[Rezension] Hilfe, ich habe Teenitus! (C. & V. Hagen)

Von Creativityfirst


Clemens & Valerie Hagen: Hilfe, ich habe Teenitus! Ehrliche Be- und Erkenntnisse eines Vater-Tochter-Duos, das gemeinsam durch Dick und Dünn der Teenagerzeit geht, verspricht dieses Buch. Ein munterer, ausgeflippter Ratgeber für eine ausgewogene generationsübergreifende Kommunikation.Typische Klischees und außergewöhnliche Erlebnisse dürften für Kopfnicken und Augenrollen bei Groß und Klein (respektive jenen, die groß werden wollen) sorgen.~ Rezension ~

Inmitten des jugendlichen WahnsinnsAuch wenn er sich längst seelisch und moralisch darauf hatte vorbereiten können, so fühlt sich Clemens Hagen dennoch nicht gewappnet, um seiner Teenagertochter Valerie die Stirn zu bieten.Mit den Erinnerungen an seine eigene Jugend hat die im Hause Hagen herrschende Situation wohl nichts mehr zu tun, muss Clemens feststellen. Valeries Experimente und Tatendrang lassen ihrem Vater nicht selten die Haare zu Berge stehen, während der übervorsichtige (oder auch über breitere Lebenserfahrung verfügende) Papa beim Töchterchen mächtiges Stirnkräuseln hervorruft. Doch trotz häufig konträrer Meinungen, sind die beiden im Grunde unzertrennlich.Clemens Hagen stellt eines Tages fest: Hilfe, ich habe Teenitus! Ohne Zweifel fühlt er sich als Vater einer nicht mehr nur niedlichen Tochter überfordert. Doch auch Valerie hadert nicht selten mit den „altmodischen“ Ansichten ihres Vaters.

Ihr Miteinander als ungleiches Duo schildern die beiden auf ehrliche, amüsante und ungezwungene Art und Weise. Ob peinliche Eskapade oder emotionaler Wendepunkt – schonungslos und lebensnah werden 50 Episoden in diesem Buch verpackt.Sowohl Vater als auch Tochter erzählen die kurzweiligen Anekdoten, wobei die persönliche Note stets eine mit Augenzwinkern zu sehenden Subjektivität vermittelt.

Dieser „Ratgeber“ für alle von der Pubertät heimgesuchten Familien kommt spritzig und reichlich bebildert daher, sodass für dauerhaftes Schmunzeln beim Leser gesorgt wird. Die Realitätsnähe kombiniert mit einer gewissen Kuriosität hat für mich den Funken überspringen lassen. Einzig die für meinen Geschmack manchmal zu freche Ausdrucksweise Valeries, behagte mir nicht immer. Klar, die Jugend hat ihre eigene Rhetorik, doch der angeschlagene Ton macht noch immer die Musik.

Insgesamt bietet dieser schwungvolle Erfahrungsbericht glänzende Unterhaltung für die gesamte Familie – gemeinsam sieht man das Chaos aus Partymarathon, Schulwahnsinn und Liebeskummer durch ein buntes Kaleidoskop aus Freud und Leid.

F★ZITEhrlich. Herzlich. Lebendig.