Rezension | „Cinder & Ella“ von Kelly Oram

Rezension | „Cinder & Ella“ von Kelly Oram

Autorin: Kelly Oram/ 444 Seiten / Band 1 von 2 / Klappenbroschur / Verlag: One / erhältlich bei: Bücher.de, mayersche.de

Der Plot…

Ella hat ein hartes Jahr hinter sich. Ihre Mutter starb bei einem Autounfall, den sie selbst nur knapp überlebte. Nach etlichen Klinikaufenthalten zieht sie nun zu ihrem Vater und dessen neuer Familie. Dabei will Ella nur eins: Alles soll so sein wie früher. Sie vermisst ihre Mom, ihren heißgeliebten Bücher-Blog – und Cinder, ihren Chatfreund.
Brian Oliver ist der neue Star am Hollywoodhimmel. Doch der Ruhm hat seine Schattenseiten, echte Freunde sind selten geworden. Vor allem vermisst er seine Chatfreundin Ella, mit der er unter seinem Nickname Cinder stundenlang gechattet hat. Als die sich nach einem Jahr Funkstille plötzlich wieder meldet, ist Brian überglücklich. Langsam wird ihm klar, dass er mehr will als nur Freundschaft. Doch Ella hat keine Ahnung, wer er in Wirklichkeit ist …

Mein Resumé…

Als junges Mädchen habe ich es in verschiedenen Versionen, ob als Buch oder Film, gelesen bzw. gesehen. Ob in klassischer Form oder als Neuinterpretation: das Märchen Cinderella/Aschenputtel wird die, vor allem weiblichen, Leser immer begeistern können.

Dieses Mal bediente sich die amerikanische Autorin Kelly Oram in ihrem Jugendbuch „Cinder & Ella“ an dem Muster von Cinderella, spann jedoch sehr zeitgemäße Komponenten hinzu. Nicht immer kann so ein Vorhaben Erfolg einheimsen, für Oram sorgte es sowohl in ihrer Heimat und als auch hierzulande hingegen für große Begeisterung.

Rezension | „Cinder & Ella“ von Kelly OramGeschildert wird die Erzählung aus der Ich-Form und überwiegend aus Ellas Perspektive, jedoch gibt es immer wieder auch Kapitel aus Cinders Sicht um dem Leser seine Welt näher zu bringen. Dennoch hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass Ella die tragende Erzählstimme hat. Aufgelockert werden die Kapitel immer wieder durch Chat-Nachrichten zwischen den Beiden. Der Schreibstil ist schnörkellos, witzig, dicht und angenehm locker gehalten.

Der Anfang des Buches beginnt sehr stark und tragisch, denn wir werden Zeuge des Autounfalls bei welchem Ella schwer verletzt wird und ihre Mutter stirbt. Ihre kleine, bescheidene, aber dennoch wohl behütete Welt ist zerbrochen. Man begleitet das ehemals lebensfrohe und glückliche Mädchen während ihrer Rehabilitations- und Trauerzeit. Dadurch baute ich schnell einen engen Bezug zu Ellas Figur auf. Durch ihre Gedanken und Gefühle wirkt Ella sehr greifbar und emphatisch für den Leser. Ihr Schicksal nun plötzlich ohne ihre Mutter, die sie allein aufgezogen hat, und in einer ihr fremden Familie aufzuwachsen ist nicht leicht für sie. Zudem muss sie sich mit ihren schweren Verletzungen, die sie davongetragen hat einschränken.

Ihr neues Umfeld, insbesondere die Schule und ihre Stiefschwester(n), machen es ihr durch Hänseleien und Ausgrenzungen besonders schwer. Bei dieser Erzählung geht es also nicht allein um eine Liebesgeschichte, sondern auch darum, wie Ella durch ihre ‚Behinderung‘ plötzlich Mobbing und Anfeindungen gegenübersteht. Zum Glück treten aber auch Stück für Stück liebenswerte Menschen in ihr neues Leben, die sie auffangen.

Neben Ella gibt es, wie schon erwähnt, auch einige Kapitel aus Cinders Sicht. Sein öffentliches Images ist das eines heißen Hollywood-Beaus, der nichts anbrennen lässt und somit ziemlich oberflächlich gehalten. Doch Cinder (alias Brian) zeigt Ella und dem Leser, wer er wirklich ist. Mir persönlich blieb die Figur stellenweise dennoch etwas zu oberflächlich. Es war mir zu viel ‚Show‘ von seiner Seite.

Der Großteil der Geschichte gefiel mir wirklich gut, auch wenn ich mit so manch persönlichen Entwicklungen nicht ganz im Reinen war. Auch Cinder & Ellas Liebesgeschichte war aufgrund der, für meinen Geschmack, zu hohen Dramaturgie, nicht hunderprozentig meins. In riesen Begeisterungsstürme verfalle ich daher nicht, bin jedoch sehr gut unterhalten worden.

Tacheles…

Kelly Oram hat, wie der Titel schon vermuten lässt, sich einem Märchen angenommen und es in ein modernes, hippes und aufgedrehtes neues Gewandt gepackt. Das Resultat ist eine süffig anrührend zu lesende Geschichte voller Humor, Drama und Tiefgang mit Charakteren die zu Herzen gehen bzw. einen zur Weißglut bringen. Im letzten Teil wurde es mir bisweilen einfach ein bisschen ‚too much‘. Vor allem das letzte Drittel und das Ende schlugen mir dramaturgisch etwas zu sehr in die Kerbe. Das schrie förmlich ‚Hollywood‘. Die Fortsetzung zu lesen, würde mich dennoch reizen.

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