[Rezension] Goldmarie auf Wolke sieben von Gabriella Engelmann

Von Pimi @pimisbuecher

“Ich liebe diese heilige Zeit der magischen Wunder. Das goldene Tor beginnt, sich zu öffnen, in den eiskalten Dezembernächten leuchten die Sterne besonders hell…”

Darum geht´s:

Hauptperson in diesem Buch ist die 17 jährige Marie Goldt, dessen Mutter spurlos verschwand als sie 3 Jahre alt war und dessen Vater zu früh, plötzlich starb. Seitdem lebt sie bei Stiefmutter Kathrin Pechstein und Stiefschwester Lykke Pechstein. Mit Lykke versteht sich Marie nicht allzu gut und zudem ist das Geld knapp. Daher muss Marie nebenher jobben und ist überglücklich, als sie in dem kleinen Laden “Traumzeit” angestellt wird. Der Laden gehört der mysteriösen Nives Hulda, die Maries und auch Lykkes Leben ordentlich auf den Kopf stellt.

Meine Meinung:
Man liest in dem Buch 3 Perspektiven, die alle miteinander verbunden sind. Die Hauptstory, ist wie gesagt, die von Marie, dazwischen sind Tagebucheinträge ihrer Schwester Lykke zu finden und dorthinein hat Gabriella Engelmann ein Märchen gewebt, in dem es um Feen und Königinnen geht, die das Geschehen auf der Erde betrachten und ordentlich durcheinander bringen.
In diesem Buch wird, anders als bei Cinderella Undercover, wirklich ein bisschen Magie ins hier und jetzt geholt. Aber ich finde, dass diese magischen Elemente wunderbar zur Story passen.

Marie hat noch immer mit dem Verlust ihres Vaters zu kämpfen. Trotzdem ist ihr Leben ansonsten relativ normal. Sie trifft sich mit Freunden, mit Jungs und sie geht jobben. In Nives findet sie eine Vertraute, mit der sie über ihre Sorgen und Ängste sprechen kann.

Ein bisschen Liebe darf natürlich auch nicht fehlen. Marie lernt Dylan kennen, der ihr im Nu den Kopf verdreht. Diese Liebesgeschichte ist total süß, weil man sich in Maria super hineinversetzen kann. Alle Figuren sind toll beschrieben und ich wollte mich gar nicht mehr von ihnen trenne. Auch Lykke ist gar nicht so eine schlimme Stiefschwester. Vor allem durch ihre Tagebucheinträge, die der Leser immer mal wieder zu Gesicht bekommt, ist sie mir sehr sympathisch geworden. Zunächst hatte ich einfach Mitleid mit ihr und später habe ich wirklich gehofft, dass die Arme auch ein Happy End bekommt. Ob dies der Fall ist, dass müsst ihr schon selbst nachlesen

Im Buch trifft der Leser viele Bekannte Figuren, aus den anderen Märchen. Z.B. Cynthia und Gernot, aus der Cinderella Reihe und auch der Veggi Himmel, das vegetarische Restaurant in Hamburg mit dem besten Chili, kam mir sehr bekannt vor   Außerdem lernt Marie Sören kenne, der in der WG der Zwerge wohnt (ich vermute mal aus “Weiß wie Schnee”). Ihn finde ich am tollsten, vor allem, weil er Vegetarier ist .

Das Buch ist ein perfekter Weihnachtsschmöcker, denn er spielt in der Zeit vom 7.11.2011 bis zum 06.01.2012. Es ist also noch nicht zu spät um ihn Euch zur Hand zu nehmen und mit einem Holundersüppchen (siehe unten) auf dem Sofa zu verschwinden.

Für viele endet die Märchenreihe von Gabriella Engelmann mit diesem tollen Buch (so sagte die Autorin zumindest in diesem Video, vielleicht ändert sie ihre Meinung ja noch einmal?), ich Glückliche, darf noch 3 weitere Bücher lesen, da ich nur das dritte (Cinderella Undercover) und das letzte (Goldmarie auf Wolke 7) Buch, der 5 teiligen Reihe, gelesen habe. Wer Gabriella Engelmanns Bücher noch nicht kennt, der sollte sich schnell etwas von ihr auf die Leselotte holen. Ich habe die beiden Bücher, die ich bisher von ihr gelesen habe, sehr genossen. Auf jeden Fall werde ich die anderen Märchenbücher von ihr ganz schnell lesen, aber auch die Erwachsenenbücher von ihr klingen vielversprechend.

P.S. Das Rezept am Ende des Buches, Apfel-Holunder-Süppchen mit Schneeflöckchen ist ein echtes Highlight, und vegetarisch

Fazit:
Müsste ich dieses Buch mit Adjektiven beschreiben, würde ich sagen:

    • märchenhaft
    • weihnachtlich
    • magisch
    • verzaubert
    • verschneit
    • jugendlich
    • traumhaft

Eine schöne Frau Holle Geschichte, neu interpretiert und ins Hamburg von heute geholt. Toll !

Die Märchenreihe (Ich liebe übrigens die bunten Cover, die immer nur die Beine zeigen)