[Rezension] Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod von Daniel Mosmann

x Autor: Daniel Mosmann
x Originaltitel: Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod
x Genre: Anthologie/Horror
x Erscheinungsdatum: Juli 2015
x bei Periplaneta/Edition Subkultur
x 200 Seiten
x ISBN: 3943412199
x Erste Sätze: Winterzauber. Transzendenz! Nicht viele kennen dieses Wort, kaum jemand kennt seine Bedeutung. Es meint das Übersteigende, die Unbegreifbarkeit. Es meint das, was über unsere Möglichkeiten der Erfahrung hinausgeht. Die Dinge hinter dem Horizont unserer Wahrnehmung.

Tief im Schwarzwald lauern Geister und Dämonen. Sie warten in alten Burgkellern, flüstern in Wald und Wiesen, wandeln zwischen Leben und Tod. Manch einem rauben sie bloß den Schlaf, anderen den Verstand oder mehr.
Wen blickt die hässliche Vogelscheuche auf dem Feld so grimmig an? Ist es ein Fluch, der den Herren des Landhauses so qualvoll sterben lässt? Oder sind die Biester, vor denen wir uns fürchten, uns am Ende ähnlicher, als wir es für möglich gehalten hätten?

Nach „Kastanien und Knochen" sorgt Daniel Mosmann erneut für aufgestellte Nackenhaare und weit aufgerissene Augen. Zehn außergewöhnliche Kurzgeschichten für alle, die sich gern den Schlaf rauben lassen.

Nach Daniel Mosmanns erster Anthologie „Von Kastanien und Knochen", die mir damals richtig gut gefiel, erschien nun endlich sein neues Werk „Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod". Zugegeben: Das Buchcover kann mit dem Vorgänger nicht mithalten - doch die Geschichten erfreulicherweise schon.

In 10 Kurzgeschichten - teils nur 2-3 Seiten, teils aber auch mal bis zu rund 60 Seiten inkl. Prolog und Epilog - lebt Daniel Mosmann erneut das ganze Spektrum seines schriftstellerischen Könnens aus. Dadurch sind die Texte ganz unterschiedlich - es gibt zwei Gedichte in Versform, eine Kurzgeschichte, die schon fast wie ein kleines Buch wirkt, aber auch Geschichten, in denen der Autor gekonnt mit Worten spielt, sich komplizierter ausdrückt oder auch mal ganz einfach.

Jedoch egal welchen Text man liest, eins haben sie alle gemeinsam: Man kann nicht aufhören zu lesen. Egal wie gewählt die Sprache ist - man fliegt regelrecht durch die Geschichte. Und auch diese unterscheiden sich voneinander. Wie schon im Vorgängerbuch, deckt Daniel Mosmann verschiedene ‚Gruselthemen' ab. So wird von Toten berichtet, die von ihrem Ableben noch nichts wissen, von einer vernichtenden Plage, deren Verursacher auf den ersten Blick ein ganz anderer ist, aber auch vom 'schlimmsten Ungeheuer' - dem Menschen selbst. Sogar eine Geschichte, die einen schmunzelnd zurücklässt, ist dabei.

So lässt sich auf jeden Fall sagen - wer sich gerne wohlig gruselt, kann „Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod" ruhig zur Hand nehmen. Ich bin mir sicher, dass jeder Leser mindestens eine Geschichte findet, die ihm einen wohligen Schauer über den Rücken jagt - aber keine Sorge, die Geschichten sind immer noch recht zahm und den Schlaf rauben sie höchstens, weil man weiterlesen möchte.

Perfekt geeignet für eine stürmische Regennacht, die nur noch ein wohlig gruselige Lektüre abrunden kann.

[Rezension] Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod von Daniel MosmannÜber den Autor (lt. Klappentext):

Daniel Mosmann wurde 1971 geboren und wuchs in Schiltach im Schwarzwald auf. Als junger Erwachsener widmete er sich zunächst der Malerei. Nach einer technischen Ausbildung und einer perspektivlos-nihilistischen Persönlichkeitsphase wuchs sein Interesse am Schreiben. Er begann mit der Arbeit an eigenen Geschichten. 2008 erschien sein erstes Buch „Von Kastanien und Knochen".
Heute lebt Daniel Mosmann mit seiner Familie im Schwarzwald und leitet eine arbeitstherapeutische Werkstatt für psychisch- und suchtkranke Menschen. Er liebt Familienurlaube im Wohnmobil und Wanderungen zu Natursehenswürdigkeiten. Nicht zuletzt inspirierten ihn diese Reisen zu mancher düster-morbiden Erzählung.

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