Rezension: Damian

Von Kielfeder

Rainer Wekwerth – Damian



“Damian: Die Stadt der gefallenen Engel” bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Lara will eigentlich nur ein paar aufregende Tage in Berlin verbringen. Doch hinter der Fassade der Großstadt verbirgt sich eine Welt, in der Engel und Dämonen einen erbitterten Kampf austragen. Als Lara Damian kennenlernt und sich in ihn verliebt, weiß sie nicht, dass er dazu ausersehen ist, eine dunkle Prophezeiung zu erfüllen. Ein gut gehütetes Familiengeheimnis legt sich wie ein Schatten über sie – und bedroht nicht nur ihre Liebe zu Damian, sondern auch ihr Leben.
Spannend, düster, tragisch…
Lara treibt gerade in einem wilden Strudel voller Gefühle, als ihre Mutter sie zur Entspannung zu ihren Großeltern nach Berlin schickt. Erst sieht es wirklich so aus, als könnte sie dort zur Ruhe kommen, doch dann lernt Lara durch einen glücklichen Zufall Damian kennen.
Sie ist sofort von ihm fasziniert, weil er auch so anders ist als alle anderen Jungs.
Er scheint reifer und erwachsener zu sein und sie verliebt sich in ihn. Doch sie ist sich nicht sicher, ob er dasselbe für sie fühlt. Denn als er sie in die Kreise seiner Bekannten einführt, weiß sie, dass sie mit diesen makellosen, großteils weiblichen Wesen nicht mithalten kann.
Doch es kommt ganz anders.
Schon ist Lara einem alten Familiengeheimnis auf der Spur, denn sie möchte endlich die Kluft zwischen ihrer Mutter und ihren Großeltern schließen. Doch dabei kommen Verwicklungen an die Oberfläche, die sie sich nie geträumt hätte.
Und sie scheint dabei eine entscheidende Rolle zu spielen…
Durch eine rasante Handlung, viel Fantasie, Authentizität und geschickte Perspektivenwechsel kam ich nicht umhin, dieses Buch an einem einzigen Tag zu verschlingen.
Die Welt von Damian und Lara, das Wechselspiel von Realität und Fantasie, war so ausgeklüngelt, dass es mich für einige Stunden fesseln konnte.
Dabei hat dieses Buch noch weit mehr zu bieten, als eine kitschige Liebesgeschichte und den Kampf zwischen Gut und Böse.
Es beinhaltet philosophische Fragen – Fragen nach dem Sein, nach Gott und nach dem Tod.
Es ist zugleich auch noch eine rasante kriminalistische Ermittlung, in welche der Autor Lara schickt, um das Familiengeheimnis zu lüften.
Die schlichte Sprache, die so unheimlich bildlich auf den Leser einwirkt, hat mich fasziniert und das Buch nur schwer zur Seite legen lassen.
Sie hat Bilder erschaffen, ein wirkliches Kopfkino vor Augen!
Der Übergang zwischen Realität und Fantasie war dabei so fließen und so gut vermischt, dass mir weder Logikfehler, noch Verständnisfehler untergekommen sind.
Der Autor hat die ganze Zeit über die Fäden der vielen, vielen Figuren sicher geführt und ihre Charaktere beibehalten.
Sehr angesprochen hat mich auch das Cover!
Es ist ein bisschen düster, ein bisschen romantisch und auch geheimnisvoll. Damit spiegelt es das Buch perfekt wider!
Ein spannendes, einmaliges Jugendbuch, welches ich nicht nur den jungen Lesern empfehlen kann!
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Arena-Verlag!