[Rezension] Der Prinz in meinem Märchen

Von Martinabookaholic @M_Bookaholic

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‘Der Prinz in meinem Märchen’
by Lucy Dillon

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Inhaltsangabe:
Als Anne den Buchladen von Longhampton übernimmt, erfüllt sich ihr großer Traum. Und nicht nur, weil sie damit zumindest zeitweise ihrer Rolle als ungeliebte Stiefmutter entkommen kann. Anne liebt Bücher – und die Geschichten von Märchenprinzen, bösen Hexen und verwunschenen Gärten erfüllen die Räume der kleinen Buchhandlung bald mit neuem Zauber. Ein Zauber dem selbst Annes beste Freundin, die taffe Karrierefrau Michelle, erliegt. Doch deren Vergangenheit wirft dunkle Schatten, und eine Krise bahnt sich an. Ist das Glück der Freundinnen in Gefahr? (Source: Goodreads.com)

Meine Gedanken zum Buch:
Ich weiß nicht, ob ich hier das gleiche Buch gelesen habe, wie all die begeisterten Goodreads-Leser, die davon schwärmen wie lustig und atemberaubend schön dieses Buch ist. Für mich war es nämlich überhaupt nicht so. Ich habe mir ein witziges Chick-Lit Buch erwartet, ähnlich wie Meg Carbot Bücher, die einem auf seichte, aber unterhaltsame Weise beschäftigen und zum Lachen bringen. Aber das Buch war kein bisschen lustig und hat mich einmal zum Schmunzeln gebracht. Sehr schade.

Außerdem war die Schreibweise eher mühselig und das Buch hat sich stellenweise wie ein Einrichtungskatalog gelesen. Ich habe keine Ahnung, was die Autorin vor dem Schreiben von Büchern getan hat, aber es klingt sehr danach, als ob sie genau in so einem Einrichtungshaus gearbeitet hätte. Nicht nur, weil ständig irgendwelche langweiligen Dekoartikel, Decken, Bettwäsche oder – was weiß der Geier – alles beschrieben hat und darüber diskutiert wurde, sondern auch sonst, waren sehr viele Beschreibungen im Buch vorhanden, die sich fast endlos gezogen haben. Und wer mich kennt, weiß, dass ich damit sehr wenig anfangen kann. Mir ist eine HANDLUNG lieber, anstatt ewig an den äußeren Erscheinungen herum zu reiten und alles bis in das kleinste Detail darstellen zu wollen.  *furchtbar*

Aber nicht nur das hat mich hier gestört, sondern auch die Charaktere. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal die Figuren in einem Buch so wenig leiden konnte, wie hier. Zuest sei einmal gesagt, dass die Erzählperspektive immer wieder zwischen den zwei Hauptfiguren Anne und Michelle wechselt, wobei Anne öfter zu Wort kommt. Aber Anne war eine eifersüchtige, jammernde Frau, die nie den Mund aufgemacht und alles geschluckt hat – sogar bei ihrem Mann, dass ich sie schon schütteln wollte und das, obwohl sie bereits über Dreißig ist. Aber Michelle war auch nicht viel besser, denn sie war eine unsympathische, arbeitswütige, arrogante Eiskönigin.
Klar, hat sich Anne am Schluß gewandelt, von einer Seite auf die andere, hat sie plötzlich die Meinung gesagt und auch Michelle hat den Schicksalsschlag erzählt (der mir schon vorher längst klar war), warum sie so ein kontrollierter Mensch ist, aber trotzdem….
Die Figuren waren viel zu klischeehafte gezeichnet und konnten wenig überraschen. Nur Rory, der Anwalt über dem Buchladen, und Owen, der Bruder von Michelle, waren für mich annehmbare Charaktere.

Cover:
Das Cover finde ich eigentlich passend zur Geschichte, mit dem Dalmatiner oben drauf. Man hätte vielleicht noch eine blonde Frau wählen können, dann hätte es besser gepasst. ;)

All in all:
Leider kein Buch, das meinen Geschmack getroffen hat und ich bin sehr enttäuscht davon. Aber das ist nur meine Einschätzung und ich bin mir sicher, dass Leser anderer Lieblingsgenre mehr damit anfangen können. Daher muss es wohl jeder selber entscheiden, ob er dieses Buch lesen will oder nicht.