Rezension: Die Katakomben - Jeremy Bates

Von Niwa

© Luzifer Verlag

Die Katakomben| Jeremy Bates |

Verlag: Luzifer Verlag 2019

Seiten: 450 ISBN: 9783958353855

MEINE BEWERTUNG 

-Unter Paris Unter der Metropole Paris gibt es einen Ort, der die Dunkelheit birgt. Die Katakomben ziehen Abenteurer, Unternehmungslustige und Urban Explorers mit ihren finstren Gängen an. Weit über 400 Kilometer soll sich das unterirdische Tunnelsystem unter Paris erstrecken, wo sich auch manch abgrundtiefes Geheimnis verbirgt.
"Die Katakomben" ist als Teil der Reihe um die beängstigendsten Orte der Welt erschienen. Die Bände der Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden.  

Jeremy Bates hat mit diesem Horrorthriller das unterirdische Tunnelsystem von Paris ins Zentrum der Handlung gestellt, wo neben hunderte Jahre alter Gebeine neugieriges Leben herrscht, Partys gefeiert werden und sich mancher Waghalsige im eigenen Tod verirrt. 

Dafür lässt der Autor eine Gruppe junger Menschen in die Katakomben steigen, weil sie dem Inhalt beziehungsweise die Besitzerin einer geheimnisvollen Videokamera auf den Grund gehen wollen. 

Protagonist und Amerikaner Will wird von seiner französischen Bekanntschaft Danièle überredet, runter in die Katakomben zu steigen. Ihr Freund Pascal hat im Untergrund dieses schaurige Video gefunden, dem sie auf der Spur sind. Außerdem ist Kanadier Rob dabei, der ebenso neugierig auf die altehrwürdigen Kellerräume der französischen Metropole ist.

Nachdem der Grundstein der Handlung gelegt ist, gleitet das Vierergespann in die Katakomben ab. Gleich zu Beginn merkt man, dass unter der Stadt ordentlich Trubel herrscht, und die unterirdischen Gänge, Säle und Bauten laufend Besuch erhalten.

Diese Katakomben-Stimmung fängt Jeremy Bates authentisch ein. Als Leser erkundet man interessiert das nächtliche Treiben, begegnet mysteriösen Gestalten, neugierigen Kundschaftern und regelrechten Irren, die es sich da unten gemütlich machen.

Der Autor hat damit ein besonderes Gefühl für die Pariser Katakomben vermittelt. Mit Will schlängelt man sich durch sogenannte Katzenlöcher - ganz enge Passagen, bei denen man schon die Luft anhält - oder steht mitten in prunkvollen Sälen, wo einst Orgien gefeiert wurden.

Doch je weiter das Vierergespann nach vorne dringt, desto abgeschotteter sind sie von der Außenwelt. Dabei entdecken sie die Ursache alter Mythen und Legenden, ungeahnte Türen, natürlich eine Menge Gebeine, und stoßen auf ein abgehalftertes Geheimnis, das für den Horror-Anteil der Story steht.

Leider lässt die Handlung zu wünschen übrig. Obwohl anfangs die drückende Atmosphäre für Lesevergnügen sorgt, hat der Autor meiner Meinung nach nicht die Kurve gekriegt. Schon zur Mitte hin wird das 'Geheimnis' der Katakomben auf dem Silbertablett präsentiert, das noch dazu absolut lächerlich wirkt. Lässt man sich darauf ein, kann man dem Showdown noch eine angenehme Lesezeit abgewinnen, auch wenn der gesamte Ablauf weit hergeholt ist.

Neben der exzellenten Grundidee hat mir der Erzählstil gefallen. Einerseits lässt Bates seine Hauptfigur Rob zu Wort kommen, ebenso geht er auf die Perspektiven der anderen Beteiligten ein, was die Lesedynamik antreibt. Zudem werden Zeitungsberichte eingestreut, die ein realistisches Bild der Gefahren abbilden und manchen Mythos in den Raum stellen.

„Die Katakomben“ kann ich zwar nicht aufgrund der Handlung empfehlen, trotzdem macht es Spaß, das unterirdische Paris zu erkunden. Wer sich auf dunkle Gänge, jahrhundertealte Gebeine und übertriebenen Horror einlassen kann, wird trotz besagter Kritik vergnügliche Lesestunden haben.

________________MEINE BEWERTUNGDie beängstigendsten Orte der Welt:1) Suicide Forest [Rezension lesen]2) Die Katakomben

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