Rezension: Die Tänzerin im Schnee

Von Kielfeder

Daphne Katolay – Die Tänzerin im Schnee



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Kurzbeschreibung:
Was treibt eine junge Frau dazu, ihr Heimatland, ihren Ehemann und ein neugeborenes Kind zu verlassen? Schmerzhaft und schön erzählt Daphne Katolay die Schicksalsgeschichte einer gefeierten Primaballerina. Ihr großer, bewegender Roman, der zeitgleich in 16 Ländern er-scheint, handelt von der Schönheit des Tanzes, dem Geheimnis alten Bernsteinschmucks und von fatalem Freundes- und Liebesverrat.
Eine farbenprächtige Explosion aus Leben und Liebe…
Nina ist eine in die Jahre gekommene Prima Ballerina. Mit Stolz und Disziplin schaffte sie es einst ganz an die Spitze.
Jetzt möchte sie sich von ihrer umfangreichen Schmucksammlung trennen.
Für die verantwortliche Auktionatorin Drew eine große Verantwortung. Sie stößt auf ungelöste Fragen, möchte mehr über die Beweggründe der bekannten Tänzerin erfahren.
Gemeinsam mit Grigori macht sie sich daran, das Geheimnis, welches Nina umgibt, zu lösen.
Ungeahnte Entwicklungen muss sie sich souverän stellen, denn nicht nur ihr Verstand ist gefordert, auch ihr Herz…
Hinter dem Titel und der eher schlichten Aufmachung des Buches hält sich eine Geschichte versteckt, wie man sie so nicht erwartet hätte!
Man braucht für das Buch viel Zeit und vor allem Aufmerksamkeit.
Mir fielen als erste Assoziationen Worte wie schwer, tiefgründig und bewegend ein.
Die Geschichte wird aus immer wieder wechselnden Perspektiven erzählt. Das vermittelt dem Leser den Eindruck, immer hautnah dabei zu sein. Man ist voller Erwartung und gespannt, wie es sich wohl weiter entwickeln mag.
Aber nicht nur die wechselnden Sichtweisen sind eine wichtige Komponente. Auch eingebrachte Erinnerungsfetzen, Tagebucheinträge, Gedanken und Rückblenden beleben die Geschichte.
Alles ist in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander, sodass keinerlei Langeweile aufkommt.
Ist man als Leser zu Beginn noch vollkommen unwissend, wird dieser Zustand erst nach und nach aufgehoben. Selbst kleinste, aber dennoch wichtige Details werden dem Leser erst mal noch vorenthalten, um sie ihm dann in kleinen Brocken zu servieren.
Diese Geschichte hat viele unterschiedliche Emotionen in mir ausgelöst. Und das in so einem Umfang, dass ich es nur schwierig beschreiben kann.
Das Tanzen erlebt man so intensiv mit, als hätte man selbst noch nie etwas anderes getan!
Man ist in der Schönheit, gleichsam wie in der Härte gefangen.
Die Autorin hat eine passende Ausstrahlung für ihre verschiedenen Szenen gewählt – man muss einfach mit fiebern und bangen!
Diese Geschichte lässt die angestrichene Seite in der Seele des Lesers nicht so schnell ver-klingen… Ich kann nicht mehr sagen, als dass mir eine positive Empfehlung sehr am Herzen liegt!

Für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanke ich mich beim Aufbau Verlag!