Rezension: Fern wie Sommerwind von Patrycja Spychalski

Rezension: Fern wie Sommerwind von Patrycja Spychalski
Rezension: Fern wie Sommerwind von Patrycja Spychalski
  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: cbt (13. Mai 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570308634
  • ISBN-13: 978-3570308639
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren

Rezension: Fern wie Sommerwind von Patrycja Spychalski
Ganz ehrlich! Noras größtes Problem ist, dass sie sich ihr Leben lieber vorstellt - in den verrücktesten Visionen ihrer Zukunft -, als es einfach zu leben. Doch jetzt kommen die letzten Ferien, der Sommer der großen Entscheidungen. Nora verbringt ihn an einem hübschen Badeort am Meer und jobbt als Drachenverkäuferin am Strand. Neben dem Kaffeemädchen und den Eisverkäufern ist da auch noch Popcornjunge Martin, mit dem schönen Lächeln und dem sonnengelben Haar. Als Martin sich immer wieder in Noras Tagträumereien verirrt, wird klar: Wenn es um ihn geht, sollte das Leben auf keinen Fall nur im Kopf stattfinden …  Rezension: Fern wie Sommerwind von Patrycja Spychalski
Ich schreibe Briefe an meine Zukunft.
Rezension: Fern wie Sommerwind von Patrycja Spychalski
Ich war von "Ich würde dich so gerne küssen" von der Autorin nicht hundertprozentig überzeugt, aber ich habe das Buch doch irgendwie gerne gelesen. Deswegen war ich sehr auf das neue Buch von ihr gespannt und wollte es natürlich gleich lesen. Bei "Ich würde dich so gerne küssen" hat mir ja sehr gut gefallen, dass die Geschichte wie mitten aus dem Leben gerissen scheint. Sie war einfach so realistisch und authentisch, deswegen habe ich mir erhofft, dass diese genauso realistisch sein wird. Ich war echt total glücklich als das Buch in einem Päckchen vom cbt Verlag war. Ich musste mich einfach gleich auf die Terasse setzten und es beginnen, denn ich hatte die Hoffnung, dass es genau das richtige Buch für den Sommer sein wird. Das Buch hatte ich tatsächlich nach zwei Tagen durch und das obwohl ich noch relativ für die Schule machen musste (das ist jetzt zum Glück vorbei, da Notenstopp war :D).
Die Geschichte fand ich wirklich von Anfang an sehr angenehm zu lesen. Schon als ich mir den Klappentext durchgelesen habe, empfand ich das Gefühl, dass diese Geschichte ihren ganz eigenen Charme hat. Und genauso ist es auch. Aber jetzt wollt ihr bestimmt erst mal wissen worum es denn in der Geschichte genauer geht. In der Geschichte geht es um die 17-jährige Nora, die ihre Sommerferien in einem kleinen Ferienort an der Ostsee verbringt. Nora stellt sich immer vor wie ihr Leben wohl verlaufen würde und das nicht zu selten. Andauernd versinkt sie in irgendwelchen Tagträumereien und stellt sie vor wie ihr Leben wohl verlaufen würde, wenn sie so wie eine andere Person handeln würde. Nora arbeitet während ihrer Ferien für Max als Drachenverkäuferin und lernt dort Ruth, die Kaffee verkauft, James und Rocco, die Kaffee verkaufen und Martin, der Popcorn verkauft kennen. Martin hat es ihr irgendwie gleich angetan und sie erwischt sich immer öfter dabei wie er in ihren Tagträumereien auftaucht. Da merkt sie, dass sie bei Martin die Zeit nicht an Tagträumereien verschwenden darf, sondern handeln muss... Diese Geschichte hat mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seiten vollkommen berührt, weil Nora wirklich kein einfaches Leben mit ihrer Mutter führt und sie sich meistens in Tagträumereien flüchtet, um sich dem Alltag bzw dem Leben nicht stellen muss. Ich fand das wirklich richtig traurig, weil so etwas niemand verdient hat. Aber genau das macht diese Geschichte wieder so realistisch. Noras Geschichte könnte mitten aus dem Leben gerissen worden sein. Vielleicht liegt das aber auch mitunter daran, dass die Geschichte an der Ostsee und nicht irgendwo in den USA spielt. Mit dieser Wahl des Ortes kann man sich natürlich viel mehr identifizieren und ich musste sofort an meinen letzten Urlaub an der Ostsee denken und hatte sofort Fernweh. Diese Geschichte ist für mich nicht unbedingt locker und leicht, sondern eher berührend, romantisch, aber manchmal auch echt traurig. Sommerromanze, Freundschaft, Vertrauen, Liebe, Geborgenheit, Sommer, Strand, Erwachsenwerden, Unabhängigkeit und Glück sind Wörter, die mir sofort einfallen wenn ich an die Geschichte denke, denn genau von diesen Dingen handelt sie. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht was ich noch zu der Geschichte schreiben soll, außer, dass ihr sie einfach selbst lesen müsst, damit ihr versteht was ich mit den Schlagwörtern meine und warum diese Geschichte meiner Meinung nach so realistisch ist. Die Geschichte hat mich wirklich zum Lachen, aber auch zum Weinen gebracht und hat mich nachdenklich gemacht. Ich habe über mein eigenes Leben nachgedacht und auch darüber wie es wohl verlaufen wird. Ich habe das Buch wirklich verschlungen und das lag vor allem an der Geschichte, weil sie mich einfach gefesselt hat. Ich wollte und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, denn es hat mich mit der wundervollen Sommer-Stimmung eingefangen und wollte mich tatsächlich nicht mehr loslassen. Auch jetzt nachdem ich das Buch beendet habe, denke ich immer noch über Noras Geschichte nach. Diese Geschichte hat mir gezeigt, dass es nicht immer diese übertriebenen Liebesgeschichten sein müssen, sondern auch authentische und zarte Sommerromanzen mich begeistern können. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch euch diese Geschichte begeistern wird wenn ihr eine Liebesgeschichte mögt, die definitiv nicht klischeehaft abläuft und die an einem zum-träumen-schönen Ort spielt. Ich kann euch wirklich nur empfehlen dieses Buch jetzt bald zu lesen, damit ihr damit wirklich den Sommer verbinden könnt und euch mit der Atmosphäre identifizieren könnt. Noras Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert und berührt.
Die Charaktere gefallen mir wirklich alle sehr gut, weil sie so unterschiedlich sind, aber irgendwie doch alle wunderbar miteinander harmonieren. Hier gab es auch wirklich mal keinen Charakter, der mir vollkommen unsympathisch war. Hier hatte jeder wirklich eine gute und auch eine schlechte Seite. Diese Charaktere sind genauso unterschiedlich wie realistisch. Ich wette, dass die Autorin diese Menschen von der Straße gefischt hat und sie gefragt hat wie sie in verschiedenen Situationen reagieren würden :D Nora ist die Protagonistin der Geschichte. Sie ist 17 Jahre alt und lebt normaler Weise mit ihrer Mutter in Berlin. Ihre Mutter war aber der Meinung, dass Nora Verantwortung für ihr Leben übernehmen soll und lernen soll wie es ist zu arbeiten. Deswegen bringt sie Nora dazu sich auf einen Job an der Ostsee zu bewerben. Nora wird als "Drachenmädchen", also als Drachenverkäuferin angestellt und befindet sich kurz darauf in einem kleinen Ferienort an der Ostsee. Sie soll bei Irmi, einer älteren Dame wohnen, die ein Zimmer über den Sommer vermietet. Noras Problem ist, dass sie sich immer wieder in Tagträumereien flüchtet, um ihrem Alltag zu entfliehen. Dabei erträumt sie sich ihr ganzes Leben und vergisst manchmal dabei ihr Leben überhaupt auszuleben. Sie denkt über alles und jeden wirklich nach und möchte immer, dass die Leute nur das Beste von ihr denken. Sie achtet einfach sehr darauf so zu sein wie andere Menschen, sie gerne hätten. Aber als sie Martin kennenlernt, merkt sie, dass ihre Tagträume ihr nicht weiterhelfen und, dass sie anstatt zu träumen, handeln muss. Nora ist wirklich total liebevoll, wenn es um die Menschen geht, die ihr am Herzen liegen. Sie hat von ihrer Mutter nie wirklich diese Geborgenheit bekommen, die sie gebraucht hätte und geht deswegen mit Zärtlichkeit von anderen Menschen nicht ganz so einfach um. Ihr ist es einfach fremd, dass sich Menschen um sie sorgen und ihr helfen wollen. Ich mag Nora wirklich gerne, auch wenn ich am Anfang echt dachte, dass sie mit ihrer ganzen Träumerei ja schon irgendwie ein bisschen verrückt ist. Ich meine, ganz normal ist das doch wirklich nicht. Aber das weiß sie auch selber ein. Sie merkt selber, dass es nicht normal ist, dass sie ihr Leben eigentlich nur in ihren Träumen auslebt. Ich mochte Nora trotzdem vom ersten Augenblick an, weil sie irgendwie was besonderes ist. Sie ist nicht perfekt, auch wenn sie es meistens sein will, aber gerade deswegen konnte mich mich mit ihr so gut identifizieren. Sie ist ein tolles Mädchen, das man einfach gerne mögen muss, gerade weil sie eine kleine Klatsche hat und definitiv nicht perfekt ist. Ich finde, dass Nora als Protagonistin wirklich super zu der Geschichte passt. Diese Geschichte hätte gar nicht so gut ohne das Drachenmädchen funktioniert. Martin lebt mit seiner Familie in dem Ferienort, wo Nora arbeitet und arbeitet für den gleich Arbeitgeber. Er ist der Popcornjunge und man merkt von Anfang an, dass er Nora toll findet. Er zeichnet in seiner Freizeit und zwar nicht so gewöhnliche Gegenstände oder Menschen, sonder behinderte Kinder, die trotz ihrer Einschränkung Spaß am Leben haben. Ich mochte Martin wirklich vom ersten Augenblick an. Deswegen finde ich es schade, dass man im Laufe der Geschichte nur so wenig von ihm erfährt. Ich hätte gerne noch mehr über diesen tollen Jungen erfahren. Er ist auf jeden Fall sehr einfühlsam und kann über seine Gefühle sprechen, was ja bei Männern echt nicht oft der Fall ist. Er hält zu Nora, auch wenn es mal schwierig ist und er nimmt sie vor allem so wie sie ist und möchte sie gar nicht verändern. Ich mochte Martin einfach vom ersten Augenblick an und könnte mir die Geschichte gar nicht ohne ihn vorstellen. Martin gehört genauso zur Geschichte wie Nora selbst. Irmi ist eine ältere Dame, die auch in dem Ferienort an der Ostsee wohnt und zwar ganz alleine, denn sie hat keinen Mann und auch keine Kinder. Sie lässt Nora bei sich wohnen und nimmt sie gleich total herzlich bei sich auf. Irmi kümmert sich wirklich total rührend um Nora und probiert ihr die Zeit bei ihr so schön, wie nur möglich zu gestalten. Ich habe Irmi wirklich sofort in mein Herz geschlossen, weil sie einfach so liebenswert und niedlich ist, so dass man sie einfach mögen muss. Mir ist oft durch den Kopf geschossen, dass sie die perfekte Oma wär, denn sie kocht mit Nora Marmelade und macht ihr Tee. Sie ist einfach toll und die Geschichte wär ohne sie nur halb so schön. 
Der Schreibstil hat mir wirklich sehr gut gefallen. Die Geschichte ist aus der personalen Ich-Perspektive aus Noras Sicht geschrieben. Man hat also immer mitbekommen was Nora denkt oder gerade fühlt. Vor allem hat mir aber gefallen, dass man so verstehen konnte, warum sie ihr Leben meistens lieber träumt als lebt. Der Schreibstil hat wirklich sehr gut zu Nora gepasst und vor allem auch sehr gut zu dem Realismus, den die Geschichte und auch jeder einzelne Charakter ausstrahlt. Der Schreibstil ist meiner Meinung nach eher schlicht gehalten, aber gerade das macht ihn so realistisch und wirklich gut zu lesen, denn niemand von uns denkt mit wunderschönen Formulierungen. Wir denken halt einfach. Ich hatte das Buch wirklich sehr schnell durch und das lag unter anderem auch an dem Schreibstil, weil er einfach angenehm zu lesen war und super zu der Geschichte und der Protagonistin gepasst hat. Er besticht einfach durch seine Schlichtheit.
Der Titel gefällt mir wirklich ziemlich gut, auch wenn ich noch nicht wirklich dahinter gekommen bin, was er jetzt genau bedeuten soll. Ich habe es mir so gedacht, dass Noras Gedanken manchmal "fern wie sommerwind" sind. Anders konnte ich es irgendwie nicht interpretieren. Ich habe echt viel darüber nachgedacht, aber mir ist echt keine bessere Interpretation eingefallen. Trotzdem finde ich, dass der Titel sehr gut zu der Geschichte passt, die ja an der Ostsee, wo immer Wind herrscht, im Sommer spielt. Ich finde den Titel einfach nur schön und muss wirklich sagen, dass er mich neugierig gemacht hat. Mir würde ansonsten auch ehrlich gesagt gar kein "besserer" Titel einfallen.
Das Cover gefällt mir wirklich unheimlich gut, da man darauf zwei Personen erkennen kann, die auf einer Bank am Meer sitzen und wo der Junge den Arm um das Mädchen legt. Der Junge soll ganz klar Martin sein und das Mädchen Nora. Ich muss echt sagen, dass die beiden sehr gut ausgesucht wurden und, dass ich da wirklich nicht meckern kann. Außerdem sieht man am Himmel einen Drachen fliegen und Nora ist ja bekanntlicher Weise das Drachenmädchen. Ich finde das Cover wirklich schlicht aber wunderschön, genauso wie die Geschichte selbst. Es passt sehr gut und ich kann mir kein besseres Cover vorstellen. Hier hat man sich echt Gedanken gemacht.
Rezension: Fern wie Sommerwind von Patrycja Spychalski
"Fern wie Sommerwind" von Patrycja Spychalski konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern und überzeugen. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es durch eine Geschichte besticht, die so realistisch ist, dass man denken könnte, dass dies eine wahre Begebenheit ist und, die einen das Sommergefühl vermittelt, Charaktere, die alle liebenswert und genauso authentisch wie die Geschichte sind, einen Schreibstil, der schlicht, aber sehr passend und lesenswert ist, einen Titel, der wirklich gut passt, auch wenn ich nicht genau sagen kann warum und ein Cover, das schlicht, aber bezaubernd ist. Ich kann euch das Buch wirklich nur ans Herz legen. Besonders schön muss es sein, wenn man das Buch als Stranlektüre dabei hat. Überzeugt euch einfach selbst von diesem tollen Buch und lasst euch berühren und mitreißen.
Rezension: Fern wie Sommerwind von Patrycja Spychalski Rezension: Fern wie Sommerwind von Patrycja Spychalski
Vielen herzlichen Dank an den cbt Verlag für die Bereitstellung von diesem tollen Buch :)
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