[Rezension] Ich und die Menschen

[Rezension] Ich und die MenschenAutor: Matt Haig
Verlag: dtv
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 352
Preis: €9,99
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Reihe: -

Inhalt
Andrew Martin hat eine bedeutende mathematische Entdeckung gemacht – und dafür muss er nun sterben. Anschließend wird er durch einen Außerirdischen ersetzt, der den Auftrag hat dafür zu sorgen, dass nichts über die Entdeckung bekannt wird, weil die Menschheit damit zum jetzigen Zeitpunkt zu viel Schaden anrichten würde. Nach einiger Zeit auf der Erde muss „Andrew“ allerdings feststellen, dass die Menschen doch anders sind als er dachte und es gar nicht so leicht ist, sie zu töten, wenn man selbst immer mehr wie sie wird.

Meinung
In dieser Geschichte hat ein Außerirdischer die Position eines Menschen eingenommen und das wird auf unterhaltsame Art schon zu Beginn des Buches dadurch deutlich, dass er den Leser direkt anspricht. Dabei wendet er sich aber an seine eigene Art und erzählt von seinen ersten Eindrücken auf der Erde und von den Menschen und schon damit war ich überzeugt. Das alles wird zwar überspitzt, aber auf eine sehr unterhaltsame Art dargestellt, in der man sich und seine Mitmenschen auf gewisse Art doch wiederfindet. Wie absurd das alles für den Protagonisten ist, ist super witzig zu lesen und insgeheim musste ich ihm doch manchmal zustimmen.
Als er auf der Erde ankommt, hat er überhaupt keine Ahnung vom menschlichen Leben und kennt nur die schlechten Seiten. Da die „Regierung“ seines Planeten die Reise geplant und ihm den Auftrag gegeben hätte, hätte ich schon erwartet, dass sie ihn etwas darauf vorbereiten. Hier kommt es nämlich zu einigen Logikfehlern und meinen einzigen Kritikpunkten an dieses Buch. Auffällig war es, dass er zunächst eine Menge Aufsehen erregt, indem er unbekleidet durch die Stadt läuft, da ihm nicht bewusst ist, dass Kleidung eine Konvention ist, die man hier einhalten sollte, aber andererseits nimmt er wie selbstverständlich seinen Schlüsselbund mit, als er kurz darauf das Haus verlässt. Wieso er also manche Dinge einfach so weiß, obwohl er scheinbar nicht vorbereitet wurde, erscheint mir nicht logisch. Darüber kann ich bei all den positiven Aspekten allerdings hinwegsehen.
Wie schon erwähnt ist das Buch sehr witzig und ich musste regelmäßig lachen oder grinsen, was vor allem an den überzogenen, aber doch irgendwie akkuraten Beschreibungen der Menschen oder deren Gewohnheiten lag. Daneben spricht das Buch aber auch viele andere Gefühle an. Was ich über dieses Buch gehört habe ist, dass es ein Buch über das Mensch(lich)-Sein ist und besser kann ich es nicht ausdrücken. Es zeigt zwar die negativen Seiten der menschlichen Existenz, erinnert aber auch an viele positive und lässt einen insgesamt sehr nachdenklich zurück.

Fazit
Ein faszinierender Blick auf die Menschheit aus Sicht eines Aliens, der nicht nur die negativen, sondern auch die positiven Seiten kennenlernt und dem Leser nachdenklich und mit viel Gefühl nahelegt.4,5 Punkten

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