Rezension: Autoboyography

Rezension: AutoboyographyTitel: Autoboyography
Autorin: Christina Lauren
Genre: Contemporary, Romance, Young Adult
Verlag: Simon & Schuster
Seitenzahl: ~ 407
Sprache: Englisch
Inhalt
Als Tanner vor drei Jahren mit seiner Familie nach Utah ziehen musste, bedeutete dies für ihn seine Bisexualität von nun an zu verbergen. Im Ort leben viele Mormonen und es muss sein, um sich vor Anfeindungen zu schützen. Sein Ziel ist es daher das letzte Semester an der Schule schnell hinter sich zu bringen und der Stadt danach den Rücken zu kehren. Doch eine Wette mit seiner besten Freundin Autumn führt dazu, dass er im Schreib-Seminar landet und dort in vier Monaten ein Buch schreiben soll. Geleitet wird das Seminar unter anderem von Sebastian, dessen Buch aus dem Semiar vom Vorjahr erfolgreich veröffentlicht wurde. Tanner ist sofort hingerissen von Sebastian, einziges Problem: Sebastian ist ein Vorzeige-Mormone und es ist keine gute Idee sich in ihn zu verlieben.
Meinung
Über Autoboyography habe ich immer wieder viel Gutes gelesen und es stand schon eine Weile auf meiner Wunschliste. Nachdem ich es nun gelesen habe, kann ich sagen es ist ein sehr bewegendes und auch wichtiges Buch - es hat sich definitiv gelohnt.
Obwohl Tanners Familie kein Problem mit seiner Bisexualität hat und sein Coming Out schon lange hinter ihm liegt, weiß seit dem Umzug niemand davon. Auch nicht seine beste Freundin Autumn. Tanner ist genervt von den überkorrekten, immer fröhlichen Mormonen und deren Heuchelei. Nur noch ein Semester und er kann das alles hinter sich lassen und endlich wieder frei sein ohne ein Geheimnis aus seiner Sexualität zu machen. Doch wie sooft hat das Schicksal andere Pläne und Sebastian taucht in Tanners Leben auf.
Trotz aller Warnungen seiner Familie kommt Tanner nicht gegen seine Gefühle an. Auch wenn Sebastian sein Interesse erwidert, weiß er, dass ihre Beziehung für dessen Familie nicht nur ein Tabu ist, sondern große Schande nach sich ziehen würde. Sebastian könnte alles verlieren und verstoßen werden. Diesen Widrigkeiten zum Trotz kommen die beiden sich dennoch näher. Während Tanner versucht seine Gefühle und die Sorgen seiner Familie - nicht wegen der Beziehung zu einem Jungen, sondern zu einem Mormonen - in Einklang zu bringen, kämpft Sebastian mit Selbstakzeptanz und Scham, weil seine Gefühle für Tanner in seiner Religion etwas Schlechtes sind.
Obwohl der Kern der Handlung sich mit der schwierigen Thematik Religion/Sexualität befasst und damit einige ernste, bedrückende Momente beinhaltet, gelingt es der Autorin eine gewisse Leichtigkeit und Humor mit einzubringen, sodass man davon nicht erdrückt wird. Zwar trifft auf Tanner und Sebastian gewissermaßen Instalove zu, doch funktioniert es hier, weil der Konflikt der beiden sich nicht auf die Gefühle füreinander richtet, sondern darauf, dass sie einen Weg finden müssen diese auch auszuleben, obwohl es von so vielen äußeren Elementen erschwert wird.
Fazit
Ich habe mit Tanner und Sebastian gleichermaßen gelitten. Tanner bringt wirklich eine Menge Geduld und Verständnis für Sebastians Situation auf, obwohl er verständlicherweise manchmal frustriert ist. Auch seine Eltern machen es ihm mit ihren Sorgen nicht leicht. Sebastian auf der anderen Seite ist wirklich absolut liebenswert und sein Kampf sich selbst zu finden, zu akzeptieren und seine Religion damit zu vereinbaren war sehr berührend.
Wie schon beschrieben findet die Autorin eine gute Balance zwischen ernsten, bedrückenden Passagen und Leichtigkeit gepaart mit Humor. Der Schreibstil ist flüssig und nur einmal zum Ende hin hatte ich kurz das Gefühl, dass es sich etwas zog, aber dass legte sich schnell wieder und insgesamt habe ich dass Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.
Meine kleine Sorge vor dem Lesen war, dass mich der religiöse Aspekt zu sehr nerven oder frustrieren könnte. Ich bin selber nicht religiös und habe häufig Schwierigkeiten mit damit oft einhergehenden Engstirnigkeit und Intoleranz. Das nimmt mir je nach Geschichte die Lust am Lesen. Hier war das zum Glück nicht der Fall. Es war natürlich präsent, aber nur insofern, dass Sebastians innerer Konflikt und seine Entwicklung, sowie Tanners Frust dadurch herausgearbeitet wurden.
Alles in allem ein wirklich schönes Buch, dem ich gerne volle 5 Sterne gebe!
★★★★★

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