Rezension: Dining in

Von Becky

Wie ihr wisst, liebe die alltagstaugliche Rezepte. Rezepte, die keine besonders schwierig aufzutreibenden Zutaten benötigen, für die man nicht stundenlang in der Küche steht oder 10 Töpfe und Pfannen pro Gericht benutzt. Trotzdem – würde ich mal behaupten – wird es beim Essen selten langweilig bei uns.

Was hat das mit dem Buch zu tun, was ich euch heute mitgebracht habe? Genau den gleichen Ansatz verfolgt auch Alison Roman und genau diese Art von Rezepten hat sie in ihrem Buch gesammelt! Das Buch ist übrigens nicht vegetarisch – was mich bei dem Verlag etwas irritiert hat, weil ich mit ihm vegane und vegetarische Küche verbinde. Trotzdem gibt es einige vegetarische Rezepte und viele, die man leicht entsprechend abwandeln kann. Aber auch Fisch und Fleisch spielen eine größere Rolle. Süßes Gebäck findet man eher weniger, dafür beispielsweise einige herzhafte Frühstücksideen.

Die Rezepte werden in den meisten Fällen von einem Bild begleitet. Die Bilder unterscheiden sich teilweise deutlich voneinander und auch von dem, was man so aus vielen Kochbüchern gewohnt ist. Bei einigen bin ich nicht sicher, ob ich den „ich habe nur kurz mit einer Kamera in einem zu dunklen Raum auf den Auslöser gedrückt“-Look mag oder eher nicht… Insgesamt stört es aber nicht und man bekommt trotzdem einen guten Eidnruck vom fertigen Gericht.

Zu jedem Rezept gibt es die Notiz „Im Voraus“, die einem tolle Tipps und Hinweise dazu gibt, welche Komponenten des Gerichtes man schon Tage oder Stunden vor dem Essen vorbereiten kann. Das ist sehr hilfreich, vor allem auch, wenn man plant, aus diesem Buch für Gäste zu kochen, oder einfach, um die Gerichte noch besser in den Alltag integrieren zu können.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Gebratene Auberginen mit Harissa und DIll: Alison schreibt, dass sie ein ähnliches Gericht in ihrem liebsten Falafel-Restaurant gegessen hat und sich davon hat inspirieren lassen. Ich kenne das Original nicht, diese Version ist super! Genau richtig ausgewogen zwischen herzhafter Aubergine und scharfer Harissa. Den Dill habe ich weggelassen, weil ich ihn schlicht überhaupt nicht mag. Mit etwas Falafeln und Brot und eventuell einem Klecks Joghurt ein tolles Gericht.

Butter-Schoko-Shortbread mit Salz: Lecker! Bei mir hielten sie leider nicht wirklich gut die Form, geschmacklich aber top. Die Autorin schreibt, dass sie Süßes nicht besonders mag und so sind diese Kekse auch nicht so süß, wie man es von amerikanischen Rezepten gewohnt ist. Die Salznote passt ausgezeichnet, nicht überspringen!

Karamellisierter Ofenkürbis mit Gremolata aus gerösteten Kokoschips: Alsion hat auf jeden Fall einen Hang zu langen Rezeptnamen… Die aktuelle Kürbissaison koste ich voll aus und so durfte dieses Gericht nicht fehlen. Sehr fein! Gebackener Kürbis ist sowieso toll, die Gremolata aus gerösteten Kokoschips, Kräutern und Zitrone passt toll und hebt das Ganze noch einmal auf ein neues Level!

Mein Fazit: Den Anspruch, tatsächlich alltagstaugliche Rezepte zu präsentieren, haben viele schon für sich in Anspruch genommen. Was mir an diesem Buch gefällt, ist die Unaufgeregtheit, man wird explizit dazu aufgefordert, auch mal etwas auszuprobieren (für mich und viele andere ist das natürlich, aber wahrscheinlich freuen sich auch viele andere über diese Aufforderung). Für Vegetarier ist die Auswahl ok, für Allesesser ist sie deutlich größer.

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Das Buch „Dining in“ von Alison Roman umfasst 326 Seiten, kostet 34 Euro und erschien im Narayana Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.