Rezension: Dreizehn ist meine Zahl

Rezension: Dreizehn ist meine Zahl

Inhalt:

In „Dreizehn ist meine Zahl“ erzählt die neunjährige Lilly von ihrer Kindheit auf dem Berg Napf und Ende der 50er Jahre ist das bäuerliche Leben dort alles andere als einfach. Doch inmitten all der harten, bäuerischen Sitten und Ungerechtigkeiten lässt sich Lilly nicht unterkriegen… weder von den Schlägen der Mutter, noch vom Zugriff ihrer älteren Geschwister oder den rigiden Regeln der Kirche.

Einzig und alleine Lillys Vater scheint ihr Verbündeter zu sein, doch auch dieser kann ihr durch seine Schweigsamkeit oft nicht helfen. Und so bleibt Lilly nur noch jedes Mal in brenzligen Situationen bis dreizehn zu zählen – denn das Zählen hilft. Auch die Linde, der Lilly – gemeinsam mit ihren Freunden – all ihre Wünsche anvertrauen kann und ihre eigene Phantasiewelt sind eine unbezahlbar große Stütze in diesem schweren Leben…

Rezension:

„Seit ich zählen kann, zähle ich. Das hilft. Dreizehn ist meine Zahl. So oft haut Mutter mich auf den Rücken.“ Dies sind die ersten Sätze dieser unglaublich verstörenden Geschichte, von der ich im selben Moment unglaublich gepackt wurde. Diese Sätze sind es, die mich sofort mitten ins Geschehen hinein gerissen haben und fortan hat mich dieses Buch nicht mehr los gelassen.

Gemeinsam mit Lilly ging ich auf eine Reise in eine Zeit und in ein wahnsinnig hartes Leben, das meinem eigenen mehr als fremd ist und doch gelang es mir beim Lesen mich voll und ganz in dieses neunjährige Mädchen hinzuversetzen.

Mit ihrer kindlichen Nüchternheit beschreibt sie Dinge wie beispielsweise Missbrauch oder Misshandlungen durch Erwachsene, aber auch unter Kindern. Aufgrund dieser Nüchternheit – und der Tatsache, dass die Dinge beim Namen genannt und nicht um den heißen Brei herumgeredet wird, wirkten diese abscheulichen Taten noch schockierender auf mich als sie ohnehin schon sind.

Darüber hinaus erlebte Lilly aber natürlich auch glückliche Momente, sei es beim Akkordeon spielen oder bei der Linde, die immer ein offenes Ohr hatte (als Baum Widerworte zu geben wäre auch schwierig). Eindrucksvoll hat dieses  neunjährige Mädchen damit bewiesen, dass sie sich von all den Zumutungen nicht unterkriegen lässt und dies bescherte mir bei der Lektüre auch den ein oder anderen Glücksmoment.

Alles in allem emfpand ich das Lesen dieses Buches als absolute Bereicherung für mich selbst, denn die Geschichte hat mich wirklich zutiefst berührt und ergriffen.  Und aus ebendiesem Grund vergebe ich für „Dreizehn ist meine Zahl“ auch 5 von 5 Herzchen.

Bewertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

 

Ich bedanke mich vielmals bei Nagel & Kimche für dieses Rezensionsexemplar!


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