*Rezension* - Ein Kuss unter dem Mistelzweig von Abby Clements

Von Buecherwelt


Ich habe Weihnachten natürlich genutzt, um endlich mal wieder zu lesen und natürlich habe ich weiterhin zu ein paar Weihnachtsbüchern gegriffen. Eines davon war „Ein Kuss unter dem Mistelzweig“. Ich habe mich lange auf dieses Buch gefreut, denn ich finde das Cover einfach wirklich richtig toll. Umso glücklicher war ich, als es endlich bei mir war und ich mit dem Lesen loslegen konnte.
Ich mag einen guten Chick-Lit-Roman. Auch wenn es dieses Genre im Moment ein wenig schwer hat, so bin ich doch nach wie vor ein treuer Fan und immer auf der Suche nach einem guten Roman. Zur Weihnachtszeit darf dieser natürlich auch sehr gerne weihnachtlich sein, wie der Kuss unter dem Mistelzweig. Im Zentrum des Buches stehen Laurie und Rachel. Die beiden Freundinnen könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Rachel mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern glücklich in einem Cottage auf dem Land legt, ist Laurie eine leidenschaftliche Modedesignerin, der leider ein kleiner Fehler unterläuft. Aus diesem Grund muss sie eine kleine Auszeit nehmen und tauscht mit Rachel Haus und Wohnung. Eigentlich eine schöne Grundlage für einen tollen Roman. Ihr seht schon, ich schreibe „eigentlich“. 
Also ich bin ehrlich – ich fand das Buch einfach nur total langweilig. Schon der Einstieg war so öde, dass ich mich zwingen musste, weiterzulesen. Die Charaktere haben für mich einfach überhaupt keine Form angenommen. Ich habe keine Ahnung, wie Laurie und Rachel eigentlich wirklich sind, was sie ausmacht und auch nicht, was ihre Freundschaft ausmacht. Das einzig Gute an dem Buch war der Mailverkehr zwischen Rachels Tochter Milly und ihrem Verehrer Carter. Hier kam wenigstens etwas Spannung auf, aber die hat sich leider auch nicht wirklich durchsetzen können. Außerdem hat mir die weihnachtliche Seite in diesem Buch gefehlt. 
Wer auf seichte Unterhaltung steht und nicht viel nachdenken aber auch keine Gefühle investieren möchte, der ist hier genau richtig. Wer jedoch Lust auf einen herzerwärmenden Roman hat, der sollte es vielleicht lieber lassen. Von mir gibt es zwei von fünf Kleeblättern.