[Rezension] Die Seiten der Welt von Kai Meyer

[Rezension] Die Seiten der Welt von Kai Meyer

Die Seiten der Welt

by Kai Meyer
Verlag: FJB
Erscheinungstermin: September 25th 2014
Genres: Fantasy, Fiction, Middle Grade, Young Adult
Seitenanzahl: 560
Format: Hardcover
Quelle: Rezensionsexemplar
Goodreads
five-stars

Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln.  
Doch dann wird ihr Bruder entführt, und Furia muss um sein Leben kämpfen. Ihr Weg führt sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden, und an die Grenzen der Nachtrefugien. Sie trifft auf Cat, die Diebin im Exil, und Finnian, den Rebellen. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg – gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher.

FantasyRomanzeMagieThriller / SpannungApokalypse


Lesegrund

 Kai Meyer und ich sind bisher noch nicht allzu oft aufeinander getroffen. Früher hatte ich einige Bücher von ihm gelesen, die mich nicht immer überzeugen konnten und vor nicht all zu langer Zeit habe ich Asche & Phoenix gelesen, welches mich leider auch nicht zu 100% überzeugen konnte, aber hier konnte ich einfach nicht die Finger von lassen. Schon alleine der Name der Protagonistin hat mich in ihren Bann gezogen. Ich musste die Antwort auf die Frage wissen: Was geschieht mit Furia Salamandra Faerfax

Meine Gedanken zum Buch

Ich muss gestehen ich bin immer noch ganz  geflashed von diesem wahnsinns Buch und werde bestimmt im Laufe der Rezension in Jubelstürme ausbrechen. Die Objektivität ist hier leider abhanden gekommen, denn wenn einem das Buch so überraschend gut gefällt und man es am liebsten noch einmal lesen möchte nur um diese Vielfalt an Ideen noch einmal erleben zu dürfen, dann kann man nicht mehr objektiv sein.  

Erzählt wird die Geschichte von Furia Salamandra Faerfax. Furia ist 15 Jahre alt und hat das Talent und die Anlagen dazu ihren Vater als Bibliomant zu beerben. Jedoch ist man kein richtiger Bibliomant ohne sein Seelenbuch aus dem man seine Kraft zieht. Dieser Umstand wurmt Furia natürlich ein bisschen, denn wenn es nach ihr gehen würde, hätte sie ihr Seelenbuch schon längst. Neben der Suche nach ihrem Seelenbuch geht es aber auch darum Furias Bruder Pip wieder zu finden und zu befreien, der bei einem Angriff auf das Familienanwesen, die Residenz, entführt wird. 

Solange die Origamis nicht auf den Geschmack von Papier kamen, störten sie niemanden.
Zum Glück entsprach Kannibalismus nicht zu ihrer Natur.   – Seite 19 

Natürlich geschehen in zwischen den Buchdeckeln auf den 560 Seiten noch einiges mehr, aber das werde ich euch sicherlich nicht verraten, denn ihr sollt das Buch ja selber lesen. Außerdem fällt es einem nicht leicht noch ein paar Details mehr zu erzählen ohne euch mit neuen Begriffen zu überschütten, oder euch zu spoilern. Da ich beides nicht vorhabe muss ich euch was den weiteren Inhalt angeht leider im Dunkeln lassen. Aber ich kann euch so viel verraten, dass ich persönlich nur so durch die Seiten geflogen bin. 560 in 3 Tagen gingen einfach viel zu schnell vorbei. Auf nahezu jeder Seite gab es neue Dinge zu entdecken. Es schien so, als wenn Kai Meyers Fanatsie in diesem Buch keine Grenzen kannte. Ich bin selten so begeistert, aber hier blieb mit nichts anderes übrig. 

Gerade als Lesefreund, fühlt man sich in diesem Buch einfach nur wie zu Hause und wünschte sich, man wäre selbst ein Bibliomant. Obwohl ich ja meine Prüfung bestanden habe ;) Aber mal ehrlich, wäre es nicht toll, wenn wir uns mit unseren Lieblingsfiguren treffen könnten, weil sie in die Reale Welt gekommen sind. Dies Darstellung oder auch die Idee der Exlibra war einfach nur hinreißend und fantastisch, im wahrsten Sinne des Wortes.  

So kursierten seit Jahren die Gerüchte über den wahnsinnigen Kapitän Ahab, der in den Kloaken eines Exlibiri-Slams noch immer auf der Such nach dem Weißen Wal war und gelegentlich eine Albinoratte harpunierte.

Die Seiten der Welt - Seite 100

Neben der vielen Ideen habe mir die Charaktere auch sehr gut gefallen, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass sich Kai Meyer mehr auf die Handlung sowie die Darstellung seiner Welt fokusiert hat, als auf die Weiterentwicklung seiner Figuren. Diesen Umstand kann ich aber hier ignorieren, denn es handelt sich einfach um einen Einzelband und bei der Vielfalt des Buches reichen 560 Seiten einfach nicht aus, um den Charakteren mehr Freiheit zur Entfaltung zu geben. Dennoch fand ich die Darstellung der Furia sehr gut und mein kleiner Liebling bleibt Pip, der einfach nur zum drücken ist und mit seiner Art, trotz der kurzen Auftritte, einfach etwas besonderes war. Um das heraus zu finden schlagt einfach das Buch auf und fangt an zu lesen. 

Den Schreibstil eines Autors zu beschreiben fällt mir immer recht schwer. Aber auch Die Seiten der Welt zeichnen sich durch einen sehr flüssigen und angenehm zu lesenden Schreibstil aus, so dass das Fliegen über die Seiten einem sehr leicht fällt. Kai Meyer hat hier eine gute Mischung aus detailtreue und einen bildhaften Schreibstil gefunden, der aber nicht zu langweilig wird. Noch dazu haben mir die Dialoge sehr gut gefallen, denn diese hatten eine angenehme und ernsthafte Tiefe. 

Der Weltenaufbau

Die Welt die uns Kai Meyer in Die Seiten der Welt zeigt ist Libropolis.  Im äußerlichen unterscheidet sich Libropolis nicht von unserer Welt, da es aus dieser entstanden ist, aber Kai Meyer hat es geschafft daraus eine ganz eigene Welt zu kreieren. Ich persönlich würde liebend gerne in Libropolis wohnen. Stellt euch doch einmal eine Bibliothek vor, die nur Bücher über Mythologie und Legenden beherbergt. Die Erschaffung oder auch Darstellung von Libropolis sprüht einfach nur so von Einfallsreichtum und es lassen sich immer wieder neue Dinge entdecken.

Abschließend ist zu sagen...

Die Seiten der Welt war in meinen Augen bisher das beste Buch, welches ich aus der Feder  von Kai Meyer gelesen habe und ich kann es auf jeden Fall allen Meyer Fans empfehlen, aber auch den Skeptikern. Traut euch an dieses Buch, denn die Ideen sind so zahlreich und interessant, dass ich immer wieder etwas Neues entdeckt habe. Ich persönlich bin positiv neidisch auf die Ideenvielfalt in diesem Band. Ein spannendes Werk, von dem ich froh bin es gelesen zu haben. Magisch, bibliomantisch und noch so einiges mehr. Von mir erhält Die Seiten der Welt eine absolute Leseempfehlung. Einfach Spitzenklasse !

belle-5 

About Kai Meyer

Kai Meyer

Kai Meyer, geboren 1969, ist einer der wichtigsten deutschen Phantastik-Autoren. Er hat über fünfzig Romane veröffentlicht, Übersetzungen erscheinen in dreißig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet.

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Rating Report

Handlung

Charaktere

Schreibstil

Spannung

Genre

Overall: 4.6


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