Rezension: Das neunte Haus - Leigh Bardugo

Rezension: Das neunte Haus - Leigh Bardugo

Quelle: Amazon*

Das neunte Haus| Leigh Bardugo |

Verlag: Argon Verlag  2020

Dauer: 15 h : 49 min ASIN: B084P4NN9G
Sprecher: Vera Teltz

MEINE BEWERTUNG

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Weltliche Macht der magischen UniversitätDass an den amerikanischen Universitäten Studentenverbindungen die Fäden ziehen, ist allseits bekannt. Egal ob Wirtschaft, Politik oder Gesellschaft in den USA - sie sind von Verbindungen der Elite-Unis geprägt. Ein Geheimnis ist allerdings, dass die gezogenen Fäden im wahrsten Sinne des Wortes magisch sind. 
Am Campus von Yale sind neun Häuser an der Macht. Acht Studenten-Verbindungen halten das amerikanische Geschehen in der Hand, während das neunte Haus über das mächtige Treiben wacht. Denn es ist Magie in allen Formen und Varianten im Spiel. Das Haus 'Skull & Bones' hat seine Finger in der Wall Street drin, indem sie aus dem Inneren lebendiger Opfer lesen. Weniger grausig und dennoch blutig geht es im Hause 'Aurelian' zu, denn durch ihre Wortmagie erhält mancher Bestseller den entscheidenden Schliff. 

Als ich von diesem Buch erfahren haben, war ich zuerst skeptisch. Ich lese sehr, sehr selten Fantasy. Für meinen Geschmack dürfen entworfene Welten nicht zu fantastisch sein. Ich brauche immer einen greifbaren Bezug zu unserer Realität, damit mich eine Geschichte unterhält.

Jedoch haben mich viele begeisterte Rezensionen dazu bewegt, dass ich "Das neunte Haus" kennenlernen wollte. Negative Aspekte waren mir bekannt, und so konnte ich mich von Beginn an vollends auf diese magische Story einlassen - und ich schließe mich eindeutig den enthusiastischen Stimmen an!

Zuerst ist es einmal der Entwurf der Universität Yale, der mich sofort für sich gewonnen hat. Obwohl der Campus und das Treiben an der Uni dem bekannten Stil aus Vorlesungen, Lernen, Professoren und Studierenden entspricht, legt Leigh Bardugo dem Geschehen einen magischen Anstrich an. Sie hat hinter den Kulissen von Yale eine geheimnisvolle Welt entworfen, die an der Grenze zwischen Realität und Fantasy bleibt. Es gibt Geister, blutige Rituale, Beschwörungen und verzauberte Häuser - über dem das neunte Haus als Wächter steht. 

Allein dieses Setting hat mich bezaubert, schon bevor die Geschichte richtig angefangen hat. 

Protagonistin Alex passt eigentlich nicht in diese Welt. Das liegt jetzt nicht an der Magie oder dem übernatürlichen Gebaren, sondern sie hätte es unter normalen Umständen niemals an eine Elite-Universität geschafft. Sie hat eine raue Vergangenheit, die sie eher mit einer Überdosis in der Notaufnahme als in einem Tempel des Wissens vermuten lässt. Trotzdem hatte sie Glück, weil sie - aufgrund einer speziellen Gabe - ein Angebot vom neunten Haus erhalten hat. 

Und so landet dieses rohe Mädchen mit Straßenslang mitten unter der Elite Landes. In ihrer neuen Funktion dient sie dem magischen Treiben und hält ein wachendes Auge darauf. Obwohl Alex schwer mit ihrer Herkunft und den gewöhnungsbedürftigen Umständen kämpft, bleiben ihr weitere Herausforderungen nicht erspart. Ein Freund verschwindet, und ein Mord geschieht. 

Meiner Meinung nach ist dieser Reihenauftakt umwerfend. Das Setting ist mysteriös, mächtig und geheimnisvoll. Geister, Verschwörungen und Zauber peppen das Uni-Treiben auf, während ein brutaler Mord passiert, und die Handlung kriminalistische Züge annimmt. 

Es dauert zwar seine Zeit bis man die Regeln der magischen Version von Yale versteht, doch man gleitet relativ sanft mit Alex in die Situation hinein. Mir hat es großen Spaß gemacht, dieses geheimnisvolle Gefüge hinter den Kulissen zu verstehen. Leigh Bardugo punktet hier mit logischen Verstrickungen und einem historischen Hintergrund, der die magischen Auswirkungen erklärt. 

Die Krimihandlung ist spannend und bringt Protagonistin Alex an ihre Grenzen, wobei die schon sehr elastisch sind. Gefallen hat mir, dass Alex kein zartbesaitetes Mädchen ist, das sich die Butter vom Brot nehmen lässt. Sie ist tough, knallhart und tut einem trotzdem immer wieder leid.

Auf die Erzählweise muss man sich einlassen. Die Autorin springt episodenhaft in der Zeit hin und her. Alex blickt auf ihre Ankunft in Yale, die Kindheit, Jugend und allgemein ihr bisheriges Leben zurück. Dabei folgt sie keiner chronologischen Reihenfolge, sondern vergangene Ereignisse tauchen wie Erinnerungen blitzartig in der Geschichte auf. So lernt man sie Schritt für Schritt besser kennen, und merkt schnell, dass es das unscheinbare Mädchen faustdick hinter den Ohren hat. 

Zuerst dachte ich, dass diese Zeitsprünge das Hörvergnügen hemmen, und ich war skeptisch, als ich zur Audioversion gegriffen habe. Anders als befürchtet, konnte ich dem Geschehen an jeder Stelle ausgezeichnet folgen, und hatte dabei großen Spaß.

Magische Verbindungen, weltliche Macht, das Leben am Campus und mittendrin ein normales Mädchen, das gegen Verschwörungen der Elite kracht - das hat meiner Meinung nach absoluten Charme und mir auf vergnügliche Weise die dunkle Magie von Yale näher gebracht. 

________________MEINE BEWERTUNG

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