Rezension: Easy Peasy

Von Becky

Easy Peasy, schnelle Gerichte, die mit wenigen Zutaten zubereitet werden. Das ist voll im Trend und auch mal einer, den ich sehr gerne voll auskoste, denn er entspricht genau meiner Kochart.

Nun ist gerade bei Callwey ein neues Buch zu dem Thema erschienen, erfasst von Risa Nagahama und Joerg Lehmann. Von der Idee her ist es vergleichbar mit den beiden Simplissime-Bänden. Hier werden pro Gericht 2 bis 8 Zutaten verwendet, also ein paar mehr, als bei Simplissime. Auch die geographische Inspiration kommt aus einer anderen Ecke, die Rezepte sind in den meisten Fällen asiatisch – vor allem japanisch – und auch immer mal wieder deutsch geprägt. Was ich besonders toll finde, ist, dass viele Rezepte Adaptionen und Interpretationen von Klassikern wie Porridge, Milchreis, Gurkensalat oder ähnlichem sind. Das ist sehr spannend, weil man direkt eine Idee zum fertigen Gericht vor Augen hat, aber trotzdem überrascht wird.


Bilder gibt es in diesem Buch jede Menge: Jedes Rezept besteht aus einer Doppelseite, auf der links alle Zutaten in ihrem rohen Zustand gezeigt werden und links das fertige Gericht und die Zubereitungsbeschreibungen. Dabei sind die Bilder so aufgenommen, dass es aussieht, als wenn die Zutaten direkt neben dem Gericht stehen. Die Zubereitungsbeschreibungen wurden in Fleißtext verfasst und sie sehr kurz gehalten – für absolute Anfänger in der Küche ist das eventuell etwas schwierig. Alle Rezepte sind übrigens vegan, es werden aber bis auf Pflanzenmilch praktisch keine Ersatzstoffe verwendet. Besonders gut und hilfreich finde ich, dass es ein Zutatenregister gibt. Gerade bei einem Buch, bei dem alle Gerichte Fantasienamen bekommen haben, ist so etwas sehr hilfreich!

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Con Leche: Hinter diesem Titel versteckt sich ein Marzipan-Kokos-Kakao, der sehr schnell zubereitet werden kann, wenig süß ist und sehr lecker nach etwas Marzipan, Kokos und einem Hauch von Chili schmeckt.

Landgurke: Ebenfalls ein echtes Blitzrezept, nämlich ein Gurkensalat, der durch Ingwer, Sesam und Erdnussöl eine feine, asiatische Note bekommt. Nicht schlecht, wird aber kein Favorit von uns.

Gallipoli: Ich liebe schnelle Nudelrezepte, die man an vollen Tagen schnell zubereiten kann. Kapern, ein Olivenaroma und etwas Knoblauch geben dem Gericht seinen Kick. Inspiriert ist es wohl von Apaghetti aglio olio, auch wenn hier Fusilli verwendet wurden.

Mein Fazit:  Einfaches, leckeres Kochen ist voll im Trend und wenn es dabei nicht langweilig wird, ist das eine besonders gute Sache. Die Zutaten im Buch sind meist recht gut zu beschaffen, es werden aber auch einige verwendet, die vielleicht nicht jeder im Haus hat. Es geht in diesem Buch also auf der einen Seite um schnelles Kochen, auf der anderen Seite aber nicht um 08/15 Gerichte. Eine schöne Lösung für kochinteressierte, die nicht jeden Tag viel Zeit in der Küche verbringen wollen.

Einen kleinen Eindruck und eine witzige Adaption gibt es hier zu sehen:

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Das Buch „Easy Peasy“ von Risa Nagahama und Joerg Lehmann umfasst 160 Seiten, kostet  Euro und erschien im Callwey Verlag.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.