Rezension: Das Mädchen, das in der Metro las von Christine Féret-Fleury

Von Beauty Books @BeautyBooks88

© Dumont Buchverlag

Ein Buch zwischen den Flügeln eines Metalltors eingeklemmt zu sehen, war fast noch schlimmer, als eine Spinne zu ertränken. - Seite 21
Inhaltsangabe:
Juliette fährt tagtäglich mit der Metro in die Arbeit. In dieser Zeit flüchtet sie sich in die Welten ihrer Romane oder beobachtet all die Menschen rund um sich, um zu schauen, welche Bücher während deren Fahrt so gelesen werden. Neben ihr, die Dame mit dem Kochbuch oder das Mädchen mit dem dicken Schmöker, aber auch einen Insekten-Experten erblickt sie neben sich. Eines Tages beschließt Juliette zwei Stationen früher auszusteigen. Dabei begegnet sie dem kauzigen Soliman, der glaubt, dass jedes Buch die Macht hat, ein Leben zu verändern.
Nichts ist im Leben ermutigend. Es ist an uns, dort Ermutigung zu finden, wohin unser Blick, unsere Begeisterung, unsere Leidenschaft, unser ... egal, was auch immer, uns lenkt. - Seite 101
Meine persönliche Meinung:Wenn man als Buchliebhaber dieses Buch entdeckt, muss man es natürlich sofort haben. Ich freute mich riesig, als ich bereits im Januar ein vorab Exemplar bekommen habe. Cover buchig und toll, Titel buchig und toll, Klappentext buchig und noch toller. Ein absolutes Must-Have für mich. Trotz all der Vorfreude und Neugierde habe ich mir dieses Büchlein aufgehoben und jetzt erst, zum Erscheinungstag, gelesen. Was soll ich sagen? Wer die Literatur und das Lesen liebt, wird auch dieses Buch lieben. 
Eine so schöne Geschichte, die von der ersten Seite an mein Herz erobert hat. Wir lernen Juliette kennen, die tagtäglich mit der Metro in die Arbeit fährt und dort Menschen die Lesen beobachtet. Welche Menschen und vor allem was lesen sie morgens vor der Arbeit oder abends auf dem Nachhause Weg? Sie liebt Bücher, liest unglaublich gerne und beschäftigt sich auch noch sehr gerne damit. Eine sehr sympathische Frau also. Durch Zufall lernt sie ein Mädchen namens Zaide und dessen Vater Soliman kennen. Von diesem Moment an verändert sich alles in Juliettes Leben. Es geht natürlich literarisch weiter, auch beruflich ändert sich so einiges bei ihr. Dank ihrer Buchliebe hat sie wunderbare Menschen kennengelernt, die ihr zeigen, was wirklich wichtig im Leben ist. Sie lernt Geschichten kennen, die ihr Leben ins positive verändern.
Gehen Sie raus an die frische Luft, Juliette, lassen Sie sich den Wind um die Nase wehen. Lauschen Sie ihm. Sie haben viel zu lange Ihre Nase nur in Bücher gesteckt. Genau wie er. Bücher und Menschen müssen reisen. - Seite 145
Ich wollte Juliette am liebsten noch viel länger auf ihrem literarischen Weg begleiten. Wieso hat dieses Büchlein nur knappe 180 Seiten? Für so eine tolle Geschichte war mir dieses Buch definitiv zu dünn. Ich hätte noch so gerne weiter gelesen. Soliman war mir auch vom ersten Moment an sehr sympathisch. Seine Worte waren stets, dass jedes Buch dort draußen die Macht hat, ein Leben zu verändern. Auserwählte Boten liefern für ihn diese kostbaren Bücher aus, an die, die sie nötig haben. Juliette wird durch ihn ebenfalls zu einer Botin, und zum ersten Mal haben die Bücher einen wirklichen Einfluss, auch auf ihr Schicksal.
Ein unglaublich schöner Schreibstil, der die Seiten nur so dahin fliegen lässt. Juliette begleitet man so gerne auf ihrem Weg. Die Geschichte nimmt eine ganz besondere aber auch traurige Wendung ein, die berührt und einem das Herz aufgehen lässt. Dieses Buch ist kostbar und sollte von jedem dort draußen gelesen werden. Das Mädchen, das in der Metro las ist ein Buch, mit dem meine Liebsten nach der Reihe beschenkt werden. Ein Herzensstück, das in keinem Bücherregal fehlen darf.

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; Auflage: 2 (23. Mai 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832198865
  • ISBN-13: 978-3832198862
  • Originaltitel: La fille qui lisait dans le metro
  • Preis: 18€ (D) - 18,50€ (A) 

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