
Er zwang sich zu einem Lächeln – es war kein Lächeln des Vergnügens oder der Befriedigung. Er lächelte trotz der Trauer, die er über den Tod seiner Männer verspürte; er lächelte, weil er etwas tun würde. Das war der Weg, auf dem er dem Obersten Herrscher – und sich selbst – beweisen wollte, dass er noch nicht besiegt war.   Nein, er würde nicht weggehen. Er war noch nicht fertig. Noch lange nicht
(Kelsier)

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#1:   Brandon Sanderson – Kinder des Nebels »»
#2:   Brandon Sanderson – Krieger des Feuers
#3:   Brandon Sanderson – Herrscher des Lichts
#4:   Brandon Sanderson – Jäger der Macht
#5:   Brandon Sanderson – Shadows of Self (dt. Titel unbekannt)
#6:   Brandon Sanderson – Untitled
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(© goodreads.com)


Brandon Sanderson:

Brandon Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit phantastische Geschichten. Er studierte Englische Literatur und unterrichtet Kreatives Schreiben. Sein Debütroman »Elantris« avancierte in Amerika auf Anhieb zum Bestseller. Seit seinen Jugendbüchern um den jungen Helden Alcatraz und seiner großen Saga um die »Kinder des Nebels« gilt der junge Autor auch in Deutschland als einer der neuen Stars der Fantasy. Er wurde auserwählt, Robert Jordans großen Fantasy-Zyklus »Das Rad der Zeit« fortzuschreiben. Brandon Sanderson lebt mit seiner Familie in Provo, Utah.
(Source: randomhouse.de)

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Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an:

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