[REZENSION] "Kalte Stille" (Band 1)

Cover
Der Autor
Wulf Dorn, Jahrgang 1969, schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr. Seine Kurzgeschichten erschienen in Anthologien und Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Mit seinem Debütroman Trigger gelang ihm sofort ein Bestseller, die Verfilmung des Romans befindet sich in Vorbereitung. Inzwischen wurden seine Romane in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Produktinformation
Link zu Amazon
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (12. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345343403X  / ISBN-13: 978-3453434035
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3,4 cm
Leseprobe
Quelle: Randomhouse   *lies mich*
Die Geschichte...
Vor 23 Jahren ist Sven, der kleine Bruder von Jan Forstner verschwunden - und eine alte Tonbandaufzeichnung, ist alles, was dem Psychiater geblieben ist. Außerdem verunglückte in jener auch Jans Vater - ein Schicksal, von dem sich die restliche Familie Forstner bis heute nicht erholt hat. Als Jan nun nach Fahlenberg zurückkehrt und eine neue Stelle in der Waldklinik annimmt, holt ihn die Vergangenheit wieder ein...
Meine Meinung:
"Kalte Stille" heißt der 1. Band der Jan Forstner-Reihe, die Wulf Dorn in den fiktiven Ort Fahlenberg verlegt hat. Der Prolog schildert die Geschehnisse des Samstag, 12. Januar 1985, als der kleine Sven spurlos verschwunden und Forstner sen. bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Die eigentliche Geschichte beginnt 23 Jahre danach.
Der 35-jährige Dr. Jan Forstner steht in "Kalte Stille" zum ersten Mal im Mittelpunkt des Geschehens. Der gutaussehende Psychiater hatte in der Vergangenheit mit einigen Problemen zu kämpfen und nun in der Waldklinik Fahlenberg einen Job angenommen. Doch die Vergangenheit ruht nicht und das Verschwinden seines kleinen Bruders lässt den Psychiater auch nach 23 Jahren nicht ruhen...  Jan Forstner ist ein Protagonist, der einem unter die Haut geht. Mit einer dunklen Vergangenheit, einigen Ängsten und Schwächen ausgestattet, ist der Arzt eine lebendige Hauptfigur, der durchwegs glaubwürdig agiert. Alle mitwirkenden Charaktere, auch Nebenfiguren wie die Journalistin Carla Weller oder Jans väterlicher Freund, wurden großartig gestaltet und erscheinen sehr authentisch.
Kaum hat man "Kalte Stille" aufgeschlagen und die ersten Zeilen gelesen, zieht die Geschichte seine Leser in den Bann und lässt einen so schnell nicht mehr los. Durch das Schicksal, das Dr. Forstner schwer gezeichnet hat, nimmt man besonderen Anteil und hofft, dass sich Svens Verschwinden aufklärt und die Story ein gutes Ende nimmt. Durch einen hervorragend ausgearbeiteten Plot samt verschlungener Irrwege & ungeahnter Wendungen lässt sich unmöglich sagen, in welche Richtung die Story geht und schon gar nicht, welchen fulminanten Ausgang sie nimmt.
Erzählt werden die unfassbaren Ereignisse vorwiegend aus der Perspektive von Jan Forstner (in der 3. Person), wobei uns der Arzt einen tiefen Einblick in seine Gefühls- und Gedankenwelt gewährt. In Rückblenden erfahren wie mehr über die Begebenheiten aus dem Jahr 1985, wodurch wir die Zusammenhänge besser begreifen. Zwischendurch schildern einige Nebenfiguren die Geschehnisse aus ihrem jeweiligen Blickwinkel. Es fällt einem leicht, Jan Forstner sympathisch zu finden und mitzufiebern bzw. mitzuleiden. Die Story führt die Leser immer wieder auf Irrwege oder falsche Fährten und fasziniert mit erschütternden Tatsachen - ganz ohne überflüssige Szenarien oder irgendwelche Längen zu beinhalten.
Wulf Dorn treibt versteht es geschickt, die Spannung unermüdlich voranzutreiben und den Spannungsbogen durchgehend gespannt zu halten. Wie in den Büchern seines Schriftstellerkollegen Sebastian Fitzek ist auch in "Kalte Stille" nichts so, wie es zu sein scheint. Durch die gut gewählten Perspektivenwechsel und mehrere Handlungsstränge, die im Handlungsverlauf miteinander verweben und in ein rasantes Finale gipfeln, lässt sich "Kalte Stille" flüssig und rasant lesen. Dank der spannungsgeladenen Schreibweise, der fesselnden Sprache sowie der Kapitel in angenehmer Länge fliegt man nur so durch die Seiten und würde diesen (Psycho-)Thriller am liebsten in einem Rutsch durchlesen.
FAZIT: Der Auftakt der Jan Forstner-Reihe lässt uns in die Abgründe der menschlichen Seele blicken und hat mich zutiefst beeindruckt. "Kalte Stille" fasziniert mit einem faszinierenden Plot samt vielen falschen Fährten & Überraschungen, einer interessanten Hauptperson und einem fesselnden Schreibstil und garantiert viele spannende Lesestunden! Dafür vergebe ich eindrucksvolle 5 (von 5) Punkte und freue mich auf weitere Spannungsliteratur aus dem Hause Dorn.    
   

wallpaper-1019588
Wir wollen uns keine Grenzen setzen – Cinemagraph im Interview
wallpaper-1019588
Familienfest am Bahnhof Mariazell – Fotobericht
wallpaper-1019588
Wichtigkeit oder Überfluss des Motivationsschreibes
wallpaper-1019588
Richter schließt Untersuchung wegen Steuervergehen der Cursach-Gruppe ab
wallpaper-1019588
Ostern, Musik und der Wochenstart
wallpaper-1019588
Für den guten Zweck
wallpaper-1019588
Tag 82 …
wallpaper-1019588
Tag 83 …