Rezension: Der Minnesänger von Tim Pieper

Rezension: Der Minnesänger von Tim Pieper
....Liebe und Musik.....
Klappentext des Inhaltes:
Es ist ein Privileg, als Sohn eines unfreien Lehnsherren in einem Kloster ausgebildet zu werden.
Hartmann von Aue weiß das zu schätzen. Als sich der junge Mann in die Nachbarstochter Judith verliebt, lernt er das Harfenspielen nur für sie.
Bis der Minnesänger sie wiedersieht, vergehen Jahre voller Sehnsucht und Gefahren. Jahre, die den Ritter auf den Kreuzzug führen und die des Giftmordes beschuldigte Heilerin in den Kerker.
Wird er ihr je von seiner Liebe singen können?

Meine Meinung:
Der Minnesänger von Tim Pieper ist ein historischer Roman, der mit ausgefeilten Charakterbeschreibungen und Detailtreue den Leser in eine Zeit entführt, in der die Frauen einen schwierigen Stand hatten und auch die Männer mit ihrer Herkunft zu kämpfen hatten, in die sie hineingeboren wurden.
Doch auch in diesem Buch erkennt man sehr schön, dass man mit Fleiß , Ehrgeiz und einer Portion Wille n (und auch Glück) es nach oben schaffen kann. Wie unsere Hauptperson Hartmann.
Der als Bauernsohn , erst in einem Kloster aufwächst und somit das Privileg erhält Lesen und Schreiben zu lernen, und später dann Einfluss als Diplomat erlangt, mithilfe der Gunst vom Herzog Berthold.
Doch Hartmann setzt sich unter Druck um seiner Position gerecht zu werden, denn Neider und Anfeindungen pflastern seinen Weg. Auch privat läuft es leider nicht sehr gut, nachdem seine Jugendfreundin Judith in seiner Abwesenheit, den freien Bauern August heiratet. Judith, die eigentlich Hartmann liebt, aber aus Pflichtgefühl den ihr ausgesuchter August ehelicht, muss bald schon feststellen, dass er nicht der liebevolle Mann ist, für den er sich ehemals ausgegeben hatte.
Letztendlich kommt es soweit, dass er sie mit einer falschen Anschuldigung in den Kerker bringt, indem sie auf ihre Hinrichtung wartet. Doch zum Glück gibt es Hartmann, der alles versucht um ihr zu helfen und ihre Unschuld zu verteidigen, notfalls auch mit einem Schwertkampf.
Das Buch , das sich meiner Meinung nach mehr mit der Liebe der beiden Hauptcharaktere befasst und mit deren Probleme , als mit dem eigentlichen Prozess und der Anklage (etwas irreführend, wenn ich mir da die Inhaltsangabe durchlese), überzeugt mit seiner sprachlichen Schreibschilderungen und mit dem altertümlichen Flair, dass es wirklich mehr als gekonnt wiedergibt!
Auch der „Böse und unausstehliche“ August ist eine wahrliche Bereicherung für den Roman, denn er verkörpert schön den Fiesling und lässt somit Hartmann noch heldenhafter erscheinen.
Vom Cover blickt uns im wahrsten Sinne des Wortes Hartmann entgegen, den ich mir persönlich genau so vorstelle. In der Hand seine geliebte Harfe, die sein wahrer Schatz ist.:-) Da Hartmann schon recht früh seine Leidenschaft fürs Singen und Texten entdeckt, ist es nicht verwunderlich dass er es schafft als Minnesänger den einen oder anderen öffentlichen Auftritt zu erhalten und somit sein Talent zur Schau zu stellen und sich ein gewisses Ansehen bei den Edelleuten aufzubauen.
Der Minnesänger ist ein gelungener historischer Roman, der den Leser unterhält und ihm angenehme Lesestunden beschert.
Buchinformationen:
Verlag: Heyne, Genre: Historischer Roman, Preis: 8,95 €, ISBN: 9783453470996
Autoreninformation:
Tim Pieper, geboren 1970 in Stade, studierte nach einer Weltreise Neuere und Ältere deutsche Literatur und Recht.
Sein Hauptinteressengebiet ist die deutsche Geschichte.
Der Minnesänger ist sein Debütroman.
Tim Pieper lebt in Berlin , wo er an seinem zweiten historischen Roman arbeitet.

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